Das Arcanum der Uralten
#13
Gemeinsam trafen nun also Liáhnee, Finder, Mezu’ru und Zaril in Corberg, Grathwald, ein um sich auf den Weg zu der alten Ayleidenruine, dem „Reliquiar der Sterne“ zu begeben. Die alten Mauern wurden von einer Forschungsgemeinschaft der Magiergilde untersucht, weswegen den Gefährten unter der Führung von Liáhnee, die ebenfalls eine Gelehrte und Mitglied der Magiergilde war, der Zutritt zu dem Areal gewährt wurde und niemand Fragen stellte als sie die Stufen zum Eingang des unterirdischen Gewölbes betraten.

Viele Arbeiter und Forscher gingen dort ein und aus; das altehrwürdige Gemäuer war keinesfalls verwaist.
Unten im Bibliotheksgewölbe trafen die vier Gefährten auf einen altmerischen Magier, die sich nicht in die gildentypischen Roben gewandte, und mit dem die vier ins Gespräch kamen. Der Mann stellte sich tatsächlich als Elyian ar Sharydoon vor, wollte Liáhnee allerdings nicht glauben, dass diese eine „alte Bekannte“ seiner Schülerin Sabrine Chevalier sei, und dass diese ihr von einem seltenen Artefakt vorgeschwärmt hatte, welches sich Liáhnee gerne einmal ansehen wollte. Der Altmer zeigte sich misstrauisch und distanziert, und würdigte speziell die beiden Khajiti kaum eines Blickes.
 
Er forderte von Liáhnee die Wahrheit zu sagen, was sie eigentlich von ihm wollten, da er nicht bereit sei sich weitere Lügengeschichten anzuhören. Derweil verständigten sich Finder und Mezu’ru mit den Blicken … um eingreifen zu können, falls der arrogante Magier sich nicht kooperationsbereit zeigte.
 
Schließlich offenbarte Liáhnee, dass sie wegen des Ir’hjay a’han, dem „Buch der Anfänge“ gekommen seien, und warfen ihm vor, dass er dieses gestohlen habe und sie es nun zurückfordern wollten.
Hier allerdings weigerte sich der Magier beharrlich. Er gab zwar indirekt zu das Buch in seinem Besitz zu haben, wollte es jedoch einer Bande manierenlosen Pöbels keinesfalls vorlegen geschweigedenn aushändigen.

Es kam zum Eklat als Mezu’ru den Mann schlicht und ergreifend rücklings angriff und niederrang. Liáhnee und Finder kamen ihr zu Hilfe; sie entwaffneten den Magier und banden ihn, worüber der sonderbare Altmer keineswegs erfreut war und zum Glück nur Liáhnee seine ayleidischen Flüche verstehen konnte. Die Faer Eryn blieben unerbittlich und drohten dem Mann mit Folter um herauszufinden wo sich das Buch befände – denn Finder, der alle Unterkünfte und Lagerstätten des unterirdischen Gewölbes durchsuchte konnte nichts finden, was auch nur annähernd einem maormerischen Zauberbuch entsprochen hätte. 

Doch selbst Mezu’s scharfe Krallen, die in seine Wangen einschnitten und Finders gezücktes Messer, mit dem sie drohten ihm einen Finger abzuschneiden bewirkte lediglich, dass der Magier ihnen trotzte und sie verspottete.

Plötzlich … geschah etwas Unerwartetes: Zaril, der sich die ganze Zeit im Hintergrund gehalten hatte und ja sonst auch nicht gerade für seine Redseligkeit bekannt war … griff urplötzlich … Liáhnee an und verwundete sie mit einer kleinen, unscheinbaren Klinge an der Hand. Noch ehe die bretonische Heilerin ihren Schrecken überwinden konnte bemerkte sie, dass die Klinge wohl mit Gift präpariert gewesen war, denn ihre Kräfte verließen sie und sie sank taumelnd zu Boden, verlor kurz darauf das Bewusstsein. 

Mezu’ru schlug den renitenten Magier kurzerhand nieder, knebelte ihn sorgsam und sprang dem nicht minder verdatterten Finder zur Seite, der Liáhnees Sturz abgefangen hatte und nun Zaril zur Rede stellen wollte, der sich in Verteidigungshaltung begeben hatte. Mezu vermutete, dass der vermaledeite Magier vielleicht Zaril mit einem Zauber belegt haben könne, dass er sich gegen seine Gefährten wandte.
Die Frage warum er dies täte, warum er sie angriffe … war jedoch ernüchternd.
Als „Abschaum“ bezeichnete der Dunmer seine Gefährten und ihr Tun … und schnell wurde offenbar, dass er dem Magier wohl gegen die Faer Eryn zu Hilfe hatte kommen wollen. 

Für Mezu’ru und Finder war klar – wer nicht für sie stritt … stritt gegen sie … und gingen zum Angriff über. Während Zaril auch Mezu’ru, die ihn zwar verletzte aber nicht außer Gefecht setzen konnte gleichfalls mit einer vergifteten Pfeilspitze in die Bewusstlosigkeit sandte gelang es Finder schlussendlich aus dem Hinterhalt den rebellischen Dunkelelfen ebenso durch Gift zu überwältigen. Mit einem dunmerischen Fluch auf den Lippen brach Zaril zusammen und wurde von Finder gefesselt und geknebelt.

Finder war nun also der einzige, der noch bei Bewusstsein war. Seine Freunde – Liáhnee und Mezu’ru waren durch das Betäubungsgift ohnmächtig geworden, Zaril hatte er überwältigen können und den Magier hatte Mezu zuvor ja niedergeschlagen. Nun war rasches Handeln angesagt, denn in den altehrwürdigen Ruinen schwänzelten ja einige der Mitglieder der Magiergilde wegen ihrer Forschungsarbeiten umher … wenn Finder sich nicht rasch etwas verdammt Gutes einfallen ließ … würden sie vielleicht gar noch entdeckt?! Wahrscheinlich sähe es dann nicht gut aus für die Faer Eryn, wenn offenbar würde, dass ein an der Forschung beteiligter Magier und drei weitere Personen in den düsteren Ruinen „überfallen“ worden wären … zumindest … brächte das die Faer Eryn in arge Erklärungsnöte. Denn auch im Dominion gab es Recht und Gesetze…
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Das Arcanum der Uralten - von degenhau - 20.09.2016, 22:26
RE: Das Arcanum der Uralten - von degenhau - 15.11.2016, 02:12
RE: Das Arcanum der Uralten - von degenhau - 22.11.2016, 01:17
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RE: Das Arcanum der Uralten - von Linaris - 13.12.2016, 15:46
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RE: Das Arcanum der Uralten - von degenhau - 12.04.2017, 12:44
RE: Das Arcanum der Uralten - von degenhau - 02.05.2017, 19:13

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