Schatten der Vergangenheit
#21
Endlich waren sie wieder auf der Spur ihrer Gefährten. Sie
waren in der Nacht aufgebochen, doch war er sich sicher, dass man genau wusste,
dass sie losgezogen waren.

Malthus fürchtete keine Gegner. Aber die Vorstellung, dass sie in einen Hinterhalt geraten
würden, gefiel ihm nicht gerade. Dass ihnen Elben auf den Fersen waren.

Elben!

In ihrer kleinen Truppe gab es ein paar Elben. Ealael,
Araswen, Perhil und auch Ythiliel. Ihnen musste er trauen und er tat es auch.
Araswen und Perhil ohne Einschränkung, bei den beiden anderen behielt er sich
ein gesundes Misstrauen vor.

Malthus hatte bestimmt, dass sie auch ohne Perhil loszogen,
die noch eine Unterredung mit jemand hatte. Er würde sie später fragen, wieso
das so lange gedauert hat.

Nun hoffte er, dass sie noch auf eine Spur von Nendis stoßen
konnten, obwohl das eigentlich nach der langen Zeit, die sie ihnen nun schon
voraus war kaum möglich sein würde.
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#22
Sie hatte ihre Rüstung angezogen, Stahlplatten zierten nun Ihre Brust, den Rücken und einzelne Körperteile bis zu den Schienbeinen. Alles aus leichtem Elbenstahl, jedoch hart und undurchdringlich.

Perhil hatte den anderen beiden einige Kampfübungen machen lassen, sie hatte es mit einem Auge verfolgt und war etwas beruhigter. Sie würden die Gruppe verstärken können.
Ihr Blick viel auf Murkhal, ihm konnte sie vertrauen, auch Malthus sollte sie vertrauen können.
Diese Jägerin machte ihr auch den Eindruck das Malthus ihr voll vertraute, jedoch schien sie nicht viel zu wissen.
Warum, fragte sie sich insgeheim.

Ihre Abreise verzögerte sich, Perhil hatte noch etwas zu erledigen. Allerdings verstand sie nicht, was.
Sie spürte eine böse Aura, etwas war hier, hier im goldenen Wald und ihnen ganz nah. Ihre Augen suchten forschend die Umgebung ab, achteten auf alles was sich ihnen näherte, doch es blieb bei diesem Gefühl.

Endlich gab Malthus den anderen zu verstehen, dass sie weiterzogen.
Ihr letzter Anhaltspunkt, er lag Richtung Süden, doch was dann? Sie würden ihre Spuren verwischen,
dessen war sie sich sicher. Sie wussten wie, sie würden es tun. Wenn wir sie nicht finden,
dann auch der Feind nicht, dachte sie bei sich. Doch würde der Feind seine Spuren verwischen?

Wenn sie Glück hatten, konnten sie ihn finden. Sie würde danach Ausschau halten
und auch Murkhal jenes zuflüstern, sobald sie allein waren. Noch immer fürchtete sie
zu viel Preis zu geben, noch immer fürchtete sie, dass sie damit wieder das Verderben heraufbeschwor.

Sie hatte Rennarion verloren, sie konnte einfach nicht gegen diesen Feind bestehen und das machte ihr Sorgen.
Große Sorgen und nun fürchtete sie um jeden, der dieser Gruppe angehörte, jeden den sie mit hineinzog in diesen Krieg.

Warum jedoch war sie nicht offener, fragte sie sich. Doch preiszugeben was sie wusste, würde auch bedeuten, dass es in die falschen Hände geraten konnte. Dieser Krieg fordert mehr als all unsere Völker je bereit gewesen wären zu geben.
So hing sie ihren Gedanken nach während sie langsam durch die sich lichtenden Wälder ritten.
Die nächste kleine Siedlung kam näher, wenn man überhaupt davon sprechen konnte, es waren nur ein paar Bretterwälle,
die jedoch unterbrochen waren. Es waren nur wenige Menschen hier. Sie beschlossen hier ein paar Stunden rast zu machen.

Ealael nahm sich vor, mit den Menschen zu sprechen, obwohl sie nicht so viel Hoffnung hatte, das man sich an sie erinnerte.
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#23
Die Sterne leuchteten über dem kleinen Lager in welchem sie noch immer rasteten.

Die meisten waren irgendwo unterwegs, Ealael vermutete, sie würden die Umgebung auskundschaften. Sogar Malthus hatte das Lager verlassen.
Murkhal saß neben ihr am Feuer und hing seinen düsteren Gedanken nach, das konnte sie deutlich an seinem Gesichtsausdruck erkennen.
Der Hobbit, den Malthus als seinen Späher vorgestellt hatte, saß ihnen gegenüber und schien unbekümmert, wie Hobbits so waren. Vielleicht dachte er gerade an sein zweites Nachtmahl oder das Dritte, wer wusste es schon.

In ihrer Nähe spielte einer dieser Menschen auf einer Flöte, er schien nur diese eine Melodie zu kennen und schien unermüdlich, sie rauf und runter zu spielen. Ealael wünsche sich einen Dolch, den sie ihm unauffällig zwischen die Augen werfen konnte, aber daß würde ihnen nur weiteren Ärger einbringen und sie mussten durch dieses Land.

Also versuchte sie sein dudeln auszublenden und hing ihren eigenen Gedanken nach.

Murkhal war es schließlich der das Wort ergriff.

Er fragte sich wo die anderen waren und sie beschlossen nachzusehen. Es wurde ohnehin Zeit, dass sie ihren Weg fortsetzten, sie hatten eigentlich nicht die Zeit um hier so lange zu rasten.

Sie erhoben sich und Ealael schenkte dem Flötenspieler einen weiteren bösen Blick als in der Luft ein surren zu hören war. Ealael erkannte sofort, dass es ein Pfeil war, der durch die Luft sauste, Murkhal hatte es ebenfalls erkannt und wohl noch mehr, denn er versuchte sie zu Boden zu zerren.

Instinktiv ließ sie sich mitreißen, spürte jedoch im gleichen Augenblick, wie ein heftiger Schmerz ihre Schulter durchzuckt.
Das Eindringen des Pfeiles zwischen ihren Rückenpanzer und den Schulterpolstern raubte ihr den Atem und sie spürte wie ihre Beine nachgaben.
In der nächsten Sekunde kämpfte sie dagegen an, ihr Bewusstein nicht zu verlieren.
Murkhal hörte sie nur ganz entfernt ihren Namen sagen und sich neben sie knien.

Unendlich lange kam es ihr vor, als würde alles wie durch einen Schleier zu sehen sein und die Geräusche kämpften sich durch einen dichten Nebel. Fevo war auf der Suche nach dem Schützen, seine Augen suchten in der Richtung aus welcher der Pfeil gekommen war.

Als Ealael einigermaßen wieder zu Atem kam raunte sie Murkhal zu: „Findet sie oder ihn, bringt sie her“ dann musste sie sich wieder darauf konzentrieren, dass sie langsam und ruhig atmete.

Sie blieb einfach liegen, jegliche Bewegung würde eine neue Welle des Schmerzes heraufbeschwören und sie merkte wie Murkhal und Fevo sich entfernten. Eine weitere Stimme mischte sich in die ihren und sie kamen langsam zurück zu ihr.
Faranis war die weitere Stimme die sie nun erkannte und Murkhal hörte sie ganz dicht neben sich fragen:
"Hiril, wie geht es euch, sagt etwas.

Er klang angespannt und wartete einen Moment auf ihre Reaktion.
Sie bemühte sich, sammelte alle Kraft die sie aufwenden konnte und flüsterte: „Habt ihr sie gefunden?“
Murkhal erklärte ihr, das Faranis den Schützen unschädlich gemacht habe, er läge mit durchschnittener Kehle dort hinten.

Ein Schütze also, Ealael holte sehr flach Luft um nicht neuerlich den Schmerz aufzuschrecken.
Sie hatte sicher jemanden dafür bezahlt. Wütend versuchte sie sich zu erheben, was ihr aber doch misslang. Dafür
durchzuckte sie erneut ein böser Schmerz der ihr die Sinne rauben wollte.

Murkhal half ihr sich aufzurichten und sie versuchte ihnen klar zu mache, dass sie schnellstens den Pfeil aus der Schulter holen mussten. Er durfte nicht drin bleibe, außerdem musste sie sich vergewissern, dass er nicht vergiftet war.

Murkhal reichte ihr eine kleine Flasche, böses Zwergengebräu befand sich darin, jedoch würde es ihr helfen das zu überstehen, einen tiefen Schluck nahm sie und spürte wie alles in ihr zu brennen begann, leicht musste sie husten, was allerdings
für weiteren Schmerz sorgte. Nach noch einem weiteren großen Schluck und einigen Minuten spürte sie die Schmerzen dumpfer werden. Sie wichen einem beruhigendes Gefühl, als würde der Schmerz sich nun in dem Nebel verkriechen, der vorher versucht hatte, ihren Verstand zu töten.

Sie merkte nicht mehr wirklich, als Murkhal anfing ihr den Pfeil aus der Schulter zu ziehen, auch dass man sie
festhielt registrierte sie nur mehr als Information, nicht aber spürbar. Dann schoss noch einmal ein tiefer Schmerz durch ihren Körper, leise stöhnte sie auf und dann zeigte man ihr den Pfeil.

Er sah nicht vergiftet aus, Murkhal prüfte ihn konnte aber wohl auch nichts feststellen. Wenigstens das würde keine Schwierigkeiten bereiten, dachte sie und gab Anweisungen, welche Kräuter sie suchen mussten.
Schließlich hatte sie ihren Arm in einer Schlinge und da saß sie nun, wie sollte sie nun kämpfen?

Sie sprach diese Bedenken nicht laut aus, aber sie betrachtete jeden einzelnen.
Man erzählte ihr was passierte, irgendwo nahm sie die Worte wahr, jedoch nagte in ihr der Zweifel wie es nur weitergehen sollte.
Niemand hatte den Toten durchsucht, niemand hatte geschaut, was er bei sich hatte. Murkhal erhob sich schließlich und begab sich noch einmal zu den Toten.

Es dauerte eine sehr lange Zeit bis er wieder bei den anderen erschien, die in der Zwischenzeit berechtigter Weise wissen wollten, was hier eigentlich los war. Ealael zögerte, wollte nicht mitten im Lager, in dem sie gerade angegriffen worden waren, diese wichtigen Informationen preisgeben.

Malthus war noch immer nicht wieder zurück gekehrt, auch von den anderen fehlte jede Spur.
Murkhal setzte sich wieder zu ihnen, sie hatten Deckung gesucht, so gut es eben ging.

Er berichtete, dass er nichts gefunden hatte. Er trug anscheinen nichts bei sich, bis auf einen kleinen Beutel. Welch Überraschung dachte sich Ealael, wieso sollte er auch die Hinweise bei einer solchen Unternehmung mit sich tragen.

Murkhal griff in den Beutel, er wurde von einer Sekunde zur Nächsten kreidebleich und warf ein paar Münzen in die Mitte, während seiner Kehle ein fürchterlicher Schrei entfuhr.

Entsetzt starrten Ealael und die anderen ihn an und dann die Münzen. Was hatte er nur, fragte sie sich und sah ihn mit genau diesem Gesichtsausdruck an. Murkhal, wollte ihr alle Orks im Umkreis auf uns Aufmerksam machen, fragte sie ihn leicht tadelnd, aber auch besorgt. Er war sonst zu vorsichtig, als dass er solch einen Fehler begehen würde.

Er hatte Mühe die Fassung zu finden bevor er berichten konnte, wobei es sich bei den Münzen handeln würde.
Nachdem Ealael es gehört hatte, verließ sie ihr restlicher Mut. Wenn das Wahr ist, so sah sie keine Chance mehr.

Für niemanden von ihnen und schon gar nicht für Nendis.
Sollte sich bewahrheiten, was sich ihnen gerade eröffnete, so waren sie verloren.


Murkhal erhob sich abrupt und grummelte in sein Tuch vor dem Mund er würde Malthus suchen gehen. Ja, er hatte recht. DAS musste er dringend erfahren, sie würden es nicht zulassen, sie und Murkhal, dass Malthus und seine Gemeinschaft noch tiefer mit hineingezogen werden.

Wie hatten sie nur so weit gehen können.
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#24
Ythiliel war unruhig. Sie wusste nicht, warum, aber die Geräusche dieses offenen Wiesenlandes machten sie nervös, und das Fehlen der großen, goldbeblätterten Mallyrn traf sie härter, als sie es je gedacht hätte. Auf dem Weg den Fluß entlang hatte sie noch ein oder zwei Schösslinge dieser großen, uralten Baumart gesehen, die im Vergleich zu ihren mächtigen Verwandten in Caras Galadhon wie traurige, verkrüppelte Zwerge wirkten.
Der Pfeil... sie war beinahe sicher, daß der Pfeil und der unbekannte Schütze einen großen Teil der Antworten zu all den offenen Fragen hatten, die in ihrem Kopf umherjagten wie ein Rudel aufgescheuchter Hirsche. Aber es gab keine Lösung, jedenfalls keine, die Ythiliel erkennen konnte.
An diesem Abend am Feuer ließ sie sich nochmals und nochmals die letzten Worte von Sarnella durch den Kopf gehen, so wie sie sie von der Heilerin ausgerichtet bekommen hatte, die ihr in ihrer Todesstunde beigestanden hatte.

"Ich musss wieder gut machen.... habe nicht gewollt........ und die falsche Elbin..........großer Fehler begangen...... in Isengart."

Obwohl sie wusste, daß es den jungen Menschen Faranis vermutlich verletzen würde, über die letzten Minuten seiner verstorbenen Geliebten zu sprechen, ließ ihr der Gedanke keine Ruhe, daß die falsche Elbin irgendeine wichtige Information war. Etwas, das man vielleicht übersehen hatte. Aber was?
Nochmals und nochmals besprachen sie die Situation der Gruppe am Lagerfeuer, ungemütlich hinter die Deckung des Pferdefuttertrogs gekauert.
Schliesslich, mehr um sich abzulenken als um wirklich irgendeine Lösung zu diesem so unendlich schwierig zu lösenden Puzzle zu suchen, fragte Ythiliel nach den Umständen, unter denen Pebelas reiste. War auch er in Lebensgefahr und womöglich allein durch dieses Gebiet geritten? Nein, sagte man ihr, Nendis sei bei ihm gewesen.
Aber er sei nicht mit Nendis verlobt, sondern mit Perhil, die hier am Feuer ein paar Schritte weiter hockte und deren Blick in so weite Fernen schweifte, daß sie auch eine ganze Tagesreise hätte entfernt sein können.
Und wenn es das war? War Pebelas mit der falschen Elbin unterwegs? Hätte Perhil an seiner Seite sein müssen? Aber wozu?
Ythiliel überlegte es laut, aber sie kannte Pebelas nicht; nur seinen Namen, und Nendis ebenso wenig. Wie sollte sie beurteilen, ob dieser nur geratene Fingerzeig irgendetwas taugte?
Die falsche Elbin. Es kam Ythiliel furchtbar vor, so viel und doch nur so wenig zu wissen. Wir müssen aufpassen, daß wir nicht sehenden Auges in unser aller Verderben rennen... die falsche Elbin. Der Gedanke wiederholte sich in ihrem Kopf und wollte und wollte nicht zur Ruhe kommen.
Später, als über die Menschen der Schlaf gefallen war und Ythiliel ihre Wache hinter sich gebracht hatte, schlich sie hinaus in die feuchten Wiesen. Sie würde keine Ruhe finden können, wenn dieser Gedanke sie wieder und wieder quälte. Darum wollte sie lieber etwas über die Gegend herausfinden, in der sie sich befand. Wissen war immer von Vorteil; vielleicht nicht sofort - aber irgendwann... die falsche Elbin.
Ythiliel schüttelte den Kopf, um den Gedanken zu vertreiben, als das Heulen eines hungrigen Wolfs von den Hügeln am Fluss herüberscholl, nach kurzer Zeit gefolgt von seinen Rudelkollegen. Es war ein einsamer, trostloser Laut, der die feuchte Luft über den Wiesen kälter erscheinen ließ, wie ein Bote heraufziehenden Unheils. Die falsche Elbin.
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#25
Er starrte auf die Münzen am Boden und fühlte den Dolch in seiner Tasche.
Es war Zeit Malthus einzuweihen. Er musste wissen wer hinter ihnen her war und sollte dann seine Entscheidung treffen.
Ealael war geschwächt und er stellte sich die Frage ob sie in der Lage war die Reise fortzusetzen.

Sie saßen im Schatten des Stalls - in Deckung vor eventuellen anderen Schützen.
Der Pfeil den sie aus Ealaels Schulter gezogen hatten lag noch am Boden.
Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis Malthus und Perhil kamen. Wo waren sie gewesen?

Sie hatten Fragen - zu viele Fragen und auf einige würden sie Antworten bekommen müssen.
Malthus beharrte darauf, die Reise trotz des neuen Angriffs fortzusetzen.
Ealael und Murkhal versuchten ihn zu überreden das es sicherer wäre sich zu trennen.
Er konnte nicht verantworten das sie noch mehr in eine Sache hineingezogen werden würden die sie nichts anging.
"Sie" sponn die Fäden - davon war er überzeugt. "Sie" spielte ihre Feinde aus - einen nach dem anderen hatte sie auf ihre Spur gebracht.
Jeder hatte seine eigenen Gründe ihnen zu schaden und "sie" war es die sie wie Figuren auf einem Schachbrett gegen die kleine Gruppe führte.

Wenn er Malthus schon nicht davon abhalten konnte die Reise fortzusetzen würde er ihnen zumindest offen gegenüber treten.
Damit nahm er seine Kapuze und das Tuch von seinem Gesicht.
"Es tut mir leid Malthus, alter Freund..."
"Mein Name ist Angrim Schildbrecher aus den Eisenbergen... Sohn des Grungorim."
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#26
Malthus war begrüßte ihn mit einer dicken Umarmung und einem freundlichen Schlag in die Rippen. Er musste lachen, aber es gab mehr zu erzählen.
Er wusste nicht wie sie reagieren würden, aber es gab noch viel zu erzählen. Es schmerzte jedesmal aufs neue.

"Dieser Pfeil stammt von den Elben des Düsterwaldes. Diese Münzen sind zwergische Münzen. Grimmhands... und dieser Dolch" er legte die rötlich schimmernde Waffe auf den Boden
"ist meine Arbeit. Es war vor langer Zeit, siebzig Jahre"

Erinnerungen zogen auf.

Er schritt durch die Schmieden seines Vaters. Er war jung und sein gepflegter Bart reichte kaum bis zur Brust. Sein Vater schritt an seiner Seite und zeigte stolz die Werkstatt die seit
Generationen von seiner Familie geführt wurde. "Und eines Tages wirst du diese Schmieden führen und feinste Waffen zum Ruhm unseres Volkes fertigen". Er blickte seinen Vater an.
"Aber ich will die Welt sehen,Vater. Eine Gesellschaft aus Thorins Halle ist eingetroffen. Sie ziehen in den Westen und ich werde sie begleiten."
Grungorim spuckte verächtlich aus. "Grimmhands.Was Thorin geritten hat seine Hallen diesen Taugenichtsen zu überlassen während er zum einsamen Berg in sein Verderben zieht werde ich nicht
verstehen. Glaub mir Junge, diese schmutzigen Söldner führen übles im Schilde und ich werde nicht zulassen das du sie begleitest!"

"Aber Vater - sie suchen einen geübten Waffenschmied. Wir wissen doch das sie ungeschickte Handwerker sind. Lass mich mit ihnen ziehen und wir können unsere Waffen an neue Kundschaft verkaufen."
"NEIN!" Der alte Zwerg schäumte vor Wut. "Dein Platz ist hier! Hör mir zu,Angrim. Diese Zwerge führen Unheil im Schilde. Ich spüre es in meinen alten Knochen.Ich will damit nichts zu tun haben und du solltest es auch nicht.
Wenn du mit ihnen ziehst,verwirkst du dein Recht als mein Sohn! Tritt mir dann nie wieder unter die Augen!"

Das waren die letzten Worte die sie gewechselt hatten. Am nächsten Morgen brach er auf.

"Wir zogen gen Süden - an den Rand des Düsterwaldes.Eines Nachts bereiteten sie einen Überfall vor - eine kleine Siedlung am Waldrand'
Brennende Pfeile flogen und Hütten brannten, Leute schrien und ich hatte eine Armbrust in der Hand und sah nichts vor lauter Qualm. Das Feuer war in den Bäumen, der Rauch hoch oben - es waren elbische Flets'
Aus dem Rauch kamen zwei Elben auf mich zugestürmt, mein Hauptmann schrie ich sollte feuern - und das tat ich.
Ealael erhebt sich vorsichtig und langsam
Perhil steht noch in selbiger Position wie vorhin und mustert Angrim, man könnte sie fast für eine Statue halten würden sich ihre Haare nicht ein wenig im Wind wiegen.
Malthus hebt eine Augenbraue

"Der Elb ging zu Boden und blieb liegen, mein Hauptmann schrie ich sollte die Axt nehmen und sie erledigen - ich habe meine Axt genommen und sie in seinem Kopf versenkt'
Ich kehrte zu meinem Trupp zurück und berichtete der Hauptmann wäre im Kampf gefallen.Auf der Reise kam es schließlich zu einigen bedauerlichen Unfällen.
Angrim lächelt finster
Sie hatten mich bald in Verdacht und das mit Recht - ich lichtete ihre Reihen einen nach dem anderen. Eines nachts floh ich und schlug mich über Jahre als Söldner durch, bis ich eines Tages im Breeland ankam'
Es war eine regnerische Nacht als ich am Ramswall an die Tür eines hellen Hauses mit Gelächter und Liedern klopfte.
Perhil überlegt als das Wort Ramswall fällt
Es war das Haus von Sonnenwind und sie nahmen mich auf - aber nie erzählte ich diese Geschichte. Ich hatte die Grimmhands all die Jahre gejagt - ich hasste sie aus vollem Herzen und tue es immer noch'
Ich hatte geglaubt sie hätten mich vergessen, aber im Dunland fanden sie mich doch. Pebelas und Nendis kennen diese Geschichte auch - Pebelas... hat sie nicht gut aufgenommen.
Perhil lächelt ohne es zu merken
Perhil besinnt sich und schaut Angrim wieder finster an

Ich stand Galtrev mit einigen alten Gefährten als auf einmal ein Zwerg neben mir stand. "Angrim?" Fragte er. "Angrim der Verräter?" ich erkannte ihn - er war einer von damals.
Doch bevor ich reagieren konnte hat er mir diesen Dolch in die Brust gejagt
. Er war vergiftet und ich lag über Wochen auf einem Sterbebett bis Ealael kam...

Niemand durfte erfahren das Angrim überlebt hatte - also wurde Múrkhal geboren. Es war zu gefährlich - und ich wollte diesen Teil meiner Vergangenheit ein für allemal begraben'
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#27
Der Einfachheit halber poste ich hier das restliche Log

Fevo says, 'Hmm, ist ja auch eine finstere Geschichte...'
Perhil says, 'Und wie soll man euch nun nennen Herr Zwerg? *schnippisch*'
Malthus erhebt sich
Perhil says, 'Ich meine euer Gesicht kam mir bekannt vor, nun weiß ich auch woher...'
Malthus says, 'Nun muss ich etwas sagen.'
Malthus says, 'Manch einer würde Euch für die Taten zur Rechenschaft ziehen wollen.'
Malthus says, 'Doch Angrim, seid versichert, dass ich es nicht tun werde.'
Malthus says, 'Auch ich habe viel erlebt und viel getan, dessen ich mich heute schäme.'
Ealael entspannt sich ein wenig wirft aber einen Blick auf Perhil
You
say, 'Nennt mich wie ihr wollt - ihr habt allen Grund mich zu hassen
und Pebelas wollte mich schon töten. Aber er erkannte das es schlimmer
ist mit dieser Schuld zu leben...'
Malthus says, 'Und solch eine Bürde trägt ein Jeder von uns.'
Perhil schnaubt
Malthus says, 'Ich danke Euch für Eure Offenheit. Es ist Euch sicherlich nicht leicht gefallen, uns das alles zu erzählen.'
Perhil
says, 'Vielleicht ist es wirklich besser wenn sich unsere Wege hier
trennen. Wer weiß schon ob ihr eure Seite nicht erneut wechselt oder ob
Frau Ealael auch einen anderen Namen hat ... das gefällt mir alles
nicht.'
Malthus says, 'Nein, Perhil. Wir dürfen uns nicht trennen.
Dann wären wir noch schwächer. Und keine Gruppe würde ihr Ziel erreichen
können.'
Ealael sieht Perhil abrupt an und ihre Augen verengen sich leicht
Ealael says, 'Hiril, Angrim Schildbrecher verurteilt ihr nun zu unrecht.'
Perhil
says, 'Ziel? Welches Ziel habt ihr denn nun Angrim, Murkhal ...
Verbannter ... Elbenjäger oder Vetternfluch oder wie man euch auch immer
nennen mag in diesen Teilen von Arda? Glaubt ihr das Ealael?'
You say, 'Lasst sie. Ich verstehe ihren Zorn...'
Ealael schüttelt den Kopf
Perhil drückt ihre Kiefer vor Wut zusammen sodass man ihre Wangenmuskulatur arbeiten sieht.
Ealael
says, 'Hiril Perhil, jeder tut irgendwann vielleicht mal etwas, auf das
er nicht stolz ist, doch auch eine Besinnung sollte anerkannt werden.'
Ealael tritt einen Schritt vor
You
say, 'Mein Ziel, Perhil - ist die aufzuhalten die uns Schaden will. Ich
versuche Pebelas und Nendis vor einer anderen Elbe zu retten die sich
der Machenschaften von Orks,Grimmhands und menschlichen Söldnern
bedient'
Ealael says, 'Seht, ich bin ebenfalls Elbin und auch mich
schmerz, was dort geschah, doch dieser Zwerg ist nicht durch und durch
schlecht.'
Perhil says, 'Ich erkenne ihm nichts ab, ich frage mich nur ob er loy...[bricht bei Angrims Worten ab]'
Perhil says, 'WAS? Wer verfolgt sie und warum?'
Ealael senkt den Blick und sieht zu Angrim dann wieder zu Perhil und schließlich zu Malthus
Malthus says, 'Wenn das Euer Ziel ist, Angrim, dann werde ich Euch begleiten.'
Malthus draws his sword in salute!
Perhil löst ihre Haltung und steht nun angespannt
Fevo says, 'Wünscht ihr das ich euch auch begleite, Malthus?'
You thank Malthus heartily for his help!
Perhil says, 'Ich will jetzt endlich erfahren was hier los ist'
You say, 'Danke Malthus. Entschuldigt bitte das Schauspiel über so lange Zeit'
Malthus says, 'Als Ihr mir den Dolch gegeben habt, da hat es langsam gedämmert.'
Malthus says, '*zu Fevo* Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du uns weiterhin begleitest!'
You say, 'Híril ?'
Ealael sieht zu Angrim
Malthus says, 'Das gilt auch für Dich, Perhil.'
Ealael says, '*leise* Angrim, zu welchem Preis?'
Perhil schaut Malthus nur kurz aus dem Augenwinkel an und fixiert dann wieder Angrim
Fevo says, 'Gern ... allerdings wäre es nett wenn nicht jedern Tag jemand uns nach dem Leben trachtet.'
Perhil
says, 'Ich finde Pebelas, mit oder ohne euch ... und wenn ich hier
weiterhin an der kurzen Leine gehalten werde, dann bin ich alleine
durchaus besser dran.'
Ealael schnaupt bei Fevos Worten
Ealael sieht Angrim an und scheint schwer mit sich zu ringen
You
say, 'Der Preis war schon hoch und wird vielleicht noch höher, Hírl.
Ihr habt mir das Leben gerettet obwohl ich es nicht wollte - ich folge
euch und Malthus bis zum Ende'
Malthus says, 'Eben NICHT, Perhil. Wenn Du jetzt alleine losziehst, wirst Du das nächste Ziel sein!'
Malthus says, 'In spätestens zwei Tagen wärst Du tot.'
Ealael nickt Angrim dankend zu und sieht dann zu Malthus und Perhil
Perhil
says, 'Fein dann wäre es so Malthus ... da mir hier keiner erklären
möchte wer diese Elbenfrau ist die hinter Pebelas her ist ... werde ich
jetzt Araswen und Faranis suchen. Wir verschwenden Zeit und diese
Diskussionen führen zu nichts *ist sichtlich sauer*'
Ealael says, 'Niemand kann allein gegen sie ziehen, Hiril Perhil, auch ihr nicht.'
You say, 'Perhil... bitte... Híril bringt ihr bitte Vernunft bei'
Ealael geht langsam zu Perhil
Ealael says, 'Doch wenn ihr in mandos Hallen wollt, so wird es allein der schnellere Weg werden'
You say, 'diese Elben sind sowas von starrsinnig dagegen sind Zwerge wahrhaft sanftmütig'
Malthus lächelt
Perhil
says, 'Durchaus ... sei es drum. Ich suche nun die beiden damit wir
aufbrechen können. Wenn ich wieder komme will ich antworten, ansonsten
suche ich auf eigene Faust. Ich will wissen wer diese Frau ist, ich will
wissen warum Pebelas überhaupt fortging *schaut zu Malthus* und ich
will wissen was in dem Brief stand.'
Ealael says, 'Bleibt Hiril'

Perhil says, 'Nein, denkt darüber nach. Ich hole Faranis und Araswen! *sich wütend abwendet und davon stampft*'
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#28
Die Bauernhöfe in Rohan sahen schlimm aus, das Land schien gezeichnet von einem Krieg der hier tobte. Überall sah man die Ausmaße dessen.
Sie standen auf einem solchen Hof, verlassen und schäbig sah er aus, hier war schon lange kein Mensch mehr gewesen, der etwas bewirtschaftet hätte.

Sie berieten sich, wohin würden die beiden gehen? Sie versuchten es logisch anzugehen, sie waren Jäger, sie würden die offenen Straßen meide, sich selbst versorgen und im Verborgenen bleiben oder aber sich in den kleinen Siedlungen oder großen Städten Proviant besorgen um schneller voran zu kommen. Sie waren sich nicht einig, beides war durchaus denkbar und Rohan war groß, wo sollten sie beginnen zu suchen?

Malthus breitete eine Karte aus, und sie sahen sich die Gegend an. Für eine verborgene Weiterreise würde sich nur das Gebirge anbieten, es gab Schutz zur einen Seite und bot Höhlen um sich zu verbergen. Schließlich versuchten sie es nach Harwick zu gelangen.

Malthus war dort nicht Willkommen und musste sich den Wachen entziehen die überall rumliefen.
Was er wohl dort angestellt hatte? Ealael würde die Moral der Menschen nie verstehen, das tat sie schon seit tausenden von Jahren nicht.
Doch sie fanden keine Spur von Nendis und Pebelas, nichts, niemand konnte oder wollte etwas sagen.
Ealael sah einen Stallburschen, der mit Hingabe ein Pferd versorgte, leise ging sie von den anderen weg, zog ihre Kapuze noch tiefer ins Gesicht und sprach sanft den Menschen an.
Sie wusste um ihre Schwächen und so bekam sie bald die Auskunft, dass sich die Gesuchten hier frische Pferde besorgt hatten.

Ythiliel nickt als sie berichtete, frische Pferde natürlich würden sie sich frische Pferde besorgen wenn sie schnell voran kommen wollten.
Um sich ungestört weiter beraten zu können verließen sie schnell die Siedlung und zogen sich vor die Tore zurück.

Ythiliel war fest davon überzeugt die beiden würden zu den grauen Anfurten reisen wollen. Ealael spürte ihr Herz heftig schlagen. „Niemals," stieß sie aufgebracht hervor. "Niemals! Das werden sie nicht tun“ und in Gedanken, das dürfen sie nicht tun.
Sie machte ihr Pferd kehrt, weiter nach Süden wollte sie, nicht zu den Anfurten. Nach Süden.
Sie ritt einfach weiter, stur und ohne sich auch nur einmal umzudrehen. Bis sie schließlich eine weitere Siedlung erblickte.
Feldheim, eine kleine Menschensiedlung, sie hatte sie nicht betreten.

Draußen vor den Toren hatte sie sich ein kleines Lagerfeuer gemacht, aber ruhig sitzen konnte sich auch nicht. Ealael ging auf und ab, wie ein eingesperrtes Tier patroulierte sie unruhig umher.

Immer wieder hallten ihr die Worte von Ythiliel durch den Kopf, wie ein fernes Donnern:

„Vielleicht sind sie auf dem Weg zu den grauen Anfuhrten!
Vielleicht sind sie auf dem Weg zu den grauen Anfuhrten!
Vielleicht sind sie auf dem Weg zu den grauen Anfuhrten!
Vielleicht sind sie auf dem Weg zu den grauen Anfuhrten!
Vielleicht sind sie auf dem Weg zu den grauen Anfuhrten!“


Wut keimte in ihr auf. Es gab eine Zeit, da hatte sie sich gewünscht sie würde dorthin reisen und sie würde ein Schiff besteigen. Doch im Laufe der Jahre und ihren Beobachtungen, hatte sich dieser Wunsch wie eine Rauchwolke im Wind aufgelöst.

Was aber wenn sie wirklich dorthin reisten? Würde sie noch rechtzeitig kommen um sie zumindest ein letztes Mal zu sehen?
Und wenn sie nicht dorthin reisten, dann würde noch mehr Zeit verstreichen, kostbare Zeit, die ihnen dann fehlte um sie bewahren zu können.


Sie warf einen Blick in den Himmel, eine sternenklare Nacht lag über ihr, sie blieb stehen.
Ein Gedanke kam ihr, ein fast unmöglicher, aber bisher hatte sie es niemals versucht.
Ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen, die Sterne wurden zu kleinen hellen Punkten.
Dann schloss die die Augen, während sie zeitgleich die Hände gegeneinander legte und einmal tief einatmete um dann ruhig und gleichmäßig weiter zu atmen.

So verharrte sie einen langen Moment, es musste für jeden, der sie nun sehen konnte seltsam aussehen. Sie konzentrierte sich, sammelte alle ihre innere Kraft und bündelte sie in ihren Gedanken.

„Nendis! Heniach nin – Nendis!“

Eine Weile stand sie nach den Gedanken so da und versuchte noch mehr Kraft in ihre Gedanken zu lenken.

„Nendis! Heniach nin – Nendis!“

Versuchte sie es erneut. Doch es blieb still in ihrem Kopf.

„Nendis“

versuchte sie es noch einmal zaghaft und all ihre Kraft auf die junge Elbin gelenkt, die sie vor vielen Monaten das letzte Mal gesehen hatte.
Plötzlich war ihr als höre sie etwas, eine leise Stimme, sie verstand nichts, aber ihr war als wäre da eine zarte Stimme gewesen.
Hatte sie sie gefunden? Sie musste schnell sein.


„Nendis! Lasto beth nîn!
Man sad le?
I chair gwannar na Valannor! Si dartho!
Si dartho!
No tiriel, tolo, govaetham!
Telin le thaed - Estellio anni!"


Mit einem kurzen Ruck schreckte Ealael auf, aus dem Lager machte sich eine Gruppe Reiter auf und sie hatten sie empfindlich gestört mit ihrem Lärm. Ihre Knie gaben nach und sie setzte sich dich ans Feuer, sie zitterte leicht und fröstelte.
Hatte es geklappt? Sie wusste es nicht, sie hatte gedacht eine leise Stimme zu hören, aber dann war es nicht mehr zuhören gewesen. Sie seufzte leicht und hoffe das sie sich am warmen Feuer schnell wieder erholen würde. Durch die Störung hatte sie nicht mehr sagen können wo sie war. Aber hatte sie es überhaupt gespürt….
Sie starrte ins Feuer und grübelte noch lange darüber nach.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Übersetzung:
Nendis, verstehst du mich – Nendis!
Nendis! Hör auf mein Wort!
Wo finde ich euch?
Die Schiffe segeln nach Valinor! Bleibe hier!
Seid wachsam, kommt, lass uns zusammen kämpfen!
Ich komme um dir zu helfen – Vertraut mir!
Antworten


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