rîn
#1
Kap. 1:
(ferne Vergangenheit)

Leichtfüßig schlendert Eldatirmo auf dem gewundenen Weg durch die Stadt.
Sein langes schwarzes Haar bewegt sich sanft im süßlichen Wind, nur mäßig im Zaum gehalten von einer Handgroßen Haarspange am Hinterkopf, die von 12 Edelsteinen geschmückt ist, jeder in einer anderen Farbe. Er trägt ein leichtes Gewand, dessen Stoff so fein ist, dass es nicht auf der Haut zu spüren ist. Bei jedem Schritt berühren seine nackten Füße die Straße, deren Belag aus lückenlosen, hellen Gras besteht und sich so, wie ein grüner Fluss mit vielen Abzweigungen durch die Stadt schlängelt.
Am Rande dieser "Straße" tauchen immer wieder Häuser auf. Einige dieser Häuser haben ihre Wände komplett verziert mit tausenden von Muscheln und Perlen, welche aus dem nahe gelegenen Meer kommen. Geschenk von ihren Freunden den Telerie. Eldatirmo lacht laut bei dem Gedanken an die Bewohner der großen Hafenstadt, es ist ein freundliches und offenes Lachen. Sie sind schon etwas seltsam, da unten in der Hafenstadt, aber man muss sie gerne haben denkt er.
Andere Häuser sind aus vielen, feinen Platten aus Gold und Silber gemacht und wieder andere haben Verzierungen aus Edelsteinen, so viele das man sie nicht zählen kann. So gleicht denn kein Haus dem anderen, nur das sie alle reichhaltig Platz haben und von schönen Gärten umgeben sind.
Freundlich grüßt Eldatirmo jeden der ihm begegnet. Ab und an ist auch ein Bekannter dabei mit dem einige Worte ausgetauscht werden oder auch ein kleiner Scherz im Vorbeilaufen.
Mit federnden Schritten steigt er langsam den Hügel hinauf. Sein Ziel ist ein großer Platz weiter oben. Während er läuft denkt er an einige Stunden zuvor. Den ganzen Vormittag hatte er mit anderen an ihrem Geschick gearbeitet. Sie arbeiteten mit Metallen, Steinen und anderen Materialien und machten hübsche und manchmal auch nützliche Dinge.
Nicht das sie so etwas brauchten, aber man hatte ja auch etwas Ehrgeiz.
Kürzlich war ja auch erst wieder Herr Aule da und hatte ihnen den ein oder anderen Trick beigebracht. Keine anderer der Herren besuchte sie so Oft wie Herr Aule mit seinem Gefolge. Hach es gab so viel zu lernen und so viel zu probieren und soviel Zeit dafür. Wieder lacht Eldatirmo laut und fröhlich. Es ist so strahlend, wie er selbst, wie seine Umgebung, so wie alles hier.
Aus seinen Gedanken aufschreckend blickt er auf.
Jetzt aber rasch zu den anderen, sonst verpasse ich es heute noch denkt er.
Als er den Platz erreicht sitzen und liegen schon einige andere im kühlen Grass, es wird gesprochen, gelacht und immer wieder erhebt sich Gesang. Er setzt sich zu einigen Nachbarn, bekommt ein Glas mit belebenden Quellwasser in die Hand, singt mir den anderen unbekümmert und beobachtet den Himmel und die Umgebung.
Ah gerade noch geschafft denkt er, der Wechsel des Lichtes Langsam zieht sich das goldene Licht zurück und dafür erstark das Silberne. Während dieser Minuten kann man unterschiedliche Bereiche sehen, manche golden manche silbern. Farbfronten die sich organisch vermischen. Goldene und silberne Spiralen, die sich gegenseitig umkreisen, einzelne Lichtwolken die ineinander übergehen bis ........ bis nur noch Silber vorherrscht.
Gesegnet seien die Ainu ! denkt Eldatirmo niemals werde ich Aman verlassen, niemals bis an das Ende aller Tage und für immer werde ich in unserer Stadt wohnen. Hach ist sie nicht wunderbar......
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#2
Kap. 2:
(in ferner Vergangenheit)

wwuuuuschhh
Soo sanft und doch kraftvoll …

wwuuuuschhh
Soo unbeirrt und unerschöpflich …

wwuuuuschh
Ich bin ganz leise und bewege mich behutsam über den Sand, hinterlasse keine Spur …

wwuuuuschh
Ich lausche der Melodie und höre die Geschichten …

wwuuuuschh
Von unserer Stadt aus ging ich ans Meer, nur mit etwas Trinkwasser ausgerüstet und ging dann immer am Meer entlang nach Westen. 3 mal wechselten sich das goldene und das silberne Licht …

wwuuuuschh
Einatmen … Ausatmen ….

wwuuuuschh
Der Strand ist so weis wie die Perlen des Meeres, Wellen in sanften Blau mit weisen, schäumenden Kronen ….

wwuuuuschh
Ich wählte diesen Weg um nachzudenken. Doch nun muss ich gestehen, ich bin ergriffen. Fast kann ich unsere Brüder, die Telerie verstehen, dass sie das Meer so lieben. Ich sollte sie wieder einmal in ihrer schönen Hafenstadt besuchen …

wwuuuuschh
Doch bin ich hier um nachzudenken. Herr Melkor spricht in letzter Zeit sehr klug. Er scheint sich mehr für unsere Interessen einzusetzen als jeder andere der Herren. Sogar mehr als Aule ! Ja Herr Melkor setz sich für uns ein. Er versteht uns. Und er hat recht, selbst ein goldener Käfig ist ein Käfig. Doch nein, nein … das Volk der Noldolie benötigt keinen Führsprecher. Wir … wir … haben selbst schon lange, die selben Schlussfolgerungen geschlossen, die er uns benennt. So ist es doch, oder ? Ja natürlich ist es so ! Herr Melkor spricht nur aus, was wir schon lange denken …

wwuuuuschh
Metalle, funkelnde Stein, Edelmetalle bearbeiten wir schon lange. Doch seid kurzem schaffen wir uns Waffen und Rüstungen. Wir müssen schützen was unser ist. Allzu … wie sagte der Herr Melkor … neidvoll werden wir von den anderen beobachtet …

wwuuuuschh
Was soll ich tun, ich muss eine Entscheidung fällen …

wwuuuuschh
Feanor …. Feanor …

wwuuuuschh wwuuuuschh
Noch schnell ein letzter Blick zu den Wellen und dann wieder in Richtung Heimat. Es gibt einiges zu tun und Herr Melkor ist zu einem Fest bei uns geladen. Sicher weis er wieder interessantes zu sagen …

wwuuuuschh wwuuuuschh wwuuuuschh

Oh ein schönes Lied !

wwuuuuschh ………..
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#3
Kap. 3
(in ferner Vergangenheit)

Finwe ist tot …. hört man das ungläubige Flüstern bei seinen Brüdern und Schwestern er ist tot … gemeuchelt … er ist tot … tot
Das Geflüster wird immer lauter, aus Fassunglosigkeit wird Trauer und als sie dann den Leichnam sehen geht das Wehklagen los, das Weinen, Töne wie sie seine Sippe bis dahin noch nie im Segensreich vernommen hatten.

Eldatirmo reist sich einige seiner Haarsträhnen aus so das es anfängt zu bluten. Doch achtet er nicht darauf so tief ist seine Trauer, sein Gram.
Finwe ist tot …Unser Hohekönig wurde gemeuchelt Ruft er zusammen mit den anderen.

Nach und nach werden Einzelheiten bekannt. Und als sie erfahren wie Finwe gestorben ist und wer es war und dass er ihren kostbarsten Besitz gestohlen hat, da schlägt die Trauer bei vielen von ihnen um in Rach, und auch Eldatirmo verlange es nach Rache. Dieb elender Dieb ! Sie müssen den Dieb und Mörder kriegen, RACHE, und wenn es bis ans Ende der Welt und bis zum Ende der Zeit dauert, RACHE ! Sein Körper scheint in Flammen zu stehen und ohne das er es bemerkt schreit er es, so wie viele andere, schreit es aus voller Kehle:
„ RAAAAACCHHHEEE !!!!

……
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