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Das Arcanum der Uralten
Forum: Rollenspiel
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  Eine andere Geschichte....
Geschrieben von: Mezu - 09.04.2016, 00:12 - Forum: Rollenspiel - Antworten (13)

Mezu hatte nicht allzuviel Geduld mit der Truhe, die Aliyaze te Temara hinterlassen hatte.
Nachdem sie sich ihren Versuchen, das Schloss zu knacken, vehement verweigerte, forderte Mezu kurzerhand eine Axt, um den Deckel zu zerschmettern.
Schliesslich tat diesen Dienst Darashis Großschwert. Das Schloss zersplitterte, Holzspähne flogen in alle Richtungen - und zum Vorschein kam: Papier.

Mezu war enttäuscht. Keine Juwelen, kein Gold... nichts. Nur Papier, Papier, Papier. Wertlos.
Aber Darashi, Aaron und Alysha hielten Mezu davon ab, die eng beschriebenen Seiten achtlos in der ehemaligen Botschaft zu verstreuen. 

Eine der Schriften entpuppte sich als Aliyazes Testament, ein anderes als eine Historie der "Bewahrer", augenscheinlich eine Gilde von Schriftgelehrten, und wieder andere als alte Reiseberichte, aus Schwarzmarsch und Himmelsrand, Cyrodiil und Elsweyr. Auch ein Brief war dabei, der im Namen eines ihr wohl bekannten Deserteurs darum bat, wegen seiner Verdienste Gnade walten zu lassen. 

Das einzig interessante war die mehrfache Erwähnung Vulkhelwachts, welches Aliyaze te Temara offensichtlich viel öfter besucht hatte, als die anderen gewusst hatten. Und der Name, der daneben gekriztelt worden war: "Corrin". Den stichpunktartigen Notizen war zu entnehmen, dass die Bewahrer von großem Interesse für die kranke Altmer gewesen waren, und dass Corrin zu beobachten oder zu treffen war.

Schließlich, nach einigem Hin und Her, verpflichtete man einen Magier namens Naurthulid, ein Portal nach Vulkhelwacht zu wirken, damit man diesen Corrin suchen konnte. Tatsächlich fand er sich in Gesellschaft von Nelos Denum und einem Bosmer namens Jarvintus, die ihn offensichtlich ebenfalls suchten. 
Corrin, soviel schien Mezu bald sicher, war ein Faer Eryn - aber einer, den sie noch nie gesehen hatte. Ausserdem gehörte er wohl zu den Bewahrern, von denen Mezu bald den Eindruck hatte, sie seien so etwas wie Schreiber und Wortklauber - irgendetwas für Mezu nicht sonderlich interessantes jedenfalls.


Aber sie konnten mit Corrin nicht offen sprechen, denn ihre Suche und ihre Anreise hatten Aufmerksamkeit erregt. Sowohl der Magier als auch der neugierige Bosmer hatten die Faer Eryn nicht allein gelassen, und so mussten sie sich grösstenteils auf Worthülsen und versteckte Andeutungen zurückziehen, was insbesondere Mezu überhaupt nicht gelegen kam.
Es dauerte nicht lange, bis sie sich mit einer Schale Süssmilch zurück zog und darüber nachdachte, die Fremden bewusstlos zu schlagen, nur, damit sie endlich die Chance bekam, sich mit Corrin unter vier Augen zu unterhalten.

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E_Gold01 Lucius Claudius Macro
Geschrieben von: Macro - 22.01.2016, 17:18 - Forum: Über uns - Antworten (1)

Seid gegrüßt Abenteurer,


Ich beobachte die von euch geführte Organisation nun schon seit etwas längerer Zeit und würde nun gerne eben dieser beitreten.
Ich bin Lucius Claudius Macro, ehemaliger General der kaiserlichen Streitkräfte in Cyrodiil. Ihr fragt euch nun sicher wie es dazu kommt, dass ein Rothwardone für den Kaiser kämpft? Nun das liegt daran, dass meine Eltern an der Knahaten-Grippeepidemie starben als ich noch ein Kind war. Zum Glück fand mich ein kaiserlicher Soldat, welcher mich vor dem Hungertod bewahrte.
Dieser nahm sich mit zu sich in die Kaiserstadt und zog mich auf. Er lehrte mich das Kämpfen mit Schert und Schild und Kriegstaktiken. „Tut das Gute und meidet das Böse, helft den Armen und den Kranken - seit Gerecht zu jedermann, denn wir sind nicht für uns allein geboren - sondern auch für andere.“, sagte er immer zu mir. Als ich alt genug war trat ich der Armee bei und arbeitete mich auf den Schlachtfeldern bis zum General hoch.
Doch das Kaiserreich änderte sich. Zwar gab es schon immer Gerüchte darüber, dass die Tharns den daedrischen Fürsten Molag Bal verehrten, aber mit der Legalisierung der Nekromantie haben sie eine Grenze überschritten. Um den mir anerzogenen Richtlinien Folge leisten zu können, sah ich mich gezwungen die Armee zu verlassen, obwohl ich den Titel General immer mit Ehre getragen habe.
Das Aldmeri-Dominion versucht schon seit geraumer Zeit das Kaiserreich zu stürzen, ich werde es unterstützen. Denn es gibt eine Sache die ich erst vor kurzem erkannte, dass Kaiserreich hat einen neuen Kaiser: Molag Bal.
Nun suche ich eine Gemeinschaft die mit mir bis nach Kalthafen ziehen würde um den daedrischen Fürsten zu besiegen, ich hoffe ich bin bei Ihnen richtig.


Gezeichnet
Macro

ooc:
Ich bin blutiger rp-Anfänger und habe der zeit keine Ahnung in wiefern sich rp für mich bewährt. Dies möchte ich aber unbedingt einmal testen und würde gerne zumindest die Probezeit von 30 Tagen bestreiten.
Ich hoffe diese Bewerbung ist ausreichendund angebracht, bei Kritik bitte mich anschreiben.

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W_Bow03 Grüße eines Waldläufers
Geschrieben von: Inoctus - 14.12.2015, 22:19 - Forum: Über uns - Antworten (6)

Als der eine Ring wieder ans Licht kam bemerkte dies nicht nur der Feind...
Es wurde zu jener Zeit auch eine Gruppe Waldläufer entsandt, unter der ich diente, um die Grenzen des Breelands gegen mögliche Angreifer zu schützen.

Mein Bogenarm hing damals schwer, denn der Kampf tobte lang und ich hatte bereits viele Kameraden verloren. Ein Sieg war nicht ins Sicht, nur verlagerte sich die Schlacht langsam aus unserer Reichweite.
Unser Anführer Aragorn bat mich, weiterhin über die Grenzen zu Wachen, denn er müsse fort. (Man munkelte er reise gen Osten)

Seither streife ich durch die Wälder... stets wachsam und in der Hoffnung, vielleicht eines Tages wieder solch treue Gefährten zu finden. 


Huhu,
ich hab mal ein wenig Rollenspiel versucht^^ (blutiger Anfänger) 

Bin der Daniel, 25 Lenze alt und spiel meinen Jäger auf Belegaer sowie nen Beorninger und nen Runi...
Hab vor ca. 5 Jahren schon mal HDRO gespielt, bevor es F2P war und damals zu dessen Umstellung abgebrochen.

Sein ein paar Wochen bin ich zurück, denn all die Jahre hat mich das Thema Mittelerde nicht losgelassen!

Finde eure geheimnisvolle Art sehr verlockend und würde mich daher über eine Aufnahme zu Anwärter freuen!

Liebe Grüße ein verlorener Geist des Waldes

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W_Dagger002 Aus Sylvins sporadischen Aufzeichnungen
Geschrieben von: Linaris - 06.12.2015, 22:36 - Forum: Rollenspiel - Antworten (1)

Der Dieb mit der Rose

Es gab kaum etwas, das ich in meiner Jugend nicht ausprobierte. Sei es drum gewesen, um Anderen zu imponieren, verhassten Unterrichtsstunden zu entkommen, oder einfach meine persönlichen Grenzen auszuloten. In einer Stadt, wie der Kaiserstadt, dem Zentrum allen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Handelns und Strebens Tamriels, waren dahingehend kaum Grenzen gesetzt.

Im Vergleich zu den Provinzhauptstädten, hatte meine Stadt tatsächlich alles, was unser Zivilisationsfortschritt zu bieten hatte, und mit dem Weißgoldturm in ihrer Mitte, suchte man vergebens nach ihres gleichen. Sie war einfach unumstritten einmalig. Das Juwel Cyrodiils. Der Mittelpunkt ganz Tamriels.

Ich kann meine damaligen Beweggründe nicht mehr vollständig rekonstruieren, aber es muss eine gewaltige Portion Übermut dabei gewesen sein, als ich mich eines Tages gelangweilt entschloss etwas gänzlich Neues auszuprobieren.

In den Sinn kam mir dabei mich lautlos, wie ein Schatten, durch die Nacht zu bewegen, in fremde Häuser einzudringen und Dinge zu entfernen, die ich aufgrund meiner vermögenden Eltern eigentlich gar nicht brauchte. Es ging mir dabei nicht um das Diebesgut, ob es nun von Wert war oder nicht, spielte für mich keine Rolle. Es ging mir schlicht um den Reiz etwas Verbotenes zu tun, im Verborgenen und Geheimen... nicht erwischt zu werden und für meine Taten hinter vorgehaltener Hand bestaunt zu werden.

Bereits am Abend meines Beschlusses, ging ich ans Werk. Seit jeher war ich ein geschickter Kletterer, das hatte mein bisheriges Leben einfach mit sich gebracht. Also kundschaftete ich im letzten Schein der Abendsonne ein mir lohnenswertes Ziel aus.

Dieses Ziel war das offenstehende Fenster im zweiten Stock eines der gutbürgerlichen Häuser. Über die Ranken, die sich ans Mauerwerk schmiegten, würde ich bis knapp unter das Fenster kommen. Der Rest würde von meinem Geschick abhängen, an dem ich keinen Zweifel hegte.

Die Zeit bis zur passenden Nachtstunde vertrieb ich mir mit einem Münzspiel, bei dem mir erst die beiden argonischen Schwestern und dann der stotternde Ork Gorum Gesellschaft leisteten. Nebenher beobachtete ich die Rundgänge der Stadtwache, deren Intervalle mir aber sowieso größtenteils bekannt waren.

Als sich Gorum verabschiedete, wartete ich noch kurz und schritt dann zügig zur Tat. Ich verschmolz mit den Schatten und huschte das Gestrüpp, wie ein Khajiit, empor. Davon war ich absolut überzeugt, dass es keiner von denen besser machen könnte! In einer Nische ließ ich mich nieder und wartete geduldig die nächste Zeit ab. Geduldig dahingehend, dass ich tief und fest einschlief.

Ich erwachte vermutlich gegen Mitternacht. Der helle Schein einer Fackel der patrouillierenden Wache musste mich geweckt haben. Ich wartete auf die erneute Dunkelheit, streckte mich dann ausgiebig und lockerte meine steifen Gelenke. Nun war es an der Zeit tatsächlich ans Werk zu gehen!

Geschickt kletterte ich die Ranken hoch bis knapp unter das geöffnete Fenster. Mit einem waghalsigen Sprung erreichte ich den Sims und zog mich daran unglaublich elegant hoch. Geschafft! Das war es! Mein erster Einbruch! Ein Kinderspiel!

Vergnügt ließ ich mich ins Innere des Raums gleiten. Es war ein herrlich triumphales Gefühl. Ich hatte es geschafft! Ich hätte jubeln können, wäre es nicht zu laut gewesen.

Also schlich ich durch den schwach beleuchteten Raum und suchte nach irgendetwas, das ich stehlen konnte. Die schlafende Person im Bett ignorierte ich vollkommen.

Der Kerzenständer am Nachtkästchen? Der aufpolierte Nachttopf? Ha! Ja! Der Nachttopf! Ich unterdrückte den Wunsch laut über diesen Unsinn auflachen zu müssen und besorgte mir als erstes den Nachttopf. In verzückter Boshaftigkeit huschte ich dann hin und her und sammelte allerlei Plunder ein, den ich in den Nachttopf legte.

Als der Topf gut gefüllt war, wollte ich aufbrechen. Da fiel mein Blick auf den schlichten Tisch. Bis jetzt hatte er meine Aufmerksamkeit kaum auf sich ziehen können, da nur ein Blatt Papier und eine längst erloschene Kerze darauf zu sehen waren.

Nun so kurz vor meinem Aufbruch, packte mich doch noch einmal die Neugier und ich huschte zu diesem Tisch. Im schwachen Licht konnte ich gerade noch erkennen, dass es sich um einen Brief, oder so... handeln musste, was meine Neugier doppelt entfachte.

Ich schnappte mir das Schriftstück und begab mich zum Fenster. Im Schein der Monde vermochte ich ihn zu lesen:

Mein lieber Aldrion,

Nun warte ich schon knapp ein Jahr auf deine Rückkehr, doch dein Schiff bleibt verschwunden. Niemand kann mir Auskunft geben. Die Leute am Hafen meiden mich, als würden sie mir etwas verheimlichen wollen. Ich weiß, dass du mich nicht verlassen hast. Du hast geschworen zurück zu kommen. Es ist mir gleich was die Anderen denken. Ich weiß es einfach, dass du wiederkehren wirst. Ewig wird unsere Liebe dauern, so haben wir es uns geschworen. Ewig! Das können die Anderen nicht verstehen. Sie denken nur an Schlechtheit und Betrug. Ich höre sie darüber murmeln, wenn sie denken, ich höre nicht hin. Aber ich kenne dein Herz und du das meine. Es sind reine Herzen. Du wirst wieder kommen und ich werde auf dich warten, auch wenn es ewig dauern sollte!

Ach, könnte dich dieser Brief nur erreichen mit all meinen Sehnsüchten und Wünschen. Doch ich weiß nicht einmal wohin ich ihn schicken sollte. Du bist fort und doch bist du mir ganz nahe. Ich weiß, dass du wieder kommst und dann wirst du nie mehr fort gehen. So hast du es versprochen.

All meine Gedanken und mein Herz sind bei dir!

Komm bald wieder,
Deine liebende Caucris

Ein Gefühl der Bedrücktheit beschlich mich, als ich geendet hatte. Fast reumütig legte ich den Brief, der um das Jahr 314 der 2. Ära datiert war, auf den Tisch zurück und schlich danach an die Seite des Bettes, um mir die Person darin genauer anzusehen. Vom Sehen her kannte ich die alte Frau, die friedlich vor sich hin schlummerte. Ich kannte sie von meinen Tagen am Hafen und dem Markt. Sie war ein Teil des Stadtbildes. Schweigsam, aber allgegenwärtig. Wie der Hintergrund eines Gemäldes.

Mein geplanter Diebstahl interessierte mich plötzlich nicht mehr. Mir war etwas Neues in den Sinn gekommen. Ihr Brief hatte mich gerührt und wenn sie schon nichts über den Verbleib ihres Geliebten heraus finden konnte, dann vielleicht ich! Immerhin war ich ein aufstrebender Meisterdieb oder so...

Zügig räumte ich alle Dinge an ihren rechtmäßigen Platz zurück und verließ ebenso lautlos, wie ich gekommen war, ihr Zimmer. Mein Weg führte mich schnurstracks zum Verwaltungsgebäude am Hafen, in dem auch einige Angestellte meiner Familie tagsüber arbeiteten.

Das Einfachste wäre gewesen meinen Vater nach diesen Aldrion zu fragen, aber ich wollte es nicht einfach. Es war eine streng geheime Mission! Meine Mission! Und so kletterte ich zwischen zwei schmalen Gassen hoch und presste mich durch eines der halbverschlossenen Fenster im oberen Geschoß des Gebäudes. Hach! Wie war ich doch geschickt!

Obwohl ich mit dem ganzen Papierkram nie etwas zu tun haben wollte, kannte ich mich damit trotzdem gerade so gut aus, dass ich zumindest an der richtigen Stelle mit der Suche anfangen konnte. Da ich ohne weitere Angaben nach diesen Aldrion suchte, war meine Suche, trotz kurzem Erholungsnickerchens, bis in die Morgenstunden noch immer nicht abgeschlossen.

Zu meinem Glück fand mich meine Schwester Eleana, als ich mit nachdenklich geschlossenen Augen über dem Papierhaufen sinnierte und obwohl sie mich mit scharfen Worten rügte, war es doch ausgeschlossen, dass sie meiner Anwesenheit irgendeine tiefgründigere Beachtung schenken würde. Ihr fauler Bruder war eben im Papierstapel eingeschlafen...

Nach einem kurzen, liebenden, geschwisterlichen Streitgespräch gelang es mir sie zur Suche nach Aldrion für meine Zwecke einzuspannen. Ich warf ihr nämlich vor, dass sich niemand in diesem Papiergewühl zurecht finden würde und  es besser wäre das Papier den Armen, zur Erleichterung am Donnerbalken, zur Verfügung zu stellen.

Mit ungeheurem Eifer stürzte sich meine Schwester auf die Suche nach dem lose daher gesagten Namen und fand innerhalb kürzester Zeit dessen alte Unterlagen. Ja, sie hatte mir bewiesen, dass sie die Herrin des Papiers war... und ich hatte meine Informationen.

Zu meinem Bedauern waren diese Informationen recht niederschmetternd und bestätigten meinen bereits gehegten Verdacht. Das Schiff, auf dem Aldrion gewesen war, war vor rund 250 Jahren als gesunken registriert worden. Ohne einen einzigen Überlebenden des Unglücks.

Kaum hatte ich dies gelesen, warf mich meine Schwester zänkisch aus dem Gebäude. Ich solle den Unterricht nicht verpassen und so weiter und so fort... Ich hörte ihr nicht weiter zu und spazierte an den Strand.

Dort legte ich mich nieder und erholte mich verdienter Maßen von der anstrengenden Suche. Geweckt wurde ich von Aurelius, der mir mit seiner Angel zwischen die Rippen fuhr. Es ist schön wenn man Freunde hat, die einen daran erinnern, nicht den ganzen Tag zu verschlafen.

Auf meinem Weg zurück nach Hause, stolperte ich beinahe wortwörtlich über Ridwin, der seiner Tante im Blumenladen aushalf und am Boden irgendwelche Raupen einsammelte. Der gute Junge... stets der strahlende Held! Ungeziefer vertreiben, aber auf die friedliche Art, indem er die Tierchen behutsam einsammelte und anderorts wieder frei ließ... So hatten mehrere Leute etwas von dem lustigen Ungetier. Ich überlegte kurz den beiden argonischen Schwestern von diesen Leckerbissen zu erzählen, entschied mich dann jedoch dagegen. Es hätte Ridwin das Herz gebrochen, wenn seine grünen, raupigen Gefangenen ohne gerechte Verhandlung hingerichtet worden wären...

Der Blumenladen ging mir den restlichen Tag jedoch nicht mehr so ganz aus dem Kopf und als es abermals dämmerte, hatte ich einen neuen Entschluss gefasst.

Mein primäres Ziel war diesmal der Blumenladen. Dort waren keine akrobatischen Kletterkünste gefragt, sondern nur leises Vorgehen. Ich meisterte diese prekäre Situation natürlich wie ein Profi und steckte dem Wachhund ein großes Fleischstück zu. Der liebe Hund kannte mich sowieso und hätte mich niemals verraten. Das Fleischstück diente nur um mich seiner Zudringlichkeit zu erwehren.

Aus dem Laden entwendete ich eine einzige Rose. Es war die schönste. Danach machte ich mich auf den Weg zu Ranken und Sims. Abermals wartete ich verborgen in der Nische den Rundgang der Wache ab und kletterte dann flink, wie ein Khajiit, zum Fenster hoch. Zu meiner großen Freude, stand es wieder offen und ich konnte das Zimmer der alten Dame ohne Widerstand betreten.

Lautlos huschte ich an den Tisch, legte die Rose auf den nie abgesendeten Brief und entzündete die Kerze. Wie ein lautloser Schatten verschwand ich daraufhin aus ihrer Kammer und schlich heimwärts.

Als ich am nächsten Tag gegen Mittag zum Hafen schlenderte, herrschte frohe Aufregung. Die Leute erzählten, dass die alte Dame Caucris von dem Geist ihres Geliebten besucht worden wäre. Er hätte ihr als Zeichen seiner ewigen Liebe eine Rose überreicht. Einige ergänzten die Geschichte auch noch mit einem Kuss, der sie mitten in der Nacht weckte. Aber es sei alles wahr, versicherte man mir. Die Kerze die niemals brennt, habe erstrahlt und ihr Geliebter sei ein letztes Mal zu ihr zurück gekehrt.

Wenig später traf ich auf die alte Dame. Sie schien wie verwandelt zu sein. Ihr krummer Gang war einem aufrechten gewichen und ihre sonst so aschfahlen Wangen erstrahlten voll Leben. Ihre Augen funkelten, wie die eines jungen verliebten Mädchens. An ihr Herz gepresst hielt sie die Rose und erzählte jedem überglücklich von dem nächtlichen Besuch ihres verstorbenen Geliebten.

Ungefähr eine Woche später erfuhr ich, dass Dame Caucris gestorben war. Sie war ihrem Geliebten gefolgt, meinten die Leute. Er sei zurück gekehrt, um sie zu holen und sie wären nun wahrlich auf ewig vereint.

Mich erschütterte diese Nachricht und ich fragte mich, ob meine Tat schlussendlich zu ihrem Tod geführt hatte. Lange dachte ich darüber nach. Doch schließlich kam ich zu der Überzeugung, dass ich ihren Tod nicht hätte verhindern können. Ich hatte nur die letzten Tage ihres Lebens zu etwas Besonderem gemacht.

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  Die Gelbe Rose
Geschrieben von: Mezu - 29.11.2015, 12:42 - Forum: Die Gelbe Rose - Antworten (3)

Die kleine Selina Weißhaar war ordnungsgemäss von der Durlagh-Akademie abgeholt worden. Soviel konnten die Genasi ihrem Dorfsprecher wohl auf jeden Fall mitteilen. 
Wenn sie denn jemals wieder nach Karrack, ihrem Heimatdorf, zurück kämen - nach immerhin zwei Tagen waren sie von der Akademie immer noch nicht viel weiter fort gekommen als die Stunde Fußmarsch ins Nachbardorf Bentam, und nach Hause, nach Karrack, waren es noch zwei Wochen Reisezeit.
Doch ein aufkommender Schneesturm hatte den Genasi die Wahl erleichtert, ob sie in Bentam ein Bett für die Nacht suchen wollten oder auf offener Straße kampieren - und dann war, wie man so schön sagt, eins zum anderen gekommen.
Das Sechsbett-zimmer, dass die Reisegefährten für ihre kleine Magieschülerin und sich selbst gemietet hatten, lag im ersten Stock an der Nordwestecke in einem heimeligen Gasthof mit dem Namen "zum Blauen Krug" an der Hauptstraße Bentams und war für seinen Preis wirklich gemütlich eingerichtet. Auch die Dorfleute schienen von der Akademie her einige Seltsamkeiten gewohnt und hatten für die bunte Truppe der Genasi - hier blaue Haut, da grüne Haare oder rote Flattertracht - nur ein paar neugierige Blicke übrig. In gutem Glauben hatte der einzige Wachmann des kleinen Dörfchens die Reisegruppe mit dem stillen, magischen Kind an ihrer Seite für die Nacht eingelassen - und nun?
Nun flüsterte es in allen Ecken und Winkeln, drohend wurden die Fäuste geschüttelt und die Brauen gerunzelt.
Hätte man genug Eisen für solch eine große Zelle, hätten der Wachmann und sein tumbes Büttel die Reisenden wohl sofort wegen Mordverdachts eingesperrt.
Schließlich entdeckt das Zimmermädchen nicht alle Tage eine Leiche im eigenen Zimmer!
Aber der Reihe nach - was war geschehen?
Nachdem die Reisegefährten ihre Habe auf ihr Zimmer gebracht hatten und dort ihre Reisepläne für die nächsten Tage besprochen hatten, waren sie in den Schankraum zurück gekehrt, um sich bei dünnem Bier und kräftigem Eintopf noch ein wenig zu erholen. Selbst Selina, das stille Kind, dass sie von der Akademie abholen sollten, hatte bei der Vorstellung einer warmen Mahlzeit - und vielleicht noch ein paar Späßen von der wilden Henninah - genickt und gelächelt. Überhaupt schien sie viel entspannter, seit die Schule für dieses Jahr aus war. Aber erzählt hatte sie noch nichts - es schien dem Kind in die Wiege gelegt, mit viel Wissendurst alles an Worten aufzunehmen, aber selbst kaum welche zu geben. Manchmal kam es den Erwachsenen vor, als sei sie gar nicht da. Vielleicht war sie eine Art Nichts-genasi, jemand, der sich unsichtbar machen konnte, wann immer er wollte? 
Egal, ihrem charismatischen Vater Makremor, dem Dorfsprecher daheim in Karrack, schien sie jedenfalls nicht nachzuschlagen.

Gerade stand die dampfende Suppe vor ihnen, als von oben ein Schrei ertönte - Ganine, das Schankmädchen, war vor kurzem nach oben gegangen, um Handtücher und Waschlappen in das Zimmer der Reisenden zu bringen. Ihr gellender Schrei alarmierte sofort den Wirt und auch den Wächter Anrick, der sich im Schankraum gerade sein drittes Bierchen - zum Wärmen auf der Patrouille in dieser eiskalten Nacht - gegönnt hatte.
Meister Bastus Kermellan blockierte mit seinem gewaltigen Umfang fast die gesamte Treppe, als er mit verblüffender Geschwindigkeit zu Ganine rannte und dabei wie eine Dampflok schnaufte; Wächter Anrick und Bastus' Frau Anetta rannten ihm hinterher.
Neugierig sahen die Reisenden sich an und folgten dann ebenfalls der Meute, die ergründen wollte, warum Ganine so furchtbar geschrien hatte. Nur der taube alte Meister Bana, ein Kräuterkundler und Alchemist, der so aussah, als habe er ungefähr 120 Jahre auf seinem Buckel, hob nur kurz den Kopf und widmete sich dann wieder der getrockneten Pflanze und seiner Zeichnung, an der er die letzte halbe Stunde gearbeitet hatte.
Im Zimmer der Gefährten bot sich ihnen allen ein furchtbarer Anblick: Eine Leiche mit grausig deformiertem Schädel blutete auf die polierten Holzbohlen des Fußbodens. Darüber schwang das einzige Fenster des ganzen Raumes lose hin und her, dem Sturm und der Nacht hin offen. "Anselm, es ist Anselm...!" brachte Ganine schliesslich hervor, bevor sie halb ohnmächtig in Meister Bastus' Arme sank. Der zerrte das Schankmädchen fort von der Szene, während selbst Wächter Anrick deutlich hörbar die Galle herunterschlucken musste, die brennend aus seinem Magen emporgestiegen war.
"Ein Mord im Blauen Krug!" tönte es bald von den anderen Gästen, und viele harte Blicke trafen die Genasi. In dem kleinen Dörfchen war noch nie etwas schlimmeres passiert als eine Prügelei zwischen zwei gehörnten Ehemännern, und so war es nur natürlich, dass man solch ein furchtbares Verbrechen gleich den Fremden anlasten wollte. 
Obwohl Wächter Anrick nicht der schlauste Mensch unter Faerûns Sonne zu sein schien, war er deutlich bedächtiger darin, mit Verdächtigungen um sich zu werfen. Zunächst einmal untersuchte er den Tatort - soweit ihm das eben möglich war. Hinterher verschwand er in der Waschküche, wo man ihn eine ganze Weile würgen und husten hörte.
Meister Bastus, dem schnell klar war, dass er sich in dieser Sache weder auf die hysterische Ganine noch auf seine Frau Anetta, die zwar tüchtig, aber eine sehr zierliche Person war, verlassen konnte, heuerte ein paar Dörfler an, um die Leiche in Tücher zu wickeln und halbwegs anständig zur Kelemvor-Kapelle beim Friedhof zu bringen. Morgen würde man sich um eine Beisetzung kümmern, meinte er.
Den Genasi riet er, zunächst im Schankraum zu bleiben - zu ihrer eigenen Sicherheit, wie er meinte. Die Gerüchte über den Mord verbreiteten sich wie ein Lauffeuer im Dorf, und dort blieb es nicht bei bloßen Vermutungen. Die weitaus meisten Dörfler erreichten die Berichte bereits als fertig ausgeschmückte Geschichten von den seltsamen Reisenden, die wohl eine schwarze Seele gebraucht hatten, um ihre teuflischen Kräfte in dieser Sturmnacht aufrecht zu erhalten - oder von der dunklen Herkunft des ermordeten Anselm, der sicherlich auch irgendwelche Genasi-Vorfahren hatte und sich geweigert hatte, sich der bunt gemischten Truppe anzuschließen. 
Spät in der Nacht noch brannten die Kerzen in den Häusern rings um den Gasthof, und aus mehr als einer Werkstatt konnte man das rhythmische Kratzen von Schleifsteinen und Wetzstahl hören - die Dörfler bereiteten ihre ganz eigene Art von Gerichtsbarkeit vor.

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