Die Jagd
#1
?Auta i l?me?, dachte sich Himelen, als er in der Halle der Faer ~ Eryn inmitten der anderen Bewerber erwachte. Langsam setzte er sich hin. Gut hatte er geschlafen, dank der wundervollen Decke von Elgahilion. Sachte legte er sie zusammen, bevor er sich aus der Halle schlich. Der Rest schlief noch tief und fest, und so wollte er sie nicht wecken.
Ein k?hler Wind, spielte vor den Toren und sofort wurde im klamm am ganzen Leibe. Seinen verlumpten Umhang enger an seinen K?rper ziehend, sp?hte er in die nahe Umgebung, als erneut ein kalter Windsto? durch den Wald fegte. Mit zarter, kalter Hand begr??te er Himelen und streichelte ihm ?ber sein Gesicht, bevor er sich wieder auf die Reise machte, bis hin in ferne Welten.
Erst vor kurzem hatte er sich bei den Faer ~ Eryn beworben und heute sollte eine Jagd anstehen, bei der er teilnehmen wollte, um zu helfen dir Vorr?te wieder aufzustocken. Er war immer noch schwach, dass konnte er sp?ren, doch f?hlte er Hoffnung in seinem Herzen, hier eine neue Heimat gefunden zu haben.
Mit langsamen Schritten spazierte er eine Weile umher, behutsam so als wolle er keinen Halm im Grase knicken. Der Mond stand noch hoch am sternenklaren Nachthimmel und nur fern im Osten k?ndigten die ersten Sonnenstrahlen den bevorstehenden Morgen an.
An einem Baum unweit der Halle lie? er sich nieder, warten wollte er hier, bis der Rest erwachte und sich auf die Jagd begab. Sein Kopf neigte sich in den Nacken, bis er nur noch den klaren Himmel voller Sterne sah, an ferne Zeiten und sein vergangenes Leben dachte er zur?ck. Seine Hand fuhr unter sein zerschlissenes Hemd und holte ein kleines, schwarzes Amulett an einer silbernen Halskette hervor. Himelens Blick wandte sich von den Sternen ab und betrachtete es. Schwarz und tropfenf?rmig war es und silberne Lettern standen auf der Vorderseite. Es war sch?n, doch nicht von gro?em Wert f?r andere. Dieses Amulett war sein gr??ter Schatz, das wertvollste was er besa?.
?Enelya vanimelda.?, fl?sterte er leise.
Er ?ffnete es und zum Vorschein trat eine schwarze Str?hne. Sie glitzerte im Licht von Mond und Sternen, als bes??e sie selber hunderter derer in sich. Sch?n war sie anzusehen und warm wurde ihm ums Herz bei jedem Male, wenn er sie sah. Eine Tr?ne lief ?ber sein Gesicht, als er mit seinem Finger zitternd ?ber sie fuhr.
Pl?tzlich h?rte er ein Ger?usch. L?rm drang aus der Halle und Bewegungen zogen Schatten hinter sich her. Schnell klappte er das Amulett zusammen und verstaute es sicher unter seiner Kleidung.
Nun konnte die Jagd beginnen, denn auch der Rest der Gemeinschaft trat heraus in den neuen Tag.
#2
zuerst waren es nur Schatten.
Langsam waberte der Schein von Flammen durch das Bild, bis nur noch ein Flammenmeer zu erkennen war. Dann schoben sich diese, wie von einem Altvorderen Zauber gewirkt, zur Seite um den Blick freizugeben auf ein weibliches Elbiches Wesen das in Anmut und Sch?nheit Galadriel fast ebenb?rtig schien.
Eine Haut, hell und strahlend, gleich dem Vollmond eines klaren Winterabends. Die, edlen, gleichm??igen z?ge ihres Antlitzes, umspielt von schwarzem seidig gl?nzendem, bis auf die Schultern fallendem Haar.
Pl?tzlich wurde dieses Bild zerst?rt durch einen Ausdruck, in ihren Ebenholz farbenen Augen, des entsetzens, als st?nde Sie einem Balrog pers?nlich gegen?ber und dann ward nur noch Blut zu sehen.
Mit einem Aufschrei "D?~H?TH" erwachte Gelrid schwei?gebadet am erkalteten Feuer, zitternd sah er sich um und Griff zu seinem Wanderstab.
"gut, so sei es" keiner schien ihn bemerkt zu haben, nur in einiger Entfernung, vor den Hallen der Faer~Eryn sah er Himelen wie dieser das langsam erwachende Lager betrachtete.
Er hatte von der Jagd geh?rt, die heute abgehalten werden sollte."ich werde meine bescheidene K?nste anbieten" dachte er "als Kundiger sollte ich doch meinen Beitrag leisten k?nnen, da ich die Sprache einiger Tiere verstehe und diese mir teilweise Partner sind, ehrlicher als mancher Mensch", langsam erhob er sich, st?tzend auf seinem Stab,das zittern ebbte ab.
Er warf seinen Umhang um seine Schultern und ging langsam zu Himelen und dem erwachenden Lager her?ber
#3
Gelrid trat langsam auf H?he Himelens. Schweigend blickten beide zur Halle hin?ber, Himelen hatte den Aufschrei geh?rt und wusste nicht, ob er den Menschen darauf ansprechen sollte. Doch seine Neugier siegte ?ber ihn und so richtete er sich leise an Gelrid. Er sah ihn nicht an und Gelrid tat dies ebenfalls nicht, beide blickten gespannt zur Halle.
?D? h?th? Man agorech Gelrid??
Gelrid seufzte leicht in den grauenden Morgen, tief holte er Luft, wobei er leicht zu zittern begann, zumindest empfand dies Himelen.
?Nein schon gut. Antwortet nicht. Nicht jetzt und hier, dies hat Zeit und geh?rt nicht vor die Tore der Halle.?, setzte Himelen nach. Er sch?mte sich seiner Neugier und diese nicht im Griff gehabt zu haben.
?Zu anderer Stund am Lagerfeuer k?nnt ihr darauf antworten, sofern ihr dies dann noch begehret.?
Er wandte sich zu Gelrid, welcher ihn verwundert anblickte.
?Cenin venn veren ar vaer. No ce ammaer ab l? thent.?, Himelen legte seine rechte Hand auf Gelrids Schulter und sah ihn, tief aus seiner Kapuze heraus an.
Er h?tte ihn nicht fragen d?rfen, Schmerz und Trauer hat er ihm in Erinnerung gerufen und Leid tat es Himelen, ihn damit belastet zu haben.
Lautlos ?ffnete sich das Tor zur Halle, sofort wandten die beiden ihren Blick gen Tor, als auch schon ein dunkler Schatten, in die frische Morgenluft schritt.
#4
??oh, ich wollte Euch nicht erschrecken.? Rattentod machte eine entschuldigende Geste.
?Ich bin gerade aufgewacht und dachte,...?h... etwas frische Luft w?rde mir gut tun.? Nerv?s biss er sich auf die Unterlippe. Er schien wirklich noch nicht ganz wach zu sein, denn sonst h?tte er sich eine bessere Ausrede einfallen lassen. Nat?rlich war er durch das laute Rufen Gelrids aufgewacht. Neugierig war er diesem dann hinterher geschlichen um festzustellen, was da vor sich ging.
"Ich hoffe ich st?re nicht...?" er schaute beide fragend an.
Ein unangenehmes Schweigen machte sich breit und Rattentod w?nschte sich tausend Meilen von diesem Ort entfernt. Warum mu?te er auch so neugierig sein?
#5
Nach langem und Ruhsamen Schlaf, wachte Minfast auf.
G?hnend und Augen reibend setzte er sich auf und schnupperte an der frischen Morgenluft.
Nach einiger Zeit Tief ein- und ausatmen, schob er die Decke beiseite und stand auf.
Reckend und Streckend, stand er nun da und freute sich schon auf die bevorstehende Jagd mit seinen Gef?hrten.
Auf Jagd, drau?en in der Wildnis gehen, ganz nach seinem Geschmack.
Nun dachte sich Minfast:
Bei der Jagd darf mein alter Hut nicht fehlen.
Mit freudigem Gesichtsausdruck, griff er nach einem gr?nen und mit gelbroter Feder best?ckten Hut.
Gerade als er sich diesen aufsetzen wollte, h?rte Minfast vom Tor der Halle eine Stimme, nicht bekannt sondern fremd.
Neugierig als Hobbit er ist, setzte sich den Hut auf und marschierte eilig Richtung Tor voran. Am Tor angekommen, erblickte Minfast Himelen, Gelrid und eine unbekannte Person schweigend da stehen.
Das Schweigen brechend, fragte Minfast:
Was ist denn los und wer ist dieser Knabe hier?
#6
?Nun, werter Herr Hobbit, ich w?nsche Euch auch einen guten Morgen!? Rattentod blickte den Hobbit mit funkelnden Augen an. Hatte dieser ihn wirklich gerade K n a b e genannt?
?Man nennt mich Kleiner Rattentod. Ich mag vielleicht jung an Jahren sein und nicht von der Statur eines Kriegsmeisters aus Gondor aber, mit Verlaub, Herr Hobbit, die Bezeichnung Knabe w?rde wohl eher auf Euch zutreffen.? Ratentod verschr?nkte die Arme vor der Brust und machte ein m?rrisches Gesicht. Eigentlich war er dem Hobbit dankbar, dass er dem unangenehme Schweigen ein Ende bereitet hatte aber den K n a b e n konnte er wirklich nicht auf sich sitzen lassen. ?Nun, wollt Ihr mir nun auch Euren Namen verraten??
#7
......Silberschwinge schlug gerade sein K?rperwasser hinter dem
dichten Rankenbusch ab, als er bemerkte wie sich wohl
ein paar neue Anw?rter zur Jagd besprachen. Nun- Ja der
Schrei eines Grabunholdes weckt manchen am fr?hen Morgen,
grinste Reg sich eins, doch mit dem Auftauchen des Hobbits lag
mit einmal Spannung in der Luft.
Ah eine Rangelei am Morgen, das vertreibt Kummer und Sorgen,
gem?tlich verstaute Reg sein Gem?ch und zog sich etwas
tiefer ins Geb?sch zur?ck. Na da bin ich ja mal gespannt, hat sich schon
mancher verguckt, was ein Hobbit austeilen kann...
#8
...die Jagd Gef?hrten berieten sich am Lagerfeuer wann und wie die Jagd von statten gehen sollte. Die Stimmen waren bis in den Wald zu h?ren und dringten in Carnils Ohr. Es h?rte sich fast wie Kampfgeschrei an. Carnil machte sich auf den Weg zur?ck. Leise und schnell gleitet er durch den Wald zur?ck, ohne einen Laut von sich zu geben schaute er sich das "Get?mmel" am Lagerfeuer an.
Ein Pfiff glitt durch den morgendlichen Nebel und pl?tzlich verstummte alles und der dichte Nebel verschluckte jeden Laut; nichts war mehr zu h?ren.
Eine Stimmte durchbrach die Stille, jedoch war f?r die Gef?hrten am Lagerfeuer niemand zu sehen. Ihr weckt noch die G?tter auf, mit eurem lauten Gezeder. Bei den Valar, sogar Eru k?nnte euch h?ren. Ich habe schonmal die Gegend erkundet, meine Nacht war kurz.
Carnil schaute Himelen an und in seinem Blick war Trauer zu sehen. Eine schwere Last scheint auf seinen Schultern zu h?ngen. Carnil sah in sehr fr?h am Morgen schon aufstehen und er verschwand im Dunkelen.

Auta i l?me! Aur? entuluva! murmelte er vor sich hin. Niemand verstand ihn, er sprach in einer l?ngst ausgestorbenen Sprache der Noldor.
Wenn die anderen erwacht sind, was nach Eurem Gezeder nun sein d?rfte, machen wir uns auf den Weg. Ich habe schon ein paar Spuren gefunden die gegen Osten f?hren.
#9
Mit dr?hnendem Sch?del von dem Gelage der letzten Nacht erwachte Angrod, als er laute Stimmen von au?erhalb der Halle h?rte. Er erinnerte sich dunkel, wie er Regnak ?berm?tig zu einem Trinkwettbewerb aufgefordert hatte. Er hat das Bild vor Augen, wie er gerade zum Leeren des 8. Kruges ansetzt, danach nur noch Schw?rze. Erstaunt fragte er sich, wie er ?berhaupt in das Nachtlager zur?ckgekehrt ist.
Mit einem St?hnen richtet er sich auf und greift nach seinem Umhang. Liebevoll f?hrt er mit seinen Fingerspitzen ?ber die gold- und silberfarbigen Bestickungen, die damals von seiner Frau angefertigt wurden.
Er ist froh, dass er letzte Nacht auf den Umhang verzichtet hat. Sein Wams und seine Hosen rochen noch immer nach dem Kr?uterbier, das versch?ttet wurde als er betrunken mit Tindi zusammengesto?en war.
Er packt seinen Bogen und stolpert ein paar Schritte Richtung Ausgang, ehe er sein Gleichgewicht gefunden hat. "Du l??t das Kr?uterbier lieber ein paar Wochen stehen, ehe du das wieder tust", denkt er bei sich.
Blinzelnd betritt er das Tageslicht und mu? seine Augen gegen die aufgehende Sonne abschirmen.
Er ging auf seine neuen Gef?hrten zu.


Ich hoffe, dass euch der Sch?del nicht auch so dr?hnt wie mir. Sind wir denn schon vollz?h...

Pl?tzliche ?belkeit l??t ihn die H?nde vor seinen Mund schlagen. Verwunderte Blicke folgen ihm, als er in Richtung eines dichten Rankenbusches rennt, dem ein paar Sekunden sp?ter ein lauthals schreiender Regnak entsteigt.
#10
Minfast, den Fremden anblickend, sprach:

Ich ein Knabe? 22 Jahre alt, vom hohen Wuchse, wohl gen?hrt und alles andere als ein Knabe bin ich.
Minfast aus dem Auenland, steht euch gegen?ber.
Jetzt wisst Ihr ?ber mich bescheid, nun seid Ihr uns eine Erkl?hrung schuldig.
Welch Angelegenheiten treiben euch in unser Lager?


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