Faer Eryn - die Geister des Waldes

Normale Version: Das Arcanum der Uralten
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An einem einsamen Strand ... an einem wirklich verregneten Tag ....


Es regnete in Strömen. Der Himmel war so sehr von Wolkenverhangen, dass es kaum hell werden wollte an jenem Tag. Grauer Dunst und Gischt waberten über den Wellen, die träge schäumend auf dem Strand ausliefen. Der Wind blies ihm das kühle Spritzwasser der salzigen Schaumkronen ins Gesicht. Nachdenklich ging er am Strand spazieren, wie er es oft tat. Das nasse Wetter störte ihn nicht. Er mochte es sogar. Für ihn war dieses Wetter … „gut“; brauchte er sich doch keine Sorgen zu machen, dass seine Haut nach einer Weile ob der Trockenheit an Land unangenehm zu ziehen und zu jucken begann.

Immer besser vermochte er die Stimme des Windes zu interpretieren, konnte aus dem Flüstern der Wellen Worte heraushören und manchmal gelang es ihm sogar den Sturm zu rufen.
Auch wenn er diese bislang schwächlichen Höchstleistungen seiner Magie maximal als „kurzen Wolkenbruch“ bezeichnen würde, der noch nicht einmal ausreichen würde um ein kleines Feld zu bewässern. Bis er es zur Wind- und Wogenmeisterschaft geschafft hatte würden sich noch ganze Flüsse ins Meer ergießen. Auch war es für ihn schwer ohne Lehrmeister sich die Magie von Wind, Wasser und Stürmen verständlich zu machen. Ein dunkler Gedanke in seinem Herzen ließ ob dessen Zorn in seine Seele fluten. Er bannte den Gedanken an seine Familie aus seinen Gedanken.

Sie waren mit dem Meer gegangen, hatten die Lichter ihrer Seelen den Wellen anvertraut.
Eines Tages würde er ihnen folgen.
Aber nicht heute und nicht morgen.

Faer Eryn … sein Herz blieb wankelmütig bei dem Gedanken an die sonderbare Gemeinschaft.
Sie trugen Mitschuld am Untergang seines Clans … auf der anderen Seite waren sie auch die Einzigen gewesen, die ehrenvoll genug gewesen waren für ihren Fehler gerade zu stehen. Viele der anderen Gestalte, die an dieser … „Entscheidung“ … beteiligt gewesen waren hatte er niemals wieder gesehen.
Was nicht bedeutete, dass er sie jemals vergessen könnte.
Bis heute verstand er es nicht.

Wie konnte man die geballte Unwissenheit einer Gemeinschaft darüber entscheiden lassen was mit einem machtvollen magischen Artefakt geschah?! Ohne sich Gedanken über die Konsequenzen zu machen?! Es ging nicht in seinen Kopf hinein.

Sie hatten Nu’n alkgach’tha, den schwarzen Tod, befreit indem sie sein Seelengefängnis zerstörten … und die Entfesselung des Atronarchen der Dunkelheit, den sie ob ihrer simplen Gemüter den „Schattenmann“ nannten, hatte seine Heimat, die Gewölbe von Tach’ma nyangard, die „stille Wacht in der Finsternis“ … zerstört …in den unersättlichen Strudelsog des Meeres gerissen, der durch die Zerstörung des Gemäuers ausgelöst worden war.

Dieses Ereignis hatte ihn zu einem heimatlosen Einzelgänger gemacht. Sein Meister hatte bei dem Unglück sein Leben verloren, und die Wind- und Wogenmeister des mystischen Ortes Len’hal rha waren nicht willens ihn zu unterweisen. Er durfte dorthin gehen, durfte das dort niedergeschriebene Wissen studieren … aber er erhielt nicht einen guten Rat, nicht eine Lektion, nicht einen Hinweis darauf wie er seine Magie weiterentwickeln konnte. Er war geduldet wie ein dort umherspukender Geist den man zwar nicht bannen konnte, der aber auch keinen Schaden anrichtete.

Seine Liaison mit der jungen Bosmer Ma’riell hatte ihn Vorsicht gelehrt was allzu vertrauensselige Offenheit hinsichtlich der „Trockenleute“ anging. Auf ihr Wort war nicht mit Bestimmtheit Verlass. Und wenn etwas davon abhing … wollten solche Entscheidungen wohl überlegt sein … und nicht aus einem Anfall jugendlicher, unbescholtener Faszination heraus gefällt werden.
Er seufzte leise.
Er hätte sie den „vielen Zähnen“ überlassen sollen, wie sein Volk die Schwärme der Schlachterfische nannte. Immerhin war die junge Maid damals dumm genug gewesen an einem gefährlichen Strand schwimmen zu gehen … und sich zuvor an einer Dornenranke zu verletzen.
Er hätte einfach in seinem Versteck ausharren sollen und warten bis sich die Röte des Wassers wieder klärte. Dann hätte er nicht gegen die Gebote seines Clans verstoßen und wäre aufgrund dessen nicht verstoßen worden.
Dann wäre er jetzt bei seiner Familie … und würde die keine Gedanken mehr machen über den Leichtsinn … oder auch das getreue Wort der Faer Eryn.

Der Wind nahm zu. Immer höhere und dunklere Wolken türmten sich am Himmel auf. Die Wellen wogten beachtlich auf und nieder und die Kraft mit der sie gegen den weichen Sand des Strandes anrannten nahm stetig zu.
Qu’nshor T’pae sah alarmiert auf als der Nebel aufzog. Seine Kleidung klebte an seinem Leib, und immer wieder wurden seine Knie von gischtschäumenden Wellen umspült.
Der Nebel verriet ihr Kommen. Oftmals wurde die Magie der Maormer von Nebel begleitet. Er blickt sich um … da er nicht wissen konnte ob ihm diese Vertreter seines Volkes freundlich oder feindlich gesonnen waren bereitete er in Gedanken einen Zauber vor mit dem er sich gegen einen möglichen Angriff zu schützen vermochte.

Langsam verdichtete sich ein dürrer Schatten unweit von ihm … als würde sich der Nebel zusammen ziehen und eine Gestalt formen … die von Wasser, Sand und Gischt in eine merische Form fand.
Qu’nshor T’pae erkannte die alte verhutzelte Mer, die ohne erkennbare Zeichen von Anstrengung aus den hüfthohen Wellen auf ihn zuwatete.
Chaba’Lash  … eine der greisen Hüterinnen des geheimnisvollen Ortes Len’hal rha … der „Nebelwoge“ … welche nur über den Weg durch das Wasser zu erreichen war. Nur wer die Magie des Wassers verstand vermochte dorthin zu reisen. Kein Seeweg, kein Pfad zu Lande und auch kein magisches Portal vermochte Len’hal rha zu erreichen. Nur die Pfade der Wellen führten dorthin. Auf diese Weise schützte sich sein Volk davor, dass Unbefugte dort einzudringen vermochten und die heilige Stätte entweihten, die den Wissensschatz der Maormer beheimatete.
Zweifelsohne hatte sie genau nach ihm gesucht … sie musste die Wasser nach ihm befragt haben … und da er sich zu eben diesem Augenblick gerade im Wasser befand, war es für sie nicht schwer gewesen ihn ausfindig zu machen.

„Ergebenste Grüße, Hüterin“ spricht er die Alte an, verneigt sich tief.
Die Greisin geht auf eine längliche, zu einer Art Krückstock gewundene Korallenwurzel gestützt, mustert ihn trotz ihrer gebeugten Haltung mit wachen, aufmerksamen Augen.
Sie nickt nur zur Begrüßung, lädt ihn dann mit einer freundlichen Geste dazu ein sich mit ihr zu unterhalten. Qu’nshor T’pae watet auf sie zu und die Silouette der beiden Maormer verschmilzt mit dem grauen, nassen Dunst des Unwetters.

***

Als die ergraute Magierin der Maormer wieder verschwunden ist lässt der Sturm nach; es mag sogar ein wenig heller am Himmel wirken.
In Qu’nshor T’paes Gedanken indes hat sich der Horizont eher noch tiefer verdunkelt.
Die Kunde der alten Zaubermeisterin beunruhigt ihn zutiefst!
Er muss etwas unternehmen … aber … wie?!
Wenn die Spuren an Land führen … so muss er an Land suchen. Er … ausgerechnet!

Nein. Er kennt seine Schwächen an Land. Er kann nicht zu lange auf dem Trockenen leben, ohne sonderbar im Kopf zu werden, und er ist immer noch ein Maormer – die von nahezu allen Völkern Nirns als Feinde angesehen werden! Er kann es nicht riskieren, bei einer derart brisanten Angelegenheit zu straucheln weil jemandem seine Nase nicht gefällt!

Er braucht Hilfe. Leute, die sich an Land bewegen können; die die Gepflogenheiten der „Trockenleute“ kennen und an Land nicht auffallen. Leute mit vielerlei Möglichkeiten.
Immer wieder echot der Name „Faer Eryn“ durch seinen Kopf; auch wenn ihm das nicht unbedingt gefällt. Er weiß schlicht niemand anderen, an den er sich wenden könnte – und er weiß auch schon was er sagen könnte um sie zur Kooperation zu bewegen … nun … vielleicht … vielleicht aber auch nicht.

Egal was kommt – allein kann er dies nicht bewerkstelligen. Er wird ihre Hilfe benötigen. Und … immerhin ist sein Anliegen auch in ihrem Interesse. Es war ihm schließlich auch nur mit ihrer Hilfe gelungen Nu’n alkgach’tha wieder einzufangen und unschädlich zu machen. Vielleicht … könnte er sie finden um erneut gemeinsam mit ihnen zu versuchen Licht in eine drohende Dunkelheit zu bringen.

Er watet an Land, versucht seine Gedanken zu sortieren. Er muss sie finden …


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OOC: 

Dies ist der Auftakt zu dem neuen RP-Plot, den ich für euch leiten werde. Ich möchte im November 2016 damit starten. 
Ich möchte mich von den Locations nicht einschränken, daher wäre es gut, wenn jeder von euch auch die DLC's bespielen könnte. 

LG

Ute / @degenhau
Das Arcanum der Uralten / Einstieg

 
Der Maormer Qun'shor T'pae kam nach Trümmerhain um Mezu'ru aufzusuchen und um Hilfe zu bitten.  Er habe ein Problem und benötige dabei die Hilfe von Leuten, die sich uneingeschränkt an Land bewegen könnten, was ihm als Maormer nicht so ohne weiteres möglich sei.
Mezu und Darashi nahmen ihn in Empfang und hörten sich sein Anliegen an.

Qun'shor T'pae berichtete davon, dass eine "Mystikerin" seines Volkes ... offenbar so etwas wie ein Mitglied einer im Verborgenen lebenden Delegation von maormerischen Wettermagiern und Schamanen ihn beauftragt habe ein gestohlenes Buch wiederzubeschaffen. Dieses Buch, das "Ir'hjay a'han" - das Buch der Anfänge ... sei ein Werk innerhalb eines wohl mehrere Bände umfassenden Kanons uralter Zauberbücher,  in denen machtvolle Zaubersprüche und magische Rituale niedergeschrieben worden seien.  

Laut Qun'shor T'pae sei dieses Buch - wie die anderen Bücher dieses Kanons - an alten, machtvollen Orten geschützt und verborgen,  und von den Mystikern der Maormern verwalterisch überwacht worden.

Nun ist es von einem Unbekannten gestohlen worden, und die Mystiker haben Qun'shor entsandt um es wiederzubeschaffen. Der angehende Wind- und Wogenmeister wendet sich nun an Mezu'ru und die Faer Eryn um ihm dabei zu helfen.

Mezu'ru sprach zunächst gemeinsam mit Darashi mit dem jungen Maormer und stellte ihn dann ihren Freunden vor, die sich als sehr hilfsbereit herausstellten. Man beratschlagte sich und trug das Folgende zusammen:
  • das "Ir'hjay a'han" - das Buch der Anfänge ... ist ein Werk innerhalb eines wohl mehrere Bände umfassenden Kanons uralter Zauberbücher,  in denen machtvolle Zaubersprüche und magische Rituale niedergeschrieben worden sind.

  • Es befand sich unter Wasser in einem versunkenen Tempel in der Nähe der Stadt Belkarth in Kargstein, wohl in einem magischen Schutzmechanismus, der er zum einen verborgen hielt und zum anderen schützte.

  • Das Buch befindet sich nicht mehr im Wasser, das vermochte Qun'shors Magie ihm zu verraten.

  • Es wurde vor einem halben Mond gestohlen - auf nicht-magische Weise, wie Qun'shor zu berichten wusste - denn gegen magische Sabotage konnte sich die Magie des Schutzmechanismus' zur Wehr setzen, diese magische Falle wurde allerdings nicht ausgelöst

  • Keiner der Mystiker hat etwas davon mitbekommen ... erst zwei Wochen später wurde das Fehlen des Buches bemerkt und Qun'shor zu Hilfe gerufen.

  • Von den Mystikern ist niemand vermisst oder verletzt worden - eine erzwungene Informationsweitergabe von den Mystikern an einen möglichen Interessenten hat wohl nicht stattgefunden

  • Qun'shor T'pae sagte, dass nur ein versierter Magier mit dem Buch etwas anfangen könne, da es nicht "normal" geschrieben sei und wohl Magie vonnöten sei um es überhaupt zu lesen.  Ein Magier könnte daraus allerdings Zaubersprüche ableiten, die machtvolle Wesen beschwören oder gar Erschaffen können wie eines zum Beispiel den Schattenmann gewesen war, der Atronarch der Dunkelheit, den die Faer Eryn so lange und so erbittert bekämpft hatten

  • Laut Qun'shor T'paes Wissen kann man das Buch nicht vernichten

Qun'shor möchte das Buch zurückerlangen um es den Mystikern seines Volkes zurückzugeben - auf dass diese es versiegeln und an einem für die normale Welt unerreichbaren Ort wegschließen, wobei die Faer Eryn ihm Hilfe zugesichert haben.

Es wurde vereinbart, dass man sich demnächst bei der Sternwarte der Sterngucker in Belkarth, Kargstein, wieder träfe.  Qun'shor T'pae würde über die Wellen dorthin gelangen wohingegen die anderen es vorzogen über Land zu reisen.
Belkarth - der versunkene Tempel 


 
Die Gefährten trafen sich in Belkarth an der Sternguckerwarte und wurden von Qun'shor T'pae an den See im Süden der Stadt geführt. Dort lagen Mauerreste einer Tempelruine zu großen Teilen im Wasser eines Sees versunken.

Diejenigen der Gemeinschaft, denen keine allzu große Wasserscheu zu eigen war, folgten Qun'shor T'pae nach und schwammen ein Stück auf den See hinaus wo der junge Maormer ihnen eine im Kreuz angeordnete Gruppe von Plattformen zeigte in denen marode Metallhalterungen gen Himmel zeigten. In der Mitte lag ein Teil des Tempels, der vom Wasser verschlungen war ... und aus der Tiefe sah man ein schimmerndes blaues Leuchten.

Qun'shor T'pae erklärte, dass dieses Leuchten Anzeichen dafür sei, dass der magische Schutzzauber gebrochen und die Illusion, die diesen verborgen hatte vernichtet sei. Vier Welkyndsteine waren einst in den Halterungen ringsum angebracht gewesen und speisten Den Zauber für viele Jahrhunderte lang mit ihrer Energie. Aber - von den Steinen war nichts mehr zu erkennen. Die Metallhalterungen und auch die steinernen Sockel wirkten stark und in auffälliger Weise verwittert.

Haraun, Zaril und Finder stellten fest, dass jemand die Sockel wohl mit einer besonders starken Säure bearbeitet haben musste um die darin verankerten Welkyndsteine zu entfernen. Nach Qun'shor T'paes Meinung waren diese nämlich so groß und schwer gewesen, dass ein Mann alleine sie ohne technisches Gerät niemals hätte heben können. Für Finders alternative Theorie - der Dieb hätte Seekraken zu Hilfe gerufen um die Steine aus ihren Fassungen zu heben - ließ sich kein Anhaltspunkt finden.

Davus und Gaijus tauchten also nun hinab in die blau schimmernde Tiefe und konnten neben dem verwaisten ehemaligen Versteck des Buches noch etwas anderes interessantes entdecken ... Gaijus vermochte unter Wasser den wenig appetitlichen Kadaver einer dort kürzlich verendeten Seeschlange ausmachen, deren Leib sonderbar geometrisch verbeult wirkte, als habe sie sich an etwas zu großem verschluckt. Gaijus gelang es in den Rachen des toten Untieres zu greifen und einen zwar beschädigten, aber immerhin noch teilweise gefüllten Lederrucksack daraus zu bergen.  Finder vermutete anhand der Bissspuren im Leder, dass der Dieb wohl getaucht sein müsse um an das Buch zu gelangen und dabei von einer hungrigen Seeschlange überrascht worden sei ... die Schlange habe ihm seine Tasche entrissen und hat diese wohl herunter geschlungen, was dem Tier nicht gut bekam.

In dem beschädigten Rucksack ließ sich eine metallbeschlagene Holzschatulle finden, die mit einer Giftfalle gesichert war. Gaijus verletzte sich zwar beim Öffnen des Deckels an einem Springdorn, doch dieser war wohl zu Gaijus Glück nur mit einem wasserlöslichen - und zwischenzeitlich verflüchtigten - Gift bestrichen worden, jedenfalls widerfuhr dem wagemutigen Taucher außer einem blutenden Finger kein Leid.

In der Schatulle ließen sich verschiedene Alchemika ... einige Phiolen und Metalltiegelchen, auch mehrere durchnässte Beutelchen und die aufgequollenen Überreste einer wohl ehemals getrockneten Pflanze finden. Darüber hinaus war in der Schatulle auch eine kleine tönerne Plakette untergebracht.

Finder konnte die schleimigen Pflanzenreste als ein Kraut identifizieren, das wohl in Deshaan wachse und das man verwenden könne um unter Wasser atmen zu können, woraus Qun'shor T'pae schlussfolgerte, dass der Dieb kein Maormer sein konnte - denn Maormer können ohne Hilfsmittel für längere Zeit unter Wasser verweilen.

Die anderen  indes nahmen die Plakette näher in Augenschein. Darauf war auf der einen Seite in rothwardonischer Schrift der aktuelle Monat nebst einer Zahl vermerkt, auf der anderen Seite war ein stilisiertes Bild in den gebrannten Ton gestanzt: ein bärtiger Mann, der in der einen Hand ein Schwert, in der anderen aber eine Feder hielt - und der von einer geflügelten Schlange umwunden wurde.
Dass die kleine Tonscheibe ein Steuerbeleg für entrichtete Zölle oder Abgaben darstellte ließ sich rasch identifizieren. Nach einigem Rätseln fand die Gemeinschaft dann auch heraus, dass diese Plakette wohl aus der Hafenstadt Abah's Landung von der Halbinsel Hews Fluch stamme.

Davus bot an, dass er versuche dort mit der Diebesgilde in Kontakt zu treten, da er dort einen alten Bekannten habe - ein Mann namens Rauros - seines Zeichens Alchemist. Vielleicht könnte Rauros ihnen bei der Identifikation der durchnässten Alchemika behilflich sein?! Davus versprach darüber hinaus über weitere Kontakte für eine von Velynhafen aus startende Überfahrt nach Abah's Landung zu sorgen und vor Ort den Kontakt zur Diebesgilde herzustellen, während Gaijus vor allem der Spur der nummerierten Steuerplakette nachgehen wollte.

Die Gemeinschaft verabredete sich in Velynhafen, wo sie sich laut Davus Angaben am fünften Pier auf einem Schiff das den eigenwilligen Namen "grottige Helga" trug, treffen sollten. Von dort aus wolle man weiter nach Abah's Landung aufbrechen.
alchemistische Analysen in Abahs Landung (28.11.16)
 
 
In Velynhafen am vereinbarten Treffpunkt teilte Qun'shor T'pae der Gemeinschaft mit, dass er sie nicht nach Abahs Landung begleiten könne, da der Hafen ebenfalls von Maormern angefahren würde, denen er als Verräter gälte und mit denen er keine Konfrontation eingehen wolle.
So setzte die "grottige Helga" auf die Halbinsel "Hews Fluch" über, die die Gemeinschaft nach einigen ereignislosen Tagen auf See schließlich erreichten. In "Abahs Landung gingen sie an Land.

Davus brachte seine Freunde in die Nähe der Diebesgilde, wo er sie mit seinem Freund Rauros Krex bekannt machte, einem versierten Alchemisten.

Meister Krex konnte folgende Dinge aus dem Schatulleninhalt durch teils aufwendige Analyse herausfinden:

Bei dem aufgequollenen Pflanzenrest handelte es sich um eine aus Deshaan stammende "Schimmeralge", ein Kraut das wegen seiner Verwechslungsgefahr zur tödlichen "Quillalge" wohl nur von Argoniern angebaut oder gesammelt würde, da Argonier eine so gute Nase besäßen um den Geruchsunterschied zwischen der nützlichen Schimmeralge und der gefährlichen Quillalge zu erkennen. Der Alchemist konnte die Pflanze anhand eines Öltests sicher bestimmen, dieser machte die Wirkung des Krautes allerdings unwirksam. Die Pflanze komme besonders in Deshaan vor und ermöglichte es dem Anwender unter Wasser zu atmen, erläuterte Meister Krex. Keine ungefährliche Pflanze, wie er zu berichten wusste, da man unter dem Einfluss der Pflanze keine normale Luft mehr atmen könne.

In den beiden Phiolen aus dunklem Glas war zum einen ein maormerisches Hautöl vertreten, welches die Meereselfen anwenden um ihre Haut an Land vor dem Austrocknen zu schützen.

Das andere Elixier waren sogenannte "Fischtränen" - Augentropfen, die aus dem unangenehm riechenden Rochenfett gewonnen würden und dem Anwender erlaubten unter Wasser so klar und scharf zu sehen wie an Land.

In den beiden metallenen Tiegeln befand sich einmal ein ehemals blau metallisch glänzendes Pulver, das aber durch den Feuchtigkeitseinbruch zu einer harten, bröseligen Masse verbacken war, und erst durch aufwendige Analysen als universelles Antidot zu identifizieren war. Am Boden der beiden Metalltiegel schien ein Siegel eingestanzt zu sein, doch da die blaue Masse in dem Döslein hart geworden war musste man das andere Tiegelchen öffnen, in der Hoffnung, dass dessen Inhalt vom Wasser verschon geblieben war.

Als Meister Krex den zweiten Tiegel öffnete entstieg dem metallenen Döslein ein perlmuttfarbener, leicht flüchtiger Staub.

"Sternenstaub" ... wusste der kundige Alchemist zu berichten ... ein sündhaft teures Pulver, das als Aerosol Anwendung fand ... um magische Fallen oder Bannzauber in Form von magischen Sigillen oder Bannrunen sichtbar zu machen. Das Pulver war völlig unversehrt, sodass man auch das eingestanzte Zeichen am Boden der kleinen Dose erkennen konnte: es stellte eine Art Wappen dar; drei nebeneinanderstehende Türme im Pagodenstil, wovon der mittlere der höchste war. Das Zeichen kam Failrala bekannt vor,  sie konnte sich aber nicht näher entsinnen was es damit auf sich hat. Dennoch mutmaßte sie, dass es sich um ein dunmerisches Wappen handeln könne - zumindest ließ der architektonische Stil der dargestellten Türme darauf schließen.

Gaijus erkundigte sich danach, wo man in Abahs Landung solche Dinge erwerben könne, doch daraif wusste Meister Krex auch keinen Rat - allerdings verwies er auf einen wohl in seiner Gilde tätigen Dieb, der sich auf "komplizierte" Coups spezialisiert hätte - und auch vor "Aufträgen" nicht zurückschreckte, die ihn zu Magiern und unheimlicherem Gesindel führte. Dieser Dieb könnte vielleicht wissen wo man so etwas her bekommen könnte; doch dieser Spur ging die Gemeinschaft nicht weiter nach.

Als es um die Entlohnung des Alchemisten ging kamen der Alchemist und die Gruppe nicht überein. Meister Krex wollte gern den "Sternenstaub" als Bezahlung für seine umfassenden Dienste in Anspruch nehmen ... den die Gemeinschaft allerdings nicht zur Gänze herausrücken wollte. Krex zweites Angebot belief sich auf 100 Goldstücke und die Hälfte des "Sternenstaubes" ... doch auch hierzu waren die Gefährten unter Gaijus Wortführung nicht bereit, boten statt dessen nur 80 Goldstücke und keinen einzigen Skrupel des wertvollen Pulvers.

Es folgte ein unerfreuliches und wenig konstruktives Wortgefecht, welches darin endete, dass Meister Krex erbost von dannen zog ... ganz ohne Bezahlung; doch gab er der Gemeinschaft ungehalten zu verstehen vor, dass sie sich die Diebesgilde besser hätten gewogen halten sollen - vermöchte diese ihnen in Abahs Landung doch nicht nur zu helfen ... sondern ihnen auch eine Menge Steine in den Weg zu legen. Vielleicht ließe sich ja der eigentliche Besitzer der kaum rechtmäßig erworbenen Schatulle ausfindig machen und auf die Faer Eryn ansetzen?! In jedem Fall aber würde Davus wohl einiges zu hören bekommen was für knauserige Stümper er in die Nähe des Diebesnests geführt habe...

Schlussendlich erbat sich Zaril von Failrala die Schatulle mit den alchemistischen Kleinodien und zog damit von dannen ... vielleicht wohl um das eine oder andere davon auszuprobieren. Aber da die Wege des Herrn Zaril Trizuls unergründlich sind ... weiß das nun niemand so genau.



OOC: Im Lauf des Abenteuers wird es noch erforderlich werden die Quests der Magiergilde abgeschlossen zu haben. Bitte seht zu, dass ihr die Sheogorath-Questen mit eurem jeweiligen Char abschließt, insofern noch nicht erfolgt! Danke!
weitere Recherchen in Abahs Landung (05.12.2016)


 
Mezu'ru, Darashi, Kazatoo und Finder kamen mit einem späteren Schiff nach Abah's Landung. Man traf sich am Hafen und Gaijus berichtete Mezu'ru und den anderen Neuankömmlingen von dem nicht ganz so reibungslos abgelaufenen Treffen mit dem Alchemisten der Diebesgilde, Meister Rauros Krex.
Mezu'ru fiel aus allen Wolken als sie erfuhr, dass die Verhandlungen mit dem bislang vertrauenswürdigen Mitglied der Diebesgilde so sehr aus dem Ruder gelaufen waren. Sie beschlossen nun also gemeinsam einen zweiten Anlauf zu starten um an die Diebesgilde heran zu kommen, von der man sich immerhin noch weitere Informationen über die Identität des Diebes erhoffte, der das Ir'hjay a'han - das Buch der Anfänge - gestohlen hatte. Man beschloss sich aufzuteilen um auf dem gesamten Stadtgebiet von Abahs Landung Recherche betreiben zu können. Gaijus, Failrala und Alysha blieben am Hafen um dort bei der Hafenmeisterei Informationen zu der aus der Tasche geborgenen Steuerplakette zu gewinnen. Failrala machte zudem eine sonderbare Entdeckung als Zaril ihr die Schatulle zurückgab, die er solange an ihrer statt verwahrt hatte und die er - durch Finders einfühlsame Überzeugungsarbeit motiviert - auch bereitwillig an sie zurückgab.

***

Mezu'ru und Darashi durchzogen das Südviertel, wobei Mezu'ru Ausschau nach Skoomasüchtigen und möglichen Drogendealern hielt ... diese Leute wussten meist welche DInge in der Stadt unter der Hand den Besitzer wechselten und waren vielleicht in der Lage ihnen einen Hinweis zu geben, wie sie erneut mit Meister Rauros Krex in Verbindung treten könnten, da Mezu plante den Mann für seine ordnungsgemäßen Analysen im Nachhinein doch noch anständig zu bezahlen. Vielleicht ließen sich die Wogen ja dadurch glätten. Die beiden hatten Glück und wurden auf den Händler Silberkralle verwiesen, der am Hafen einen kleinen Krämerladen betrieb. Leider war Meister Silberkralle nicht zugegen, aber seine rechte Hand, eine Khajit namens Vansaha sprach mit den beiden. Mezu'ru konnte erwirken, dass diese versprach die Information an die Diebesgilde weiterzuleiten, dass sie dem Alchemisten Krex den begehrten "Sternenstaub" zu verkaufen und nannte das Schiff - die "grottige Helga" als Verhandlungsort, wo man sie antreffen könnte.

Finder und Zaril knöpften sich die Handwerker der Stadt vor, da sie davon ausgingen, dass deren Informationsnetz gut strukturiert sei. Sie fanden zwar einige Geheimnisse der Handwerker von Abahs Landung heraus, doch keinen konkreten Hinweis, der auf die Diebesgilde verwies.
Als sie sich ein entlegenes Lagerhaus einmal näher ansehen wollten, wurden sie von einer hafenwache überrascht, die ihnen daraufhin folgte. Durch Schnelligkeit und Geschick gelang ihnen die Flucht, bei der sie ihren Verfolger dadurch abhängten, dass sie auf der Strasse hinter sich möglichst viel Chaos stifteten. Sie verbargen sich rasch und verkleideten sich um nicht weiter aufzufallen. In anderer Montur klapperten sie nur einen Kräuterladen ab um noch einmal die Spur des Tascheninhaltes aufzunehmen. Doch von der sonderbaren "Schimmeralge" hatte die hiesige Drogistin noch nie gehört.
Schlussendlich fiel ihnen nur noch ein sich nach dem maormerischen Hautöl zu erkundigen. Vor der Taverne "Hews Mähne" trafen sie einen in der Tat geselligen Maormer, der ihnen sagen konnte, dass der hiesige Alchemist - ein Mann namens  Talvenyl Salvilo das wohl recht teure Öl vertrieb; sich aber der einfache maormerische Matrose dies nicht leisten könne. Finder und Zaril nahmen sich also vor den Alchemisten nach dem Öl und möglichen Kunden in der letzten Zeit zu fragen.  

Gaijus marschierte unterdessen zur Hafenmeisterei und erkundigte sich nach der gefundenen Steuerplakette. Zwar kaufte ihm der Hafenmeister, ein brummiger, breitschultriger Mann, den ausgedachten Seemannsgarn nicht ab, dass diese zu einer Ladung "Fischtränen" gehören sollte und sich Gaijus nach deren Herkunft erkundigen wolle, doch er konnte gegen Einbehalt der Plakette die Auskunft erteilen, dass diese zu einer Handelskarawane gehörte, die oft in Abahs Landung Halt machte und die üblicherweise Güter wie Getreide und Tuche beförderte. Die Karawane sei bereits weitergezogen und der Karawananführer, ein Rothwardone mit Namen Eybun Suleyman, habe bei ihm Meldung erstattet, dass ihm eben diese Plakette gestohlen worden sei. Nähere Informationen zu dem Plakettendieb konnte der Hafenmeister allerdings keine machen. Er behielt die Plakette ein und Gajius konnte Bericht erstatten.

Failrala machte bei der Inspektion der von Zaril zurück erhaltenen Schatulle eine kuriose Entdeckung. Der sonderbare Dunmer hatte zwischenzeitlich die Schatulle mit allerlei Unrat wie Sand, kleinen Muscheln, trockenem Laub, kleinen Steinchen und herumliegenden Müll gefüllt. Nun, nicht ganz ... in der Schatulle befand sie auch ein abgerissener Zettel auf dem die Worte "Shad Astula" geschrieben standen. Und da fiel es Failrala wie Schuppen von den Augen: das in die Tiegel eingestanzte Zeichen! Es war nichts anderes als das Hauswappen der Magieakademie des Ebenherzpaktes, die sich in Deshaan befand ... dem selben Ort von dem auch mit aller Wahrscheinlichkeit die gefundene Schimmeralge entstammte.  Sie meldete Gaijus und Alysha ihren Fund und ihre Schlussfolgerungen und man nahm sie vor Zaril gemeinsam nach der Herkunft des Zettels zu fragen.

Fydus und Kazatoo trieben sich im nord-westlichen Viertel herum, nahe des letzten Treffpunktes mit dem Alchemisten Krex ... und trafen dort auf eine derangierte Kriegsveteranin, eine trinksüchtige Frau namens Mayara Azina, die sie zunächst nur beobachtete und ihnen später dann aber die Warnung aussprach, dass sie sich ausgesprochen auffällig verhielten - und dass ... falls sie jemanden suchen würden ... dieser gewiss zumindest alarmiert ... wenn nicht gar längst über alle Berge sei. Fydus hakte nach und Mayara teilte ihnen mit, dass sie es habe munkeln hören, dass Fydus und seine Freunde auf der Suche nach einem Dieb mit besonderen Talenten seien ... sie deutete an, dass es ihr vielleicht möglich sei in dieser Hinsicht einen besonderen Kontakt zu vermitteln, und bot an, dass sie ihren Informanten und Fydus Freunde in ihrer Lieblingskneipe, dem "Schlange und Senche" zusammenführen würde.

***
getrennter Wege in Abahs Landung (12.12.2016)
 

Zunächst trafen sich die Gefährten wieder auf dem Schiff, der "grottigen Helga" um sich gegenseitig auszutauschen.
Als dann einige Leute Zaril zur Rede stellen wollten woher er den Zettel mit dem Begriff "Shad Astula" habe, der sich seit seiner kurzzeitigen Verwahrung derselben in der Schatulle befunden hatte - wurden die Freunde mit Zarils sonderbarem Benehmen konfrontiert aus dem sie alle nicht so recht schlau werden wollten. Entweder versteckte sich der einäugige Dunmer hinter Finder oder er antwortete nur einsilbig und wenn überhaupt, dann nicht mit richtigen Antworten auf ihre Fragen sondern nur mit Gegenfragen oder infantilen Gesten. Alysha und Finder gelang es schließlich ihn mit kandierten Ratten und Keksen zu einer Antwort zu bewegen und ließen sich von ihm an einen gegenüberliegenden Strand führen auf den er auf die Frage nach dem Ursprung des Zetteln hin gezeigt hatte.  Gaijus folgte der Gruppe, da er das Gehabe des Dunmers als ausgesprochen verdächtig empfand und ihn für einen möglichen Spion hielt.
Kazatoo versuchte derweil  Mezu'ru oder auch den anderen von seinen Erkenntnissen mit der Kriegsveteranin - einer möglichen Informantin - zu berichten, doch fand er nirgends Gehör, weil sich die einen Zaril nachfolgend auf den Weg zu einem einsamen Strand machten und Mezu'ru darauf bestand an Bord des Schiffes zu bleiben, weil sie auf einen Informanten der Diebesgilde warten wollte, den ihr Silberkralles Gehilfin Vansaha in Aussicht gestellt hatte.

Mezu'ru wartete nun also auf dem Schiff und wurde tatsächlich kurz darauf von einer jungen Khajit namens Ssu aufgesucht, die sich als jene zu erkennen gab, die von Vansaha geschickt worden war.

Die beiden Khajiti zogen sich ins Krähennest des Schiffes zurück, wo man sie schlecht belauschen konnte. Mezu'ru versuchte die Wogen zu glätten und unterbreitete der jungen Khajit ein Angebot um Meister Krex angemessen zu bezahlen und um sich im Namen ihrer unwissenden Freunde für das ungebührliche Benehmen und die Drohungen, die diese unbedacht ausgesprochen hatten zu entschuldigen. Mezu'ru  äußerte im gleichen Zuge die Bitte ob die Diebesgilde - gegen ein entsprechenden Entgelt - die zwischenzeitlich ausgestellten Steckbriefe von Finder und Zaril verschwinden zu lassen, die sich die beiden aufgeladen hatten als sie beim Auskundschaften eines ... eigentlich verschlossenen Lagerhauses ... entdeckt worden waren.  Schlussendlich erkundigte sich Mezu'ru ob Ssu vielleicht einen "versierten Kollegen" kennen würde, der ... zufälliger Weise ... in der letzten Zeit von der Karawane des Eybun Suleyman ... eine Zollplakette gestohlen hatte. Sie gab vor dem Dieb eine Anstellung verschaffen zu wollen.

Nach kurzem Diskutieren und dem Aushandeln von Sicherheiten einigten sich die beiden auf Folgendes:
Mezu'ru sollte den Tiegel mit dem Sternenstaub an Ssu weitergeben, den diese dann an Meister Krex weiterleiten und eine Zusammenkunft mit ihm arrangieren wolle. Bei einem solchen treffen könnte Mezu sich noch einmal persönlich bei ihm entschuldigen und zugleich rückversichern, ob der Sternenstaub denn auch bei ihm angekommen sei. Zudem gedachte Mezu'ru dem Alchemisten bei dieser Gelegenheit zur Entschädigung für die Unannehmlichkeiten noch einige Goldmünzen zu überreichen.

Um ihre Vertrauenswürdigkeit unter Beweis zu stellen wollte Ssu die Steckbriefe von Finder und Zaril verschwinden lassen und den Gefährten eine Information zustecken wie sie mit dem Plakettendieb in Verbindung treten könnten. Dieser sei - wie die junge Khajit berichtete - niemand Geringeres als ihr Lehrmeister.
Ssu verschwand daraufhin in einer Rauchwolke und Mezu'ru kletterte aus dem Ausguck der "grottigen Helga" herab um sich mit ihren Freunden zu besprechen.
Zaril erreichte mit Alisha und Finder nach einem gemäßigten Lauf, den er immer wieder unterbrechen musste um
nach Atem zu schöpfen, den gegenüberliegenden Strand. Dort angekommen ließ er sich sofort nieder und begann im Sand
nach Muscheln und Steinen zu suchen. Die beiden Gefährten wurden aus dem merkwürdigen Verhalten des Dunmers
nicht schlau und auf ihr Fragen hin, brachte er einen leeren, gewöhnlichen Krabbenpanzer zum Vorschein, den er ihnen wie ein
Geschenk überreichte. Einige Male änderte der Mer seinen Sammelplatz, fand dabei noch ein Stück einer Angelschnur
mit Haken und Blinker, Seegras, Treibholz und Grashalme. Jedoch nichts, das irgendwie auf ein versunkenes Schiff oder
einen geheimen Auftraggeber hingewiesen hätte. Auch wurde nichts gefunden das sonstige Spekulationen in ähnliche
Richtungen gekräftigt hätte.

Das Einzige, das nach einer Weile von Zaril entdeckt wurde waren einige frisch geknickte Halme, auf die er Finder und
Alisha aufmerksam machte und die von dem herumschleichenden Gaijus hinterlassen worden waren. Finder beruhigte
Zaril, woraufhin dieser wieder zum Wasser ging wo er anschließend von den beiden Gefährten mit Fragen überhäuft wurden.
Sie konnten sich trotz Zaril's anscheinender Sammelleidenschaft nicht vorstellen, wie er an den Zettel gekommen war. Nachdem der
einäugige Mer sichtlich überfordert mit der Situation nicht weiter wusste, brachte er tatsächlich einige Worte heraus und seine
Begleiter erfuhren, dass er hier scheinbar den Zettel trocken am Strand gefunden hatte. Auch hatte er einige
Fischer gesehen und diese auch ihn, jedoch war ihm nichts Ungewöhnliches aufgefallen.

Daraufhin beschlossen Alisha und Finder, dass sie nicht mehr von Zaril erfahren würden und kehrten zur "grottigen "Helga" zurück.
Der Strandbesuch hatte wohl nur dem sonderbarem Dunmer etwas gebracht. Einerseits die Leckereien von Alisha und Finder und
andererseits die neue "Schätze" vom Strand...
Die Wege führen in eine Taverne ... (19.12.2016)
 
Als sich alle Gefährten wieder auf der "grottigen Helga" versammelt hatten und sich herausstellt, dass bei dem Strandspaziergang, den Zaril angeführt hatte keine wesentlichen Erkenntnisse gewonnen worden waren, stellte Mezu'ru die allgemeine Frage, ob dem schwer einzuschätzenden Dunmer Zaril überhaupt getraut werden könne. Nach einigen Diskussionen überantwortete man ihn auf's Erste in Finders Obhut und beschloss ihn gewähren zu lassen. Bislang hatte der Dunkelelf - auch wenn er sich sonderbar verhielt - noch nichts unternommen, das die Gruppe gefährdete. Immerhin hatte man so herausfinden können, dass die beiden metallenen Tiegel aus der Schatulle ganz offensichtlich aus der dem Ebenherzpakt treu ergebenen Magierakademie Shad Astula stammten.

Auch Davus fand sich wieder auf der "grottigen Helga" ein, wo er berichtete, dass er im Auftrag seines Freundes Rauros Krex' dem Alchemisten unterwegs gewesen war, der für seine Kooperationsbereitschaft einige Gefallen eingefordert hatte. Zudem berichtete er, dass er im hiesigen Diebesnest erfahren hatte, dass sich noch jemand für den Sternenstaub interessiere ... eine Khajit mit Namen Su-Luash - worauf Mezu'ru und die anderen vermuteten, dass es sich dabei um jene junge dürre Khajit handelte, die sich Mezu unter dem Kosenamen "Ssu" vorgestellt hatte.  Davus wusste zu berichten, dass besagte Su-Luash wohl als Spionin und Informantin für die Diebesgilde fungierte und eigentlich über einen guten Ruf unter dem Diebesvolk verfügte. Er wusste weiter, dass die junge Diebin hehre Ziele habe und wohl davon träumte ein mindestens so geschickter Dieb wie Rahjin höchstpersönlich zu werden.... und: dass sie im Alltag in der Taverne "Schlange und Senche" als Kellnerin arbeitete. Da sich diese Informationen mit denen Mezu'rus deckten beschloss man besagte Taverne aufzusuchen und der jungen Khajit den Sternenstaub zu überlassen insofern sich die Kopfgelder von Finder und Zaril zwischenzeitlich in Wohlgefallen aufgelöst haben sollten.

In der Taverne "Schlange und Senche" traf man dann auf Fydus, der sich dort mit seiner vielversprechenden Informantin, der ehemaligen Soldatin Mayara Azina und fand auch die junge Khajit Su-Luash dort auf.

Mezu'ru übergab die Schatulle mit dem Sternenstaub , die Failrala ihr übergeben hatte, an Darashi, damit dieser mit der jungen Diebin verhandeln könne, die ja in Aussicht gestellt hatte, dass sie im Austausch gegen das Sternenstaubpulver möglicher Weise ein Treffen mit dem Dieb vereinbaren könne, welcher für den Diebstahl der Steuerplakette verantwortlich war ... und welcher womöglich der Dieb des maormerischen Zauberbuches Ir'hjay a'han war!
Da jedoch noch anderes Volk in der Taverne zu Gast war, nahm die Gruppe erst einmal Tuchfühlung mit der spitzzüngigen Soldatin und der jungen khajitischen Kellnerin auf um das Terrain zu sondieren... nicht, dass die Schatulle mit dem Sternenstaub noch in falsche Pfoten geriet!



(OOC: Urlaubsbedingt geht es erst am 09.01.2017 weiter, da ich über Weihnachten und Neujahr weg sein werde! Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten und kommt gut ins neue Jahr!


P.S.: Noch ein Tipp - Wenn ihr mit der Story schneller voran kommen wollt als bisher empfehle ich euch ein wenig forscher in dieser Richtung zu agieren ... wenn ihr einen Dieb finden wollt ... dann werdet aktiv! Sperrt die Lauscher auf, seid kreativ, neugierig und einfallsreich! Ihr habt lauter gute Ansätze bislang gebracht ... aber ... bleibt mit denen auch am Ball! Schreibt mir einfach eure Ideen in den Gruppenchat; ich reagiere dann entsprechend darauf! Ich lege euch gerne Brotkrumen hin, aber Diebe lassen sich nun mal nicht gerne auf dem Silbertablett servieren ... und sie verkriechen sich auch gerne wenn man mit allzu viel Getöse auftritt! Ein bisschen Denksport sollt ihr dabei durchaus selbst betreiben ...  Die Protagonisten seid ihr!   Blush
Mezu fühlte sich von Anfang an recht unwohl dabei, die Verhandlungen zu führen. Dennoch tat sie ihr möglichstes, um Su-Luash zu schmeicheln und ihr zu vermitteln, dass sie ihre derzeitige Geschäftspartnerin für ehrenwert und verlässlich hielt.
Doch das Gespräch wandte sich in die falsche Richtung. Zunächst hatte Mezu die Bedingungen - der gesamte Sternenstaub an Su gegen ein dann erst zu arrangierendes Treffen mit ihrem ominösen Diebesmeister und Alchemist Krex - noch einmal auf Stichhaltigkeit testen wollen. Su-Luash nahm keine anderen Verhandlungsangebote an - was Mezu insgeheim sehr beeindruckte.
Nachdem sie sich der Zustimmung der anderen Faer Eryn versichert hatte, wollte sie dieses Geschäft mit Su' gerade annehmen - Vertrauen gegen Vertrauen, immerhin hatte Su-Luash schon die Steckbriefe für Finder und Zaril unentgeltlich verschwinden lassen, was sie ihr hoch anrechnete - da wurden Su und ihre Freundin Maraya zunehmend wütend und verließen schliesslich den Raum.
Mezu wusste zunächst gar nicht, was da falsch gelaufen oder überhaupt geschehen war. Erst später und durch die Erklärungen der anderen begriff sie, dass die beiden offensichtlich auf ihre unterschwellige Drohung reagiert hatten, mit der Mezu einem möglichen Betrug zuvorkommen wollte.
Ja, Su hatte die Steckbriefe verschwinden lassen. Aber der Sternenstaub war teuer, nicht mehr zurückverfolgbar und stellte eine sofort verfügbare und äusserst wertvolle Ressource dar, die jeder mit dem richtigen Wissen benutzen konnte. Mezu gab so etwas nicht leichtfertig aus der Hand, zumal sie immer noch nicht wusste, ob dieser Dieb wirklich der richtige Kontaktmann war oder ihr Meister Krex überhaupt weiterhelfen konnte.
War es da ein Wunder, dass sie sich Sorgen machte, diesen Besitz einfach jemand Fremden - einer bekennenden Diebin, wohlgemerkt! - vertrauensvoll und vollständig zu übergeben?

Tja, nun hatte sie es ruiniert, der Abend in der Taverne endete äusserst unschön. Su und Mayara liefen davon, das Geschäft war geplatzt; hinter ihr hatten zwei Fremde sehr neugierige Ohren gespitzt, und anstatt ihr zu helfen, das ganze Chaos irgendwie halbwegs zu beseitigen, faselte Darashi nur davon, dass man ihn doch verkleiden könnte...! Fauchend brachte Mezu ein wenig Ordnung in den Haufen. Der kleine Vielfraß war mit Su und Mayara davon gelaufen, schien sie zu kennen. Vielleicht ließ sich einer der drei wieder aufspüren, irgendwie.
Die zweite Lauscherin entpuppte sich als willkommene Verstärkung aus dem Hause Bellentor. Jenassa machte einige vernünftige Vorschläge, die Mezu von ihrem ursprünglichen Entschluss, Jenassa nicht weiter in die Sache hinein zu ziehen als irgend nötig, schon bald wieder abbrachten. Jemand mit strategischem Denken musste man den Krieg selbst planen lassen und nicht nur die Nachschublinien.
Schliesslich beschloss die Gruppe, in der Taverne noch ein letztes Glas zu heben und dann ihre Auslagen vollständig zu bezahlen. Über den Wirt ließen sie Su ausrichten, dass ihnen der unerwartete Gesprächsverlauf leid tue und sie weiterhin zu kontaktieren seien, wenn sie es sich mit dem Geschäft noch einmal überlegen wollte.
Dann verließen die Faer Eryn das Gebäude nach ein ander in verschiedenen Richtungen und kehrten einzeln oder zu zweit auf das Schiff zurück. Man vereinbarte, es heute auslaufen zu lassen und ausserhalb des Hafens, ein wenig weiter vor der Küste, ankern zu lassen, um unliebsamem Besuch in der Nacht einen wirksamen Riegel vorzuschieben. Ausserdem ließ sich an Bord eines Schiffes auf hoher See - oder zumindest in ruhigen Küstengewässern - ganz hervorragend ungestört plaudern.
Und zu besprechen hatte die Gruppe ja nun wahrlich genug.
Schliesslich wagte sich Darashi mit einem Vorschlag vor. Er besaß einen Mane-Trank, eine seltene alchemistische Rezeptur, die es ihm erlaubte, für eine Woche sein Aussehen gänzlich zu ändern: Fell- und Augenfarbe, Narben und Schnurrhaare. Mit dieser hochprofessionellen Verkleidung könnte es ihm möglich sein, über Davus' Verbindungen zur Diebesgilde als neues Mitglied anzuheuern.
Dann sollte er dort entweder eine direkte Kontaktmöglichkeit zu dem geheimnisvollen Meisterdieb ausmachen oder in den Aufzeichnungen der Gilde etwas über den Auftraggeber des Diebstahls bzw. über den möglichen Käufer des gefährlichen magischen Buches herausfinden.
Schliesslich wollten die Faer Eryn ja nicht unbedingt den Dieb, sondern vor allem das Buch und den Drahtzieher, der hinter dem Raub steckte.
Für Mezu war klar, dass es jemand mit Geld und internationalen Kontakten sein musste. Er hatte reichlich alchemistische Zutaten gesponsort, noch dazu aus Deshaan Beschaffte, was auf gute Verbindungen und gute Planung hindeutete. Ausserdem war nicht irgendein lokaler Dieb aus Kargstein für das Unternehmen angeheuert worden, sondern eben dieser Mann aus Hews Fluch. Es musste jemand mit Geld und Einfluss sein... und mit Geduld und Vorausicht.
Ein König, ein reicher Adliger, ein berühmter Zauberer. So jemand musste doch irgendwo aufgefallen sein...?
Die Zeit ist gekommen das Darashi  und die Anderen ihr Vorhaben in die Tat umsetzten. Doch bevor sie dies machten wollte Darashi mit seinen Freuden auf dem Schiff die weitere Vorgehensweise besprechen. Darashi erklärte Mezu, Jenassa, Failrala, Haraun und den anderen Anwesenden das er sich mit der Hilfe von Darvus und dem Mane-Trank in die Gilde einschleusen wollte. Sein Ziel sei es in kürzester Zeit möglichst viele Informationen über den Diebstahl des Buches, welches der Grund war, herauszubekommen. Oder an den Alchemisten irgendwie heranzukommen. Er erklärte  den Anwesenden auch das sie in dieser Zeit versuchen sollten möglichst unauffällig zu sein, weil er die Vermutung äußerte das die Diebesgilde das Schiff und die Gruppe stark im Auge behalten könnte.
Daher schlug er verschiedene Möglichkeiten den anderen vor. Schließlich kam Jenassa die mysteriöse Dunmer, welche kürzlich zu der Gruppe dazu stieß, auf die Idee das sie das Schiff zu reparieren und in Stand zu setzen. Um die Diebesgilde täuschen,  damit es den Anschein habe das sie zur Zeit mit dem Schiff beschäftigt zu sein. So konnten auch Finder und auch Zaril in dieser Zeit unter Deck bleiben ohne das sie die Sorge haben von den Wachen entdeckt zu werden.
Haraun beschloss in Darashis Abwesenheit seinen "Platz" einzunehmen bzw. sein Verhalten zu imitieren, um zu verhindern das es auffiele das einer der Truppe fehle und die Diebesgilde den Trick evtl. bemerken würde.
Mezu, Haraun und die Anderen äußerten zwar ihre Bedenken und zeigten sich besorgt um Darashi, doch blieb ihnen zur Zeit keine andere Möglichkeit was jedem klar war.
Nach dem alles Besprochen wurde nahm er darauf den Mane-Trank ein und verschwand für wenige Augenblicke im Schiff. Als er zurückkehrte war er nicht mehr wieder zu erkennen. Sein Schwarzes Fell wurde hell und auch hatte er ein neues Fellmuster was die anwesenden verblüffte. Auch sein Geruch wandelte sich, was die Mezu und Haraun zurückschrecken ließ. Durch Failrala, welche ihm Schmuck und andere Kleidung gab, konnte sein neues Aussehen so gestaltet werden das er nicht mehr mit der Truppe in Verbindung gebracht werden konnte.
Er bedankte sich darauf bei allen und machte sich auf dem Weg mit Darvus in Kontakt zu treten.
Wie wird es Darashi ergehen? Was wird auf ihn zukommen? Wird er Erfolg haben? Und wird er heil zurückkommen...?
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