Das Arcanum der Uralten
#11
Kleines Zwischenspiel von Failrala und Jenassa - Oder Der Verkauf der Seele

Failrala und Jenassa zogen wie beschlossen nach Deshaan um dort Zugang zu der Akademie Shad Astula zu erhalten.  In Deshaan angekommen suchte Failrala ihre Mutter auf um für beide eine Empfehlung zu erhalten. Den Preis denke ich werden wir nicht wissen wollen.

Mithilfe dieser Empfehlung gelangten wir dann zu seiner Spektabilität und wurden kurz eingewiesen und sollten an den ersten Übungen teilnehmen. Hierbei erfuhren wir, dass über Einkäufe und Verkäufe der Akademie streng Buch geführt wird.
 
Während sie so die Erkundigungen einholten wurden sie angewiesen zur Abendstund bei seiner Spektabilität sich einzufinden. Sie sollten hier dann ihren Schwur auf den Pakt ablegen. 
Nun drängte die Zeit für die Beiden – wenn sie es nicht bis zur Abendstund schaffen müssen sie den Eid ablegen und wären für die Gruppe verloren.

Mit ein bisschen Überredungskunst erfuhren wir wo die Aufzeichnungen zu finden sind. Wer hätte es erraten – natürlich in der Bibliothek. So machten sie die beiden auf zur Bibliothek und gaben sich als zum Putzdienst abgestellte Studiosus aus. Während der eine aufpasste und dabei so tat als würde er putzen suchte der andere die Regale ab. 

Nach einer Weile fanden sie unter den vielen Büchern eins dass sich als das Verkaufsregister entpuppte.
Hier fanden sie den Eintrag: Iden 1246 S. Chevalier (MG Gramfeste): 5 Uz Sternenstaub  zu 550 G., 5 Uz Antidot zu 700 G.
Mit diesen Erkenntnissen verließen sie die Akademie bevor sie zum Schwur gezwungen worden wären.

Sie reisten sofort zu der Magiergilde in Gramfeste um hier mehr zu erfahren. Sie erzählten hier dass sie bei der Herstellung einen schrecklichen Fehler gemacht haben und jetzt zur Strafe persönlich zu dem Käufer gehen sollen um das Malheur auszubügeln. Der Hallenvogt entpuppte sich als beste Hilfe. Er teilte ihnen mit, dass die Dame Sabine Chevalier eine bretonische Magierin ist und nach Auridon bereits abgereist sei. Er vermutete sie werde wohl in der dortigen Magiergilde zu finden sein.

Mit diesen neusten Kenntnissen reisten sie zurück nach Hews Fluch und erzählten dies und das ihren Gefährten und forderten das alsbaldige aufbrechen nach Himmelswacht in Auridon.
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#12
In der Magiergilde in Himmelswacht ließ sich herausfinden, dass mit "S. Chevalier" wohl eine junge Bretonin namens Sabrine Chevalier gemeint sein müsse, die in der Taverne "Widerhaken" am Hafen ein kleines Zimmerchen bewohne. Eine Gildenfreundin teilte den Gefährten in der himmelswachter Magiergilde mit, dass diese in letzter Zeit nicht mehr so oft in Himmelswacht anzutreffen sei, da sie neuerdings bei einem privaten Lehrmeister studiere. 

Darashi kannte Sabrine sogar aus früheren Unternehmungen und konnte trotz seines veränderten Aussehens, dass die junge Frau ausgesprochen misstrauisch stimmte, ein Treffen arrangieren und das Anliegen der Gemeinschaft vorbringen: Dass sie einem ungenannten Freund dabei helfen müssten ein machtvolles Zauberbuch zurück zu erlangen, welches gestohlen worden sei. 

Die anfänglichen Verhandlungen mit der jungen Magierin gestalteten sich als schwierig, da die Bretonin nicht glaubhaft von der Rechtschaffenheit der Delegation überzeugt werden konnte, die sie um Hilfe ersuchte. Sie konnte den Gefährten durchaus bestätigen das Antidot und den "Sternenstaub" in Shad Astula erworben zu haben, wies allerdings den Vorwurf, sie habe die teuren Alchemika einem Dieb weitergegeben strikt von sich. Sie habe diese Erledigungen im Auftrag ihres Meisters, dessen Name sie sich anfänglich weigerte zu nennen, getätigt, erklärte sie.

Weitere Erläuterungen und der darauffolgende Gesprächsverlauf bewirkten, dass sich Sabrine schon vorstellen konnte, ihr sehr an seiner Forschung und vor allem an alten magischen Büchern interessierte Lehrmeister könne mit der Entwendung des Buches etwas zu tun haben ... doch ihre Skepsis ließ sich nicht ganz besänftigen, da sich die Gefährten immer noch weigerten ihren Auftraggeber zu nennen. Vielleicht arbeiteten sie ja mit dem Wurmkult zusammen?! Sabrine blieb misstrauisch, vergewisserte jedoch, dass das Buch - so es denn ihr Lehrmeister in Besitz erlangt habe - sicher verwahrt sei und dass damit kein Dunkelsinn betrieben würde. 

Schlussendlich schlug Sabrine vor, dass sich die Gefährten mit ihrem Lehrmeister unterhalten sollten ... an einem "neutralen" Ort ... an dem er derzeit seinen Forschungen nachging ... dem "Reliquiar der Sterne " in Grathwald, einer uralten Ayleidenruine, in dessen unterirdischen Gewölben noch eine Unzahl an mitunter magischen Büchern aufbewahrt wurde. Allerdings betonte Sabrine, dass ihr Lehrmeister, Magister Sharydoon, durchaus eine gewisse professionelle Arroganz vertrete und mit niemandem sprechen würde, der nicht Magier, oder zumindest ein Hochelf wäre! Dem Gesuch von Khajit oder Dunkelelfen würde er gewiss erst gar keine Beachtung schenken. 

Natürlich sorgte diese Eröffnung für großen Unmut unter den Gefährten, und schon überlegte man sich, ob man nicht einfach den eitlen Magier mit Gewalt zwingen könne die Antworten preiszugeben, die man sich erhoffte - Sabrine riet allerdings dringend davon ab, da ihr Lehrmeister durchaus in der Lage sei mit einem wilden Haufen Söldlinge oder gar Assassinen zustreich zu kommen ... was unschön enden könne, wie sie befürchtete und daher den Gefährten zu Besonnenheit riet.

Besonnenheit stellte schließlich Finder unter Beweis, der anmerkte, er könne seine Freundin, die bretonische Heilerin Liáhnee um Hilfe bitten, die mit ihm und den anderen (Faer Eryn) auch das eine oder andere Abenteuer bestanden habe. Der Vorschlag wurde schließlich angenommen und Liáhnee konnte verständigt werden. 

Finder setzte Liáhnee ins Bild und diese erklärte sich bereit als Gesprächsführerin mit nach Grathwald zu kommen. Über ein Portal der Magiergilde wollten die Gefährten daraufhin nach dort aufbrechen.
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#13
Gemeinsam trafen nun also Liáhnee, Finder, Mezu’ru und Zaril in Corberg, Grathwald, ein um sich auf den Weg zu der alten Ayleidenruine, dem „Reliquiar der Sterne“ zu begeben. Die alten Mauern wurden von einer Forschungsgemeinschaft der Magiergilde untersucht, weswegen den Gefährten unter der Führung von Liáhnee, die ebenfalls eine Gelehrte und Mitglied der Magiergilde war, der Zutritt zu dem Areal gewährt wurde und niemand Fragen stellte als sie die Stufen zum Eingang des unterirdischen Gewölbes betraten.

Viele Arbeiter und Forscher gingen dort ein und aus; das altehrwürdige Gemäuer war keinesfalls verwaist.
Unten im Bibliotheksgewölbe trafen die vier Gefährten auf einen altmerischen Magier, die sich nicht in die gildentypischen Roben gewandte, und mit dem die vier ins Gespräch kamen. Der Mann stellte sich tatsächlich als Elyian ar Sharydoon vor, wollte Liáhnee allerdings nicht glauben, dass diese eine „alte Bekannte“ seiner Schülerin Sabrine Chevalier sei, und dass diese ihr von einem seltenen Artefakt vorgeschwärmt hatte, welches sich Liáhnee gerne einmal ansehen wollte. Der Altmer zeigte sich misstrauisch und distanziert, und würdigte speziell die beiden Khajiti kaum eines Blickes.
 
Er forderte von Liáhnee die Wahrheit zu sagen, was sie eigentlich von ihm wollten, da er nicht bereit sei sich weitere Lügengeschichten anzuhören. Derweil verständigten sich Finder und Mezu’ru mit den Blicken … um eingreifen zu können, falls der arrogante Magier sich nicht kooperationsbereit zeigte.
 
Schließlich offenbarte Liáhnee, dass sie wegen des Ir’hjay a’han, dem „Buch der Anfänge“ gekommen seien, und warfen ihm vor, dass er dieses gestohlen habe und sie es nun zurückfordern wollten.
Hier allerdings weigerte sich der Magier beharrlich. Er gab zwar indirekt zu das Buch in seinem Besitz zu haben, wollte es jedoch einer Bande manierenlosen Pöbels keinesfalls vorlegen geschweigedenn aushändigen.

Es kam zum Eklat als Mezu’ru den Mann schlicht und ergreifend rücklings angriff und niederrang. Liáhnee und Finder kamen ihr zu Hilfe; sie entwaffneten den Magier und banden ihn, worüber der sonderbare Altmer keineswegs erfreut war und zum Glück nur Liáhnee seine ayleidischen Flüche verstehen konnte. Die Faer Eryn blieben unerbittlich und drohten dem Mann mit Folter um herauszufinden wo sich das Buch befände – denn Finder, der alle Unterkünfte und Lagerstätten des unterirdischen Gewölbes durchsuchte konnte nichts finden, was auch nur annähernd einem maormerischen Zauberbuch entsprochen hätte. 

Doch selbst Mezu’s scharfe Krallen, die in seine Wangen einschnitten und Finders gezücktes Messer, mit dem sie drohten ihm einen Finger abzuschneiden bewirkte lediglich, dass der Magier ihnen trotzte und sie verspottete.

Plötzlich … geschah etwas Unerwartetes: Zaril, der sich die ganze Zeit im Hintergrund gehalten hatte und ja sonst auch nicht gerade für seine Redseligkeit bekannt war … griff urplötzlich … Liáhnee an und verwundete sie mit einer kleinen, unscheinbaren Klinge an der Hand. Noch ehe die bretonische Heilerin ihren Schrecken überwinden konnte bemerkte sie, dass die Klinge wohl mit Gift präpariert gewesen war, denn ihre Kräfte verließen sie und sie sank taumelnd zu Boden, verlor kurz darauf das Bewusstsein. 

Mezu’ru schlug den renitenten Magier kurzerhand nieder, knebelte ihn sorgsam und sprang dem nicht minder verdatterten Finder zur Seite, der Liáhnees Sturz abgefangen hatte und nun Zaril zur Rede stellen wollte, der sich in Verteidigungshaltung begeben hatte. Mezu vermutete, dass der vermaledeite Magier vielleicht Zaril mit einem Zauber belegt haben könne, dass er sich gegen seine Gefährten wandte.
Die Frage warum er dies täte, warum er sie angriffe … war jedoch ernüchternd.
Als „Abschaum“ bezeichnete der Dunmer seine Gefährten und ihr Tun … und schnell wurde offenbar, dass er dem Magier wohl gegen die Faer Eryn zu Hilfe hatte kommen wollen. 

Für Mezu’ru und Finder war klar – wer nicht für sie stritt … stritt gegen sie … und gingen zum Angriff über. Während Zaril auch Mezu’ru, die ihn zwar verletzte aber nicht außer Gefecht setzen konnte gleichfalls mit einer vergifteten Pfeilspitze in die Bewusstlosigkeit sandte gelang es Finder schlussendlich aus dem Hinterhalt den rebellischen Dunkelelfen ebenso durch Gift zu überwältigen. Mit einem dunmerischen Fluch auf den Lippen brach Zaril zusammen und wurde von Finder gefesselt und geknebelt.

Finder war nun also der einzige, der noch bei Bewusstsein war. Seine Freunde – Liáhnee und Mezu’ru waren durch das Betäubungsgift ohnmächtig geworden, Zaril hatte er überwältigen können und den Magier hatte Mezu zuvor ja niedergeschlagen. Nun war rasches Handeln angesagt, denn in den altehrwürdigen Ruinen schwänzelten ja einige der Mitglieder der Magiergilde wegen ihrer Forschungsarbeiten umher … wenn Finder sich nicht rasch etwas verdammt Gutes einfallen ließ … würden sie vielleicht gar noch entdeckt?! Wahrscheinlich sähe es dann nicht gut aus für die Faer Eryn, wenn offenbar würde, dass ein an der Forschung beteiligter Magier und drei weitere Personen in den düsteren Ruinen „überfallen“ worden wären … zumindest … brächte das die Faer Eryn in arge Erklärungsnöte. Denn auch im Dominion gab es Recht und Gesetze…
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