Heh!
#1
"Heh allerseits!" tönte eine laute und fröhliche Stimme durch halb Falathlorn, nur ein wenig gedämpft von dem Rauschen des Wasserfalls an der Klippe.

Auf dem Pfad zum Anwesen der Faer Eryn stand eine kleine Menschenfrau von satter, dunkelbrauner Hautfarbe. Schwarze Wuschellocken umrahmten das schmale, ein wenig zu spitze Gesichtchen mit den wissbegierigen blauen Augen.
Ein fadenscheiniges weisses Kleidchen mit einigen Flicken und nachgesäumten Nähten, ein zerschlissenes Kleidungsstück wie man es an Sommertagen einem Kind anziehen mag, schlackerte um ihre Waden und entblösste die nackten - und derzeit recht nassen - Füsse.

Die zierliche junge Frau - ein Kenner der menschlichen Rasse mochte wohl zurückschliessen können, daß Unterernährung in der Kindheit der Grund für ihre bemerkenswert geringe Körpergrösse und schmale Statur war - grinste so breit, daß die weissen Zähne im dunklen Gesichtchen blitzten.
Sie trug einige ausgerissene Schwertlilien vor sich her, lose zu einem zerrupft wirkenden Straus gefasst. Offensichtlich war sie durch den Bach gewatet und hatte die gelb und orange blühenden Pflanzen gerade erst ausgerissen.
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#2
Pebelas, welcher gerade im Halbschatten eines Baumes seinen Bogen neu bespannte, sah auf als er eine Stimme hörte und traute seinen Augen nicht.

Was in Elbereths Namen macht diese edain hier?

Er versuchte sie nicht zu mustern als er sich erhob und ihr entgegen lief.

Gen suilon! Kann ich euch helfen?

Pebelas hoffte inständig, dass sich diese Menschenfrau nur verlaufen hatte.
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#3
.....
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#4
Gähnend zieht Aislinn die Tür Ihres Häusleins zu. Ihr Weg führte Sie direkt neben der Sippenhalle vorbei. Bevor Sie noch den Weg richtig einblicken konnte, vernahm Sie auch schon eine weibliche Stimme, laut rufend. Neugierig, legte Aislinn einen Schritt zu und übersah prompt den, am Boden liegenden Schwinge. Sie wollte sich zwischen den Büschen durchschlängeln um so schneller zu der fremden Stimme zu gelangen.

Nun fand Sie sich, mit der Nase im Dreck wieder. Hinter Ihr hörte Aislinn böses gemurmel. Ihr Blick viel jedoch auf Pebelas, der auf die fremde Person zuging.
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#5
Was für ein Geschrei am frühen Morgen.

Wichtige Amtsgeschäfte hatten Malthus schon früh in den Ratsturm getrieben. Er zog es vor, früh mit der Arbeit anzufangen, solange es noch ruhig war in den Hallen der Faer Eryn: Keine rumraßenden Hobbits, pöpelnde Zwerge, augenrollende Elben...

Malthus erhob sich von seinem neuen Stuhl, den Garomur ihnen besorgt hatte, stand auf, öffnete das Fenster und schaute hinab in den Hof. Er erblickte Aislinn, die wohl irgendwie über Schwinge hergefallen ist. Nun, darüber wunderte er sich in erster Linie nicht. Aber Pebelas sprach mit einer Fremden. Einer Menschenfrau offensichtlich.

Ob ich dazu sollte? Nein, erstmal abwarten, was passiert!
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#6
Yarna musterte Pebelas von oben bis unten. Dann nahm sie das alte Grinsen wieder auf.

"Ne, kannse nich' glaub ich, Du, heh. Oda vielleich' doch, weiss' nich. Ich such die Naddel, weisste? Oder 's Himmelchen, wenner vielleich' ma' Zeit hat, heh. Letzesma isser aba weg gelaufen, weiss gar überhaupt nich' warum." Yarna kratzte sich gründlich am Kopf, während sie zu Pebelas aufsah. Irgendetwas in dem Gesicht des Elben schien ihr großes Vergnügen zu bereiten.

Sagma'... is' das üblich bei euch heh?" Dabei wies ihre Hand mit den schmutzigen Fingernägeln und dem zerfledderten Blumenstrauss auf Aislinn und Schwinge.
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#7
Ohne den Blick von Yarna zu nehmen sagte Pebelas gleichgültig

Nein ist es nicht. Normalerweise lallt dieser Mann laut während er im Gras halluziniert und merkt es nicht wenn sich diese Frau an ihn anschleicht...

Pebelas wartete auf eine weitere Reaktion von Yarna - als diese ihn nur weiterhin dümmlich angrinste fügte er hinzu

Es tut mir leid - aber ihr müsst euch in der Adresse geirrt haben. Es gibt hier niemanden der auf den Namen "Naddel" oder "Himmelchen" hört.
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#8
Malthus schaute belustigt die Szenerie an...ja, Pebelas schien alles unter Kontrolle zu haben, mehr oder weniger.
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#9
Naradel lag in der Gemeinschaftshalle der Faer Eryn auf einem der Bärenfelle, nahe dem großen Kamin auf der unteren Ebene.
Sie war nur in ein leichtes Seidenhemd und eine bequeme Hose, ebenfalls aus Seide, gekleidet und streckte ihre nackten Füße zum Feuer hin. Ihr Kopf lag auf einem großen Stoffbeutel indem sich offensichtlich ein Umhang und einige Dinge befanden, welche sie stets bei sich zu tragen pflegte. Ihre himmelblauen Augen waren nur leicht geöffnet und sie blickte verträumt in die kleinen Flammen. Offensichtlich war sie in Gedanken versunken und nahm nur sehr wenig von ihrer Umgebung war.
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#10
"Doch is' aba richtich heh," nickte Yarna unbeirrt, "Der dicke Elb mitten Schlackerohr'n, den such ich. Un' die Beklop...äh.. Elbe... äh.. Yaerdis hat mich gesagt der wohnt hia.
Un' Naddel weiss ich ehrlich gesagt nich' aba sie is au' ne Elbe wie Dich heh un' ich dachte ihr hockt ja eh imma alle aufnander un' so..."

Die Frau mit dem losen Mundwerk betrachtete Schwinge und Aislinn noch einen Moment lang. Dann schien sich ihr Grinsen zu verbreitern und sie ganz bestimmte Schlüsse zu ziehen. Ihre nächste Reaktion bestand darin, sich auf die Zehenspitzen zu stellen und Pebelas kräftig auf die Schulter zu klopfen - so hoch sie eben kam.

"Ach SO ein Etab...Eta...Haus is' das hier?" grinste sie. "Un' ich dachte imma ihr Elben seid so prüde un' macht sowas nich' mit.... Ha!" Yarna strahlte, als habe sie soeben eine wichtige Entdeckung gemacht, die ihre nicht sehr geheime Meinung über die Elben bestätigte.
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