Falathlorn
#1
Im schönen Falathlorn stehen die Mandel- und Kirschbäume schon in voller Blüte. So sacht wie Schnee fallen ihre Blütenblätter auf die gepflegten Wiesen mit dem frischen Frühlingsgrün oder schwimmen auf den ruhigen, spiegelnden Fluten des Lhûn.
Hier blitzt ein wenig Gold, dort strahlt der weiße Stein der Außenmauern.... da drüben schiebt eine Waldrebe ihre neuen Triebe vor und versucht, an der Fassade empor zu klettern... und dort - zisch! - verschwindet ein Kaninchen in der grünen Hecke, die Ohren angelegt und fliehend vor dem leisen Geräusch, dass Ythiliels Schuhe auf dem grasigen Kiesweg zum Sippenhaus machen.
Ach, ist Falathlorn schön!
Sie kennt diese Gegend, kennt sie schon lange, das weiss sie. Sie erinnert sich nur nicht, daß sie hier Zeit verbracht hätte. Denk nicht darüber nach... es sind nur wenige Sonnenläufe, die Dir fehlen, Kind. Du hast noch ungezählte Jahre vor Dir und kannst auf diese paar schmerzhaften Erinnerungen gut verzichten. Der Wahnsinn könnte erneut über Dich kommen, wenn Du Dich zu erinnern versuchst. Komm. Du bist hier, im Goldenen Wald, und Dein Name ist Ythiliel. Genieße, was sich Dir bietet. Feiere, was es zu feiern gibt, und singe und tanze mit uns. Das goldene Licht scheint auf uns alle.
Die Worte der Heilerin gehen ihr nicht aus dem Kopf. Sie würde an der Weisheit dieser Wissenden niemals zweifeln... aber dennoch kann sie nicht verhindern, dass ihr die ein oder andere Gegend oder der ein oder andere Einwohner bekannt vorkommt. War ich hier glücklich? Habe ich hier gelebt? Warum war ich hier?
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