Pebelas aus dem Düsterwald
#21
Silanwen nickte, öffnete ihr Bünde geschickt und faltete die Nachricht sorgsam auseinander. Kurz überflog sie noch einmal den Text und schob ihn Malthus dann auf den Schreibtisch. Ihre Miene war undeutbar, nur ganz kurz zeigte sich ein erleichtertes Lächeln.

[Bild: t1sg38qath9q.jpg]
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#22
Schweigend nahm er die Nachricht entgegen und laß sie aufmerksam durch.

Ich hätte ihn gleich bei unserer ersten Begegnung töten sollen. dachte er bei sich. Doch vielleicht würde der Zeitpunkt schon recht bald kommen.

Er rieb sich sorgenvoll die Stirn und wandte sich dann wieder Silanwen zu.

"Sagt, wer gab Euch diese Botschaft? Und - verzeiht diese Frage - wer hat Euch erlaubt, diese zu lesen? Es stehen vertrauliche Dinge darin, die nicht für jedermanns Ohren bestimmt sind."

Überlegt Dir die Antwort genau, denn auch Dein Leben hängt davon ab. Ich werde den Geheimbund schützen und sei der Preis noch so hoch. dachte er bei sich und schaute sein Gegenüber ohne eine Regung an.

Wir müssen ihm nachjagen und ihn noch treffen, bevor er sein Ziel erreicht. Wir haben nicht viel Zeit.
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#23
"Beide Eurer Fragen kann ich beantworten und auch auf beide ist die Antwort die selbe. Brannon Pebelas war es, den ich in Imlad Gelair traf und der sie mir unverschlossen gab. Er wirkte reichlich... verwirrt muss ich zugeben. Gehetzt und auch war er verwundet, so mich meine Augen nicht täuschten.

Er war es auch, der die Bedingungen stellte und mir gestattete sie ausserhalb von Imladris zu lesen. Mir ist die Brisanz des Inhalts durchaus bewusst und ja, ich habe die ein oder andere Frage, die wir jedoch an einem anderen Tag unter vier Augen erläutern können. Kein Wort werde ich bis dahin mehr darüber verlieren, darauf habt Ihr mein Wort. Es scheint wichtiger zu sein, dass ihr mit den Mitgliedern Eurer Gemeinschaft sprecht und sie über die Geschehnisse in Kenntnis setzt und ich will nicht der Grund zu noch mehr Hast sein.

Doch wenn ich Euch einen Rat in dieser zweifellos schicksalhaften Stunde geben darf, Herr Malthus: Seid besonnen und überlegt gut, was Ihr tut."


Silanwens Worte waren ruhig, fast schon kühl. In ihrer Stimme schwang ein Hauch von Vorwurf mit.

"Wenn Ihr nichts dagegen habt, würde ich mich nun zurückziehen. Mein Körper mag vielleicht noch tun was ich will, doch mein Geist verlangt nach Ruhe."
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#24
Malthus verließ das Haus in dem er und Silanwen zusammen gesessen hatten
Nendis! Schrie er, als er auf sie zukam: Nendis !
Nendis drehte sich langsam um, sie zitterte leicht und fragte sich noch immer,
was da gerade eben passiert war, hatte sie das wirklich gesehen? Er war auch
in Falathlorn gewesen, dort unten. Nun stampfte aber gerade ein gehetzter
Malthus auf sie zu und schrie.
Malthus was brüllt ihr so?[/B] fragte sie ihn.
Malthus sah sie kurz an und fragte dann: [B]Was habt Ihr?

Er musste ihr wohl ansehen, dass etwas nicht stimmte.

Nendis wollte sich der Frage aber nicht stellen, viel mehr verstand sie gerade, dass
etwas passiert war und das es mit der Nachricht zu tun hatte. Deswegen antwortete sie:
Ich…..es ist nichts. Aber warum schreit ihr so?
Malthus noch immer vor Wut schnaubend: Habt Ihr ihn gesehen?
Nendis sah ihn etwas verwirrt an: Ich ... wen?
Malthus Blick sagte deutlich das er kein Versteckspiel wollte: Na Pebelas.
Nendis erstarrt bei dem Namen, wie kam er jetzt auf Pebelas? Woher wusste er…
Wieder schrie Malthus es fast hinaus: WO IST ER?
Malthus, sagte Nendis mit ihrer zitternden Stimme. Was wollte Silanwen, was für eine Nachricht hat sie gebracht? Es ist etwas passiert…. Ihm ist etwas passiert…. ich spüre es und das, was auch immer ich gerade sah und fühlte, hängt sicher damit zusammen.

Malthus schaute sich genervt um und ballt die Fäuste: Er ist WAS? Redet! Verdammt!
Malthus ich weiß es nicht, es ist irgendwas passiert, aber wenn ihr mir nichts sagt, was soll ich tun?
Nendis schaute ihn verzweifelt an.
Malthus sah Nendis direkt in die Augen. Wir müssen sofort aufbrechen.
Wohin?[/B] ,entfuhr es Nendis.
[B]Nach Bruchtal, es ist wichtig.

Wegen Pebelas? fragte Nendis.
Seid Ihr uns treu ergeben? Malthus schaute Nendis eindringlich an. Kann ich es Euch zählen?

Ich stand stets treu zu diesem Haus, ich habe einen Schwur abgelegt und diesen würde ich nur brechen, wenn es keine andere Möglichkeit gäbe. Malthus was ist passiert! fragte Nendis nun sehr eindringlich.
Gut. Denn wir werden vielleicht etwas tun müssen, was Euch vielleicht Unbehagen bereiten wird.Wir müssen Pebelas finden. Er hat…. Malthus brach den Satz ab. Hier lest selbst. Damit reichte er die Botschaft an Nendis.
Nendis nahm das Pergament und begann mit zittrigen Händen es zu lesen. Immer wieder glaubt sie
ihren Augen nicht zu trauen, langsam wird ihr vieles klarer. Ihre Stimme zittert als sie fertig ist und Malthus ansieht: Das ist die Nachricht?
Malthus erwiedert: Ja.
Hat Silanwen noch etwas gesagt?
Nur , dass sie ihn in Imlad Gelair traf.
Dann war er noch dort, wie alt ist diese Nachricht?
Nendis Gesicht ist mittlerweile gänzlich ohne Farbe.
Nun ich denke, dass Silanwen sofort losgeritten ist, als er ihr die Botschaft gab.
Nendis schließt kurz die Augen
2-3 Tage, schätze ich.
Das wäre dann, nein, das passt nicht, oder doch …..aber das ... würde bedeuten..... das ...oh nein, sie versucht im Kopf gerade die Tage und den zeitlichen Ablauf zusammen zubringen.
Er könnte schon überall sein! Oder auf direktem Wege zu seinem *verächtlich* KÖNIG. Fauchte Malthus der sich nicht beruhigen wollte. Ich werde ihn jagen.
Mae, ich fürchte er geht zurück, er ist zurück gegangen, Nendis erinnerte sich an den Tag in der Grotte. Bei dem Wort jagen horcht sie auf: Jagen? Warum jagen? 'Es geht ihm schlecht genug, wenn er im Düsterwald ist, sie werden nicht zimperlich sein mit ihm.
Nun, freiwillig wird er nicht zu uns kommen, fürchte ich, und das ist NICHTS im Vergleich zu dem, was ich ihm antun werde. Wieder ballte er die Faust wie er es vorhin schon tat.
Nendis legt die Stirn in Falten, hatte sie das gerade richtig verstanden?
Moment ... Malthus.... er ist ….ich meine.... er ist Eure rechte Hand !Und es ist nichts passiert, außer das er weg ist, in Schwierigkeiten steckt und uns sicher brauchen wird als das ihr ihn jagt.
Er gab die Botschaft auch Silanwen zu lesen. Ihr kennt sie, ist ihr zu trauen? Dieses brachte er eher tonlos raus.
Silanwen hat diese Botschaft gelesen? Nendis wedelt mit der Botschaft in der Luft rum.
So ist es.
Aye, jetzt verstehe ich wieso ihr so wütend seid.
Er hat ihr von uns berichtet!
Mae, das nicht sehr gut, zumal sie nun Fragen stellen wird. Angestrengt überlegte Nendis.
Wir sollten eine Sondersitzung einberufen.
Dafür ist keine Zeit, fürchte ich.
Was wollt ihr tun? Nendis schaut prüfend und abwartend Malthus an.
Malthus sagte: Wir müssen Boten schicken an alle Gefährten. Wir müssen ihnen berichten, was geschehen ist. Und wir müssen ihnen sagen, dass wir ihn suchen und finden müssen. Koste es, was es wolle.
Nendis nickt, sicher war das die beste Lösung, ihn erst mal zu finden, so würde er keine weiteren
Dummheiten anstellen und ihm könnte nichts passieren, sie fürchtete nur das es schon fast zu spät war. Ja das müssen wir, wir müssen ihn finden. Ich habe auch eine Vermutung wo wir ihn finden werden.
Sprecht!
Als ich ihn eben fühlte, sprach er von östlich des Nebelgebirges, Dort liegt der Düsterwald, dahin ist er zurück.
Düsterwald. Malthus grübelte einen Augenblick.
Da kommt er her, wisst ihr das nicht?
Da habt Ihr recht. Wie lange brauchen wir dort hin?
Einige lange Tage wenn wir gute Pferde haben und wenig Pausen machen. Er wird uns brauchen wann brechen wir auf?
Er wird einen Heiler brauchen, wenn ich ihn finde!
Was habt ihr vor? Nendis knifft die Augen zusammen.
Einen Moment sah Malthus nachdenklich in die Ferne. Nun ja, früher war mein Motto: Suchen, finden, töten. Und dann die Fragen stellen. Das untermalte er mit einem lachen.
Und heute?
Heute lasse ich die Fragen weg.
Er ist Eure rechte Hand? Malthus
Ja, ihr habt recht.
Wir sind eine Gemeinschaft. Wir sollten zu unseren Leuten stehen, nicht gegen sie.
Auch wenn sie uns verraten?
Nendis rang sichtlich nach Worten: Hat er das? Oder rüttelt er uns gerade nur wach? Zeigt er uns gerade auf was uns wirklich fehlt?
Das müssen wir herauffinden, erwiderte Malthus nun nachdenklich.
Ja das müssen wir, ich werde auf jeden fall dahin aufbrechen, wenn ihr friedlich gesinnt seid, gehen wir gemeinsam, aber wenn ihr nicht friedlich gesinnt seid….
Nun gut. Wir werden erst mit ihm reden Nendis.
Eine gute Entscheidung Malthus
Wir werden sehen
Ich denke das sind wir ihm schuldig
Vielleicht habt Ihr recht. Vielleicht sollten wir das wirklich.
Ich weiß es, zumal mich eine Mitschuld trifft, entgegnete Nendis und fügte hinzu: Gehen wir unsere Sachen packen.
Ich kümmere mich um die Pferde und das Gepäck. Ihr schreibt an unsere Gefährten. Malthus Entschluss stand fest, sie würden aufbrechen so schnell es möglich war.
Mae, gebt acht bei Alagos, er lässt so ungerne andere an sich ran. Gehen wir zum Sippenhaus hinunter. Bleibt Silanwen im Haus Eures Vaters?
Was machen wir denn mit ihr? fragte Malthus eher abwesend als wirklich interessiert.
Ich werde mit ihr kurz sprechen bevor wir aufbrachen, ich denke sie wird nichts sagen bis wir wieder da sind. Nur später werden wir uns mit ihr auseinandersetzen müssen. Nendis sah nachdenklich zum Haus in welchem sich Silanwen befand.
Was sollen wir denn sonst noch mit ihr machen? noch immer klang er sehr weit entfernt, als würde er nur selbst grübeln.
Gehen lassen... sobald sie ausgeruht hat.... ich versuche mit ihr zu sprechen...... ich werde sie NICHT töten, rief Nendis sichtlich betroffen.
Malthus sieht Nendis an und lacht. Ein fieses Lachen.
Nendis sieht Malthus prüfend an was hatte er vor, was dachte er nur?
Noch vor einigen Monden hätte ich anders gehandelt.
So, hättet Ihr? entgegnete Malthus noch immer belustigt.
Nendis sieht zu Boden und erwidert leise: Mae, ich habe schon im Nebelgebirge damals ganz andere Dinge getan, es hätte mir nichts ausgemacht, aber die Zeiten ändern sich. Ich spreche mit ihr.
Gut, wir treffen uns wieder hier. Malthus verschränkte die Arme vor der Brust und schien zu warten.
Na los!
Nendis grinste und schüttelte den Kopf. In dieser Beziehung würde er sich nie ändern, dachte sie.
Nendis ging schnellen Schrittes zum Haus, klopfte und trat ein. Sie sprach einige Worte mit Silanwen, versicherte ihr, sobald sie wieder zurück war, würde sie sich mit ihr treffen und kehrte zu Malthus zurück.
Malthus ?
Was habt Ihr?
Sie gab mir ihr Wort, sie wird Stillschweigen bewahren bis wir uns wieder mit ihr treffen werden, sobald wir zurück sind.
In Ordnung. Malthus rief Maethor herbei und sprang auf, er deutete Nendis an sich wieder mit hinauf zu schwingen, aber sie lehnte dankend ab. Ich gehe zu Fuß hinunter, ich brauche ein wenig Zeit für mich.
Er gab seinem Tier die Sporen und war bald nicht mehr zu sehen. Nendis ging langsam und in Gedanken den Weg zum Haus hinunter.
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#25
Nach einem anstrengenden Tag mit allerlei Hausverwaltungs-Aufgaben (seltsamerweise waren alle Hobbits verschwunden und hatten die Küche und alle Felder in einem desaströsen Zustand hinterlassen) versuchte Elrhien am Flußufer nahe des Hauses zu entspannen und die letzten Sonnenstrahlen zu geniessen, als sie aus der Ferne ein lautes Gebrüll vernahm, das ganz nach Malthus klang, gefolgt von eiligem Hufgetrappel.
Seufzend erhob sie sich und eilte nach vorne, um der Ursache des Tumultes auf den Grund zu gehen.
Wäre auch zu schön, wenn hir mal etwas länge Ruhe einkehren würde...
Gespannt blickte sie Malthus entgegegen und ein leichtes sorgenvolles Runzeln überflog ihre Stirn als sie seinen finsteren Gesichtsausdruck bemerkte.

le suilon, was ist denn geschehen? Die Frage richtete sich an ihn sowie an Nendis, die langsamer und scheinbar tief in Gedanken versunken sich ebenfalls näherte.
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#26
Wieder und wieder hallten die Ereignisse der letzten Zeit durch ihren Kopf.
Ein Gedanke jagte den anderen. Ab und zu fügte sich ein Teil zusammen und ergab
einen kleinen Sinn. Als sie von Elrhien aus den Gedanken gerissen wurde, war sie ihr
schon fast dankbar.
Suilad Elrhien, geschehen?
Es ist viel geschehen.


Nendis warf einen Blick über die Schulter aber Malthus schien tatsächlich damit beschäftigt,
alles vorzubereiten damit sie aufbrechen konnten.

Sie wandte sich Elrhien zu und sagte während sie langsam im Garten umherging:

Pebelas, es geht um Pebelas.

Damit erzählte Nendis Elrhien, was sie selbst gerade von Malthus erfahren hatte.
Silanwen, den Brief, das Gespräch und den Entschluss den sie gefasst hatten.
All das erzählte sie ihr während sie auf und ab ging.

Als sie fertig war blieb sie stehen und sah Elrhien an.

Ihr könntet mir aber helfen. Benachrichtigt alle unsere Mitglieder, teil ihnen mit das Pebelas verschwunden ist und wir ihn finden müssen. Er wird sich in den Düsterwald begeben. Wir brauchen jeden der uns helfen will.
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#27
Ortswechsel

Halt! Niemand darf dort hinein!

Aber - er ist mein...

...Es tut mir leid, aber meine Befehle sind eindeutig!

Aber... Er ... wird sterben!

Dieses Risiko ist es wert...

Ein leises Schluchzen, dann herrschte wieder gnädige Stille.
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#28
Die Vorbereitungen liefen und Nendis begab sich noch einmal zu Silanwen. Sie hatte
das Haus ihrer Gemeinschaft aufgesucht und man empfing sie trotz der ganzen Umstände
sehr freundlich und verlor derweil kein Wort über den Vorfall der Nachricht.

Es wurde gespeist, Moosgloeckchen hatte gekocht, das konnte sie gut und es waren viele
Bekannte da. Nach dem ausgiebigen Mahl spielte Dugal einige Lieder es wurde getanzt gesungen.
Nendis betrachtete die ausgelassenen Elben, Menschen und Hobbits aus einiger Entfernung.
Doch als ihr ein sehr vertrautes Lied erklang und ihr eine Aufforderung zum Tanz entgegen
gebracht wurde wischte sie all den Schwermut weg und tanzte, sehr zum Erstaunen von Silanwen
und Moosgloeckchen.

Was konnte es schaden noch kurz vor der Abreise etwas fröhlich zu sein.
Nach brennon Dugal folgte noch brennil Iowarthien die ihre Musikkunst zum
Besten gab und nach dem letzten Lied war es Zeit für Nendis zu gehen.

Suchen überfolgen ihre Augen den Raum, Silanwen hatte es aber schon
erahnt und kam bereits auf sie zu. Nendis verabschiedete sich, Silanwen erwiderte
wünschte erfolgreiche Reise, gesunde Wiederkehr und gab den Hinweis, man müsste
dann etwas besprechen. Nendis wusste es, ja sollte sie wiederkehren würden sie das
tun, versicherte sie.

Nachdem auch alle anderen verabschiedet waren, bat Nendis Moosgloeckchen nach draußen.
Sie war die einzige die derzeit alle Verbündete kannte, die überall mit gewesen war. Sie war die
einzige, die sicher nicht mit auf den Weg gehen würde. Sie war genau die Richtige, dachte Nendis sich.

Moosgloeckchen folgte Nendis nach draußen.
Unbekümmert wie Hobbits so sind, wünschte sie Nendis eine gute Reise und
dass sie bald wieder da sein.

Moosgloeckchen, unterbrach Nendis den kleinen plappernden Hobbit.
Hör mit bitte kurz aufmerksam zu. Moosgloeckchen schaute Nendis an
aber verstand wohl noch nicht ganz den Ernst der Lage.

Moosgloeckchen...... Solange ich weg bin, möchte ich dich bitten, das du an meiner statt die diplomatischen Beziehungen pflegst. Ihr Blick wanderte
auf das Haus der Celebriaen Elanesse.

Moosgloeckchen nickte in ihrer naiven Art und versicherte das sie das tun würde,
aber Nendis sei ja bald wieder da, aber sie wolle das gerne tun.

Nendis sah Moosgloeckchen eindringlich an, was diesmal wohl auch seine Wirkung nicht
verfehlte. Nendis nahm ihre Brosche der ihr den Diplomatenstatus verlieh, wickelte sie
in ein Ledertuch und gab sie Moosgloeckchen.
Moosgloeckchen, du bist jetzt meine vorübergehende Vertretung, aber, sollte ich nicht wiederkehren, so nimm diese Brosche, gehe zum Rat unseres Hauses und bitte darum, sie dir zu geben.

Moosgloeckchen verstand gerade wohl nicht mal mehr warum Hobbits Haare auf den Füssen haben.
Aber du kommst sicher zurück, du bist nur kurz weg, versuchte sie das zu verdrängen.

Mossgloeckchen, ich weiß nicht was mich dort erwartet, ich weiß nicht wie lange es dauern wird,also nimm diese Brosche, pflege die Beziehungen und sollte ich nicht zurück kommen, gehe bitte zum Rat, Nendis lief eine kleine Träne über die Wange als sie das sagte aber es war ihr sehr ernst, da gab es keinen Zweifel.

Moosgloeckchen nahm das Ledertuch mit der Brosche und konnte ihre Tränen nicht mehr halten.
Sie umarmten sich, sogar Nendis drückte den Hobbit an sich.

Namarie Moosgloeckchen, sagte Nendis schnell, dreht sich um und verließ eilig das Grundstück um nach Alagos zu rufen.
Nun konnte sie reisen, dachte sie eigentlich war soweit alles geregelt, nur einen
Brief hatte sie noch, den wollte sie noch jemanden geben, den sie für geeignet hielt.
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#29
Wütend schritt Malthus auf und ab. Während die anderen die Vorbereitungen trafen überlegte er, was geschehen war. Vor allem, was mit Pebelas geschehen war. Konnte man sich so in einem Elben täuschen. Gut, die Spitzohren waren schon immer schwer zu durchschauen, das wusste er nur zu gut. Aber er stand ihnen seither immer treu an der Seite.

Es wird mir schwer fallen, aber ich werde ihn ersteinmal anhören müssen. Und mit einer Axt im Kopf wird das schwer. Er lachte kurz auf.

Wir müssen los!

Er ging zu seinen Gefährten, um ihnen bei den Vorbereitungen zu helfen und um ihren Abmarsch zu beschleunigen.

"Der Vorsprung wächst...Auf auf!! Beeilt Euch!"

Die Jagd beginnt!
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#30
Verwirrt und nachdenklich ließ Moosgloeckchen ihre Flora in zum Haus von Araswens Schwester laufen, in der Hoffnung, dass die Jägerin auch anwesend sein würde. Gedanken schwirrten in ihrem Kopf. Sie Diplomatin? Sie fühlte sich einerseits geehrt, aber wusste auch gar nicht, genau, was das jetzt bedeutete. Zum Glück hatte sich Silanwen bereit erklärt, ihr dabei zu helfen.

Es dauerte nicht lange, nachdem sie das richtige Viertel betreten hatte, als sie schon von weitem zwei Elbinnen im Garten sitzen war. Eine war, wie unschwer an dem langen blonden Haar zu erkennen war, die belesene Thiniel, die eher selten zu Hause war und der hellbraune geflochtene Zopf daneben gehörte wohl zu Araswen.
Sie ließ sich aus dem Sattel sinken, was ihr die Aufmerksamkeit der beiden Elbinnen einbrachte. Araswen war sofort bei ihr und auch Thiniel war einen Moment später neben ihr.

Was ist passiert, Moosi? fragte Araswen mit Besorgnis in der Stimme und kniete sich vor ihr hin, um auf einer Höhe mit ihr zu sein.

Moosgloeckchen blickte Araswen mit großen traurigen Augen an.

Sie ist weg, Araswen. Sie ist weg. Und sie sagte, sie weiß nicht, wann sie zurückkommt, aber sie darf nicht nicht zurückkommen, sie DARF nicht!!

Moosgloeckchen schluchzte und ließ sich in Araswens Arme fallen. Araswen legte überrascht ihre Arme um die vor Schluchzen bebende Hobbit, hob sie vorsichtig hoch und trug sie ins Haus. Thiniel kümmerte sich schweigend, aber mit besorgtem Gesichtsausdruck um Moosis Pony Flora. Das alles hatte auch die Aufmerksamkeit von Boronwen und Brogdhir erweckt, die nun von oben in den Wohnraum kamen. Sie sprachen kurz mit Araswen, hielten sich aber während ihres Gespräches mit Moosgloeckchen im Hintergrund.

Araswen ließ sich auf das Sommerfestbett in Thiniels Schlafzimmer nieder und setzte Moosgloeckchen neben sich auf dem Bett ab, die langsam ruhiger wurde. Araswen reichte ihr ein Taschentuch und wartete ab, bis Moosglöckchen sich die Nase geputzt und die Tränen abgewischt hatte. Währenddessen kam auch Thiniel kaum hörbar in den Raum.

So, Moosi. Nun erzähl mal ganz in Ruhe, was passiert ist.

Thiniel ließ sich auf der anderen Seite neben Moosgloeckchen auf das Bett gleiten und blickte das kleine Häufchen Elend mitfühlend an.

Also begann Moosgloeckchen mit brüchiger Stimme zu sprechen.

Nendis.. sie... sie ist weg... und weiß nicht wann sie wieder da ist... oder ob sie... wieder kommt und... irgendwie weil wegen Pebelas... und ich... ich weiß nicht...

Bedeutsame Blicke wurden von den Elben ausgetauscht.

Aber... ist sie nicht Diplomatin? warf Brogdhir ein.

Moosgloeckchen schluckte.

Ja... nein, also ich... ich bin solange sie weg ist... Diplo... Diplomatin... aber ich weiß gar nicht wie... und ich ich... Nendis soll nicht weg... jedenfalls nicht lange...

Moosgloeckchen begann wieder zu weinen und versteckte ihr Gesicht an Araswens Arm.

Pebelas... dann ging es um ihn. Er ist der Grund, warum ich Dich in Bruchtal sah und den Düsterwald... Du solltest zum Haus der Gemeinschaft gehen, Araswen, Schnell. Sie werden Dich brauchen.

Araswen blickte Thiniel ernst an und nickt dann.

Wahrscheinlich.

Dann zuckte sie zusammen, als jemand fast schon brutal ihren Arm packte. Sie wunderte sich, dass jemand so Kleines dazu fähig war.

NEIN!! Nicht Du auch noch! Das darfst Du nicht!!

Araswen löste sich vorsichtig von Moosgloeckchen, was nicht ganz einfach war, weil diese immer wieder versuchte, Araswen festzuhalten.

Nein, Moosi. Ich muss gehen. Ich muss zumindest herausfinden, was los ist. Aber ich werde ganz sicher wieder kommen. Kann vielleicht etwas dauern. Aber Du bist nicht alleine.

Sie umarmte die tieftraurige Hobbit sanft und streichelte ihr aufmunternd über den Rücken.

Schau nicht so traurig, Moosi. Wird schon alles wieder gut, Kleines. Halte die Stellung, ich denk ganz viel an dich. Und komm nicht auf unsinnige Ideen.

Ich komm mit.

Nein, Moosi, genau das meinte ich damit, dass Du nicht auf unsinnige Ideen kommen sollst. Ich muss möglicherweise an Orte, die zu gefährlich für Dich sind.

Dann begleite ich Dich zumindest ein Stück.

Auf keinen Fall, Du bleibst hier! Sonst verhungern doch hier alle. Und die von den Celebriaen Elanesse auch.

Hmmm... ich glaub, da hast Du recht...

Moosgloeckchen seufzte.

Wir könnten Dich begleiten.

Araswen drehte sich zu ihrer Schwester um.

Ich weiß, das Du die Ältere bist, aber Du bist wahrscheinlich schwanger und Brogdhir hat sich auch noch nicht ganz erholt... ich werde auch nicht alleine sein.

Araswen beeilte sich, alles Nötige zu packen, sich von allen zu verabschieden und rief nach ihrem Pferd. Schneller hat sie Hithu wohl noch nie gezäumt und gesattelt. Flugs saß sie im Sattel und ritt schnell ins andere Viertel zum Haus der Gemeinschaft.
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