Pebelas aus dem Düsterwald
Nendis sieht Pebelas lange schweigend an, dann löst sich sich von ihm und geht zu Araswen,
nimmt Araswen am Arm und zieht sie ein Stück zur Seite.

Dann flüstert sie leise: Ich brauche deine Augen, dein Gespür und deine Orstkunde. Suche nach Rennarion, wer auch immer er ist, spreche mit ihm, bringe in Erfahrung was hier los ist. Und vor allem suche Malthus auf, warne ihn, er muss die Gemeinschaft schützen. Ich werde irgendwo sein, ich werde dich finden oder dir Nachricht zukomen lassen. Willst du das für uns tun?

Nendis sieht Araswen eindringlich an, ihr ist nicht sehr wohl dabei, aber Araswen wird sich zu schützen wissen, davon war sie überzeugt.
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Araswen nickt nachdenklich,eilt dann nur Leiter und macht sich daran, hinabzusteigen.

Das werde ich tun. Passt auf euch auf, und damit meine ich euch beide... Mögen die Mallorn und der Zauber der Herrin euch schützen...

Sie nickt beiden noch einmal mit leicht gesorgtem Gesichtsausdruck zu, stieg schnell und lautlos die Leiter hinab und machte sich auf den Weg zu dem Ort, wo sie Malthus das letzte mal hatte rasten sehen.
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Malthus stocherte lustlos mit einem Stock im Lagerfeuer herum.

Wie nur Araswen bleibt! fragte er sich.

Sie hatten sich aufgeteilt und vereinbart, sich nach der Suche wieder hier zu treffen.

Endlich hörte er Hufgeklapper. Er schaute auf und erblickte Araswen. Er nickte ihr zu. Doch sie kam ihm verändert vor. Sie war völlig außer Atem und so bot er ihr zuerst einmal einen Schluck aus der Wasserflasche an. Er bedeutete ihr, sich zu setzen.

Die Geschichte, die sie ihm erzählte ärgerte ihn zutiefst. Nendis und Pebelas waren geflohen. Doch das Schlimmste war, dass man sie verfolgte. Doch nicht Orkse waren der neue Gegner. Nein, es waren Elben. Ein alter Geheimbund. Noch einer, wie Malthus vor sich hin sagte. Man hatte ihnen gedroht, sich aus der Sache herauszuhalten - oder zu sterben.

"ELBEN!?!" rief Malthus ungläubig heraus.

In was für einer Zeit leben wir eigentlich? dachte er bei sich und rieb sich müde die Schläfe.

Noch ein Feind!

Malthus stand auf. Er schaute zu Araswen und sagte:

"Das ist nicht mehr Dein Kampf, Araswen. Du solltest nicht gegen Dein eigenes Volk antreten. Ich aber werde hinter Nendis und Pebelas her reiten und sie beschützen. Du kennst den Weg, den sie eingeschlagen hatten."

Doch sie hatte sich geweigert. Er war froh, nicht alleine zu reisen und sie stammte aus der Gegend, kannte also viele Schlupflöcher und Verstecke.

Malthus nickte ihr zu, löschte das Feuer und ging wortlos zu seinem Pferd, sattelte es, verstaute sein Gepäck und stieg auf.

"Nun denn, dann setzen wir die Jagd fort!" sagte er und fügte in Gedanken hinzu: Nun sind wir Jäger UND Gejagte. Das wird sicherlich ein Spaß!!

Sie ritten los, wechselten nur selten ein paar Wörter, rasteten nur kurz.

Und so erreichten sie schließlich Stangard. Es dämmerte schon, als Malthus mit Araswen auf einen der Wachtürme stiegen. Weit hinaus in die Lande konnten sie von hier aus sehen. Die Sonne ging gerade unter und tauchte die Gegend in ein schönes Licht. Malthus lächelte leicht ob der Schönheit dieser Lande. Doch seine Gedanken drifteten schnell ab hin zu einem anderen Ort und einer anderen Zeit, zu einer anderen Schlacht. Zu Blut, Leid und Tod. Ob das je vorbei sein wird. Er drehte sich um und bemerkte, dass Araswen bereits gegangen war. Wie lange stand er nun schon hier?

Er seufzte, dann stieg er auch hinab in richtig des Gasthauses, wo sie Zimmer für die Nacht gebucht hatten. Für morgen hatten sie neue Vorräte bestellt und würden die Suche fortsetzen. Noch etwas zu trinken und etwas essen. Dann ein paar Minuten Schlaf, so es seine Dämonen zulassen würden.
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Nahuel stand ungläubig auf ihrem Talan und sah den zurückgekehrten Boten
fast mitleidig an. Malthus hatte ihm sehr zugesetzt und so schickte sie ihn erst mal
fort.

Nachdem er gegangen war verfinsterte sich ihr Blick schlagartig.
Was glaubt dieser Malthus eigentlich. Wütend trat sie nach einem Stein, der auf dem Boden lag, so dass dieser über den Rand des Talans flog.
Wie konnte er ihr großzügiges Angebot einfach so ablehnen? Dummer einfältiger Adan, dachte sie laut.
Er hatte sicher den Ernst der Lage nicht erkannt. Sie wollte sie ihm noch ein letztes Mal vor Augen halten, aber diesmal persönlich.

Sie drehte sich zur Leiter und erreicht schnell den Boden unter sich. Sie winkte einen in der Nähe stehenden Malledhrim zu und gab ihm auf, folgendes Malthus zu überbringen:

Werter Malthus,

ich bitte euch um ein Treffen am Anduin nahe der Weinberge in Lorien in zwei Tagen.
Ich werde es erfahren sobald ihr dort eingetroffen seid.

Es gibt sehr wichtige Gründe warum ich euch darum bitte. Ich denke ihr werdet nachdem ihr mich angehört habt eure Entscheidung noch einmal überdenken.

Indiria
ich bin jemand der euch wohlgesonnen ist


Der Bote wendet sich schnell um und verschwand zwischen den Bäumen.

Zufrieden nickt Nahuel und trat an den Fluss und sah auf den Anduin hinaus.
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Malthus stieg gerade die Leiter vom Wachturm herunter, als ein neuer Bote eintraf. Er musste konnte nicht schlafen und so stand er da oben und schaute in die Ferne.

Schneller als erwartet! dachte er bei sich.

Stumm nahm er die Botschaft entgegen und drehte sie in seinen Händen. Er dachte an die erste Botschaft, die er von einer Nahuel bekommen hatte. Darin wurde die Auslieferung von Nendis gefordert. So, wie es ihm Araswen auch schon gesagt hatte.

Die scheinen ja mächtig Angst vor uns zu haben, wenn sie auch noch einen zweiten Versuch starten, mit mir zu reden. Ich an deren Stelle hätte schon angegriffen. Nun ja, Elben diskutieren gerne. Das kennt man ja.

Er hatte sie noch immer nicht gelesen und schwankte zwischen öffnen und wegwerfen.

Mit einer Geste entlies er den Überbringer der Botschaft. Er würde mit Araswen reden müssen. So lief er zu ihrer Unterkunft und klopfte an Ihre Zimmertüre und wartete.
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Araswen war damit beschäftigt, sich neue Pfeile herzustellen, als es an die Tür klopfte. Sofort griff sie nach einem ihrer Schwerter und blickte angespannt zur Tür.

"Herein!"
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Malthus trat ein und sah das Schwert in der Hand der Elbin.

Er hob eine Augenbraue und machte eine beschwichtigende Handbewegung.

"Ich bin es nur."

Er suchte sich einen Platz, setzte sich hin und erzählte Araswen von den zwei Botschaften, die er erhalten hatte.

"Ich habe nicht vor, die Einladung anzunehmen. Es würde uns zurückführen und wir würden wieder sehr viel Zeit verlieren. Womöglich würden auch etwaige Spuren bis zu unserer Rückkehr verwischt sein. Vielleicht ist es auch nur eine List, uns von der Suche abzubringen und inzwsichen kann sich diese Bande alleine auf die Jagd machen."

Er machte eine kurze Pause und sah Araswen eindringlich an.

"Sie haben doch auch mit Dir gesprochen. Was sollen wir tun Deiner Meinung nach."
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Als Araswen Malthus erblickte, ließ sie ihr Schwert sinken, setzte sich hin und hörte Malthus zu. Leicht irritiert sah sie ihn an.

"Wen meinst Du mit "die"? Ich glaube nicht, dass das dieselben Leute sind. Ich denke nicht, dass man diesen vertrauen kann. Aber dass sie uns so leicht finden können, macht mir Sorgen...."
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