Beloriels Geheimniss
#1
Beloriel war mit der Gesamtsituation durchaus zufrieden, er befand seine neuen Gefährten durchausals klug als auch stark. Er malte sich bereits gedanklich aus was man wohl mithilfe diese Gemeinschaft alles erreichen könnte. Plötzlich schoss ihm wieder etwas durch den Kopf ein was er bereits erfolglos versuchte seit tagen zu verdrängen, so fragte er sich wie in letzter zeit so oft selber "sollte ich es ihnen denn wirklich erzählen, aber wem von ihnen und wie werden sie wohl reagieren?" Er kam zu dem Entschluss sich zumindest einem von ihnen Anzuvertrauen in der Hoffnung so etwas wie Verständnis zu erlangen. Zunächst dachte er es sei nur eine Art Erkältung, die man sich gelegentlich einfängt, vor allem in besonders kalten Gebieten, wie diesem durch das er sich zuletzt durchschlagen musste. Aber mit der Zeit musste er sich eingestehen das es sich bei ihm um eine andere Art Krankheit handelte die nichts mit einer Erkältung gemein hat. Beloriel empfand diese Krankheit im laufe seiner Rückreise allerdings immer weniger als ein Hinderniss sondern eher dienlich seine zukünftigen Ziele zu erreichen, nur würden das andere auch so sehen? "Aber was würde nur passieren, sollten sie mich deswegen abweisen oder gar jagen wollen..." er versuchte erneut diesen Gedankengang zu verdrängen, was ihm nur mit viel Mühe gelang und auch nur indem er sich auf schönere Dinge Konzentrierte und weiter Met in sich hineinkippte. Er hatte bereits seinen Entschluss gefasst, nur war es jetzt an ihm den richtigen Zeitpunkt zu wählen, sich einem von Ihnen anzuvertrauen und er meinte auch die richtige Person gefunden zu haben sein "kleines" Geheimnis zu teilen. Beloriel war sich sicher wie die Sache auch enden möge, er würde damit leben können und müssen... "bei den dreien, steht mir bei"
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#2
Mezu'ru saß in Pumelus Gasthaus in Mistral und dachte nach. Manchmal hatte sie solche Phasen, in denen sie tiefschürfenden Gedanken nachhing und scheinbar nicht mehr tat, als auf dem verzierten Balkon in der Sonne zu sitzen und sich das Fell wärmen zu lassen.
Mit Genuß schlürfte sie den Gelbwurzeltee, den Pumelu ihr gebracht hatte - nicht so sehr, weil er sonderlich gut schmeckte, sondern weil er sie an zuhause erinnerte. Sicher, das Armenviertel von Senchal war kein besonders schöner Ort gewesen, um darin aufzuwachsen. Eigentlich passten kaum positive Attribute auf diesen stinkenden Slum - weder war er sauber noch ungefährlich gewesen, weder hatte man große Chancen, ihn jemals zu verlassen, noch war es absehbar, dass sich an der desolaten Ansammlung aus morschem Treibholz, faulendem Leintuch und Abfällen jemals etwas zum Besseren hin verändern würde - und doch war es eben... zuhause gewesen.
Im Moment galten ihre Gedanken allerdings Beloriel. Zwar hatte Mezu'ru viele Kontakte, die auch viele Informationen, die sie nicht selbst besassen, gegen ein Entgeld oder eine andere... Aufmunterung besorgen konnten, aber bis hinauf zum Roten Berg reichte dieses Informationsnetzwerk nur selten. Und so waren auch ihre Informationen über den Dunkelelfen, seine Herkunft und seine Beweggründe reichlich lückenhaft geblieben.
Wie konnte sie also ausschließen, dass sie einem Verräter Zutritt zu den Geistern des Waldes gewährte? Wie konnte sie sicherstellen, dass der Fremde aus dem aschengrauen Norden zu ihren Zielen loyal war?
Richtig - sie würde ihn testen müssen. Ihn vor allen anderen. Aber wie?
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#3
... Völlig unvorbereitet wurde Beloriel mit der (wenn auch leise´n) Frage überrumpelt ob es stimme, das er zum Vampir geworden sei. Beloriel musste zunächst versuchen den Inhalt des eben getrunkenen Weinkelches im Mund zu behalten ohne ihn vor Schreck auszuspucken. Er musste sich konzentrieren und jetzt vor allem aber die Ruhe bewahren um die Khajiitin die ihm gegenüber saß und die er sehr respektierte, nicht noch weiter zu erschrecken (aber ging das überhaupt?). "werte Mezu, die Gerüchte die euch zu Ohren gekommen sind, entsprechen der Wahrheit, aber ich versichere euch sowohl jetzt als auch in späterer Zeit, wird niemand in diesem Raum mich je Fürchten müssen"
Beloriel wusste das dieses Gespräch ohnehin längst überfällig gewesen war nur gab es zuvor nie den passenden Augenblick das in Ruhe zu besprechen (aber gibt es den überhaupt in solchen Angelegenheiten?).
Anhand Mezu's Gesichtszügen, die sich nun etwas entspannten, verlor auch Beloriel etwas von seiner unruhigen Art und erzählte ihr alles von seinem Wesen und beantwortete ihr alle gestellten Fragen so gut es eben ging. Innerlich verfluchte er zwar Nymeria das ihr anvertraute Geheimniss erzählt zu haben, andersrum war er ihr aber auch dankbar den ersten Schritt für ihn gemacht zu haben. Zum Ende des Gespräches mit Mezu musste Beloriel allerdings ein Versprechen abverlangen, ein Versprechen welchem auch Nymeria (vor kurzem) nur zögerlich zugestimmt hatte. Gedanklich dachte er sich dennoch "dazu darf es nie kommen, ich kann nicht einfach Sterben bevor die Ziele Faer-Eryn`s und die meinen nicht erreicht sind!"... Da Mezu nun involviert war, fiel es ihm deutlich leichter auch die anderen anzusprechen die zu seinem Vampir-Dasein allerdings unterschiedliche Meinungen hegten...
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