Eine Entscheidung
#21
Pebelas stieß einen leisen Fluch aus und blieb stehen.

Er drehte sich um und wartete bis Ferwnnan näher gekommen war dann antwortete er

Ist das wichtig? Du kannst mich nicht begleiten. Diesmal nicht...
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#22
Ungelesen war Malthus die Schriftrolle ins Feuer und schritt zornig die Stufen nach unten. Sicherlich war Pebelas schon auf sein Pferd gestiegen und davon geritten.

Jetzt würde er erstmal seinen Ärger ein wenig Luft verschaffen, dann musste er mit Garomur reden. Wenigstens er würde ihm noch zur Seite stehen und liebend gerne den Platz an seiner Seite einnehmen.

Na der wird sich freuen! dachte Malthus bei sich, als er die Stufen des Turmes hinabschritt.
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#23
Draußen vor dem Sippenhaus, rollte Garomur ein Weinfass in Richtung Fluss.
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#24
Ferwnnan blickte Pebelas fest in die schmalen Augen.

Ob es wichtig ist, wohin du gehst? Oh, natürlich nicht, der Herr. Abgesehen davon, dass du geröteten Kopfes die Treppe herunterstürmst, mich beinahe über den Haufen rennst und offenbar sehr auf Eile bedacht bist, obwohl doch seit langem endlich ein wenig Ruhe eingekehrt ist ... Nein, es ist wirklich nicht wichtig.

Ferwnnans Stimme trieft bei den letzten Worten vor Sarkasmus.

In all der Eile, dabei hebt sich ihre rechte Augenbraue und sie weist mit dem Kinn auf Pebelas Schulter, wo sonst das Ratssymbol den Umhang zurückhält, scheinst du sogar deine Fibel verloren zu haben.

Warum sollte ich dich angesichts dieser nichtigen Gründe also begleiten wollen? Du wirst einen kleinen Ausflug mit Ninniach machen, nichts weiter, nicht wahr?

Ein deutliches Maß an Härte hat nun in ihre Worte geschlichen.
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#25
Pebelas wartete geduldig bis Ferwnnans Redeschwall endete.

Bist du fertig?

Als Ferwnnan keine Anstalten machte weiterzusprechen, nickte er leicht und straffte seine Schultern ein wenig.

Ich bin dir keine Rechenschaft schuldig...

Nach einem längeren Schweigen, wurden seine Gesichtszüge ein wenig weicher.

Díheno anim Ferwnnan... Es ist einfacher eine Brosche zurückzulassen, als das wofür sie steht...

Er seufzte leise

Ich werde aufbrechen und Yaerdis suchen - sie weiß noch nichts von Himelens Entführung und ich fürchte sie ist in Gefahr... Und da es nicht den Anschein macht als würden wir Himelen oder den Gründen näher kommen erscheint mir dies wichtiger...

Er blickte zurück zum Sippenhaus

Falls du noch etwas zu sagen hast, dann sag es rasch, denn ich kann nicht länger hierbleiben...
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#26
Malthus allein im Ratsturm, Himelen entführt, Garomur irgendwo und du willst auf die Suche nach Yaerdis gehen? Ich glaube gar, du läufst vor deinen Pflichten davon. Schicke jemanden aus, doch dein Platz ist hier und das weißt du!

Ferwnnan blickt Pebelas mit gerunzelter Stirn an.
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#27
Noch oft sah er diesen seltsamen Blick wenn er die Augen schloss - auch wenn er schon viele Wochen her war. Er hatte sich einfach umgedreht und war aufgebrochen - und hatte Ferwnnan alleine stehen lassen. Lief er tatsächlich davon? Nein. Er tat das richtige. Yaerdis war in Gefahr - das spürte er. Und solange nicht alle Mitglieder über Himelens Entführung bescheid wussten, war auch die Gemeinschaft in Gefahr. Er hätte sicherlich noch Stunden mit Ferwnnan diskutieren können, aber mit jedem Moment der verstrich, war es unwahrscheinlicher, dass er Yaerdis überhaupt würde finden können.

Die Tage verstrichen - reiten, essen, ruhen, reiten, essen, ruhen, reiten ... Pebelas hatte schon lange aufgehört sie zu zählen. So kam er schließlich zu den Mauern von Moria, durchquerte Moria und fand sich im Goldenen Wald wieder. Dort war es auch, wo er zum ersten mal wieder mit anderen gesprochen hatte - doch niemand konnte sich an die Beschreibung Yaerdis' erinnern. Also überquerte er den Anduin und betrat den Düsterwald. Wie so oft war er versucht sich einen Weg Richtung Norden zu suchen, doch diesmal war seine Sorge um Yaerdis größer und er hielt sich östlich, wo er immer wieder auf kleine Gruppen Elbenkrieger stieß, die er flüchtig nach Yaerdis befragte. Doch niemand schien sie gesehen zu haben. Langsam begannen Zweifel an ihm zu nagen - vielleicht hatte sie einen ganz anderen Weg eingeschlagen und er würde sie nie finden...

Doch gerade als er erneut sehnsüchtig nach Norden blickte, traf er erneut auf eine kleine Elbengruppe. Diesmal jedoch nickten sie bei Yaerdis' Beschreibung. Eine verwundete Elbin auf welche die Beschreibung zutraf, hatten sie vor wenigen Tagen nach Lorien gebracht - in der Hoffnung die Heiler des Goldenen Waldes könnten ihr helfen. Sofort riss Pebelas Ninniach herum und preschte zurück zum Fluß...

Fortsetzung
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