Später am Abend
#71
Mezu freute sich sichtlich an der Verblüffung Ecas. Sogar ein leises Schnurren war von ihr zu hören.
"Nein... nein. Es warr wirrklich nurr Zufall, ja? Diese hat das Haus vor ein paarrr Jahrren gefunden, als sie.. frrei kam. Sie suchte eine billige, unauffällige Bleibe unter Khajiit, und bei diesem Haus warr das Dach kaputt und es gab keine Latrrine, also... warr es billig. Sieh Dirr den Rrest an, ja? Sie trragen alle das Siegel.
So kam diese überrhaupt errst zu den Faerr Erryn, weisst Du?"
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#72
Ein ... trauriges Lächeln erschien auf den Zügen der Altmer als sie Mezu'rus Worten lauschte; währenddessen unbewusst mit den Fingerkuppen behutsam über die brüchigen Pergamentseiten strich. Sie atmete tief durch, nickte sodann.
"Ich werde die Bücher im Archiv untersuchen müssen, dort habe ich die Möglichkeiten selbst sehr alte Schriftstücke zu studieren ohne Gefahr zu laufen, dass sie beim Umblättern auseinander fallen. Auch kann ich dort Nachforschungen anstellen, welchem Faer Eryn die Initialen YTT gehören könnten, die hier vermerkt sind. Es muss eine persönliche, schicksalhafte Geschichte hinter dem Tatbestand verborgen liegen, dass diese Bücher unter einem ... Dachbalken versteckt wurden - und niemals den Weg in eines der Archive fanden. Ich möchte mehr darüber in Erfahrung bringen."
Eca legte den obersten Folianten achtsam neben sich auf den Boden, dorthin, wo sie im Feuerschein das Öltuch aus der kleinen Kiste ausgebreitet hatte. Sie nahm das zweite Buche heraus und klappte mit größter Vorsicht den Deckel auf. 
Ohne Aufzusehen fragte sie mit einem warmen Schmunzeln auf den Zügen "Und welcher Weg führte dich von besagtem Dachbalkenfund dann unter die Schatten der Bäume?!"
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#73
"Hrrm?" Mezu war in die Betrachtung des Feuers versunken. Irgendetwas im Spiel der Flammen fesselte die Khajiit offensichtlich stark.
"Nunja, diese hatte zunächst nurr ein Buch gefunden, ja? Es warr hinterr einerr losen Leiste verrborrgen. Es warr nurr ganz klein, so grross nurr." Mezu streckte Daumen und Zeigekralle auseinander, um ein Buch im Taschenformat anzudeuten.
"Sie dachte, es gehörre derr Verrmieterrin, also hat sie sich bei ihrr gemeldet. Und währrend sie auf Antworrt von dieserr rreichen Altmerr warrtet, ja, grräbt sie ein neues Loch fürr die Latrrine unterr dem Haus. Und findet eine ganze Kiste mit Bücherrn. Diese hat sie natürrlich alle gezeigt, aberr die Frrau wollte sie nicht. Sie sagte, sie würrde jemanden schicken, derr sich darrum kümmerrt... und so machte Mezu die Bekanntschaft von Pebelas, Malthus und Narradel, ja? Sie weihten sie ein, sie ließen sie schwörren. Und sie brrachten die Bücherr in das Arrchiv, ja.
Aber späterr hat diese noch mehrr Bücherr gefunden, eines da, und dann eines dorrt. Diese meint, es sind vielleicht nicht die letzten; vielleicht ist es ein Zauberrhaus, ja, das immerr neue Bücherr macht? Darrum hat sie sie aufgehoben, und nun hat sie noch einen ganzen Karton voll gefunden. Liest Du sie fürr diese, ja?"

Mezu sah Eca erwartungsvoll an, die türkishellen Augen im Feuerschein spiegelnd. Ob es ein Lächeln darstellen sollte oder nicht - Mezu entblösste die Zähne, und mit einem Male wirkte sie wie das, was sie war: Ein Raubtier, verborgen und sprungbereit in der Nacht.
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#74
In stiller Faszination betrachtete die Marapriesterin den Wandel in der Körperhaltung der Khajit ... Sie senkte den Blick auf das Buch in ihren Händen und nickte vordergründig.
'Sie besitzt so viele Ähnlichkeiten mit Zi'zha ....' schoss es ihr durch den Kopf. 'Dieses angespannte Leuchten in den Augen, diese geschmeidige Körperhaltung, stets sprungbereit, das zahnbetonte Grinsen ...' Sie vermisste ihren Freund, vermisste ihn sosehr, dass es sich anfühlte wie Heimweh zu haben. Auch ihm war, wie es ihr auch bei Mezu'ru den Anschein erweckte, die Eigenschaft zu eigen gewesen schwerwiegenden Dingen, sehr wohl bewusst, aber immer auch mit einem leichtfälligen Schulterzucken zu begegnen.
Eca nickte erneut. Pebelas, Malthus und Narradel ... diese Namen waren ihr geläufig, ja. Aber von Büchern, die diese in der letzen Zeit zu ihr gebracht hatten wusste sie nichts. Nun, Aeternon war nicht das einzige Archiv der Faer Eryn, das war ihr sehr wohl nur allzu klar. Es war sicherlich eines der am besten gesicherten ihrer Art ... allein der Abgeschiedenheit wegen... Aber damit auch gewiss nicht die allererste Anlaufstelle. Sie würde mit anderen Archivaren in Verbindung treten müssen um sich bei diesen nach YTT zu erkundigen. 
"Ich werde sie lesen und dir Bericht erstatten, Mezu'ru" versprach sie. "Vielleicht finde ich dabei Hinweise wer dieser YTT war - und womöglich auch ...." und damit suchte sie wieder den Blick der Khajit "... ob er oder sie ein so mächtiger Zauberer gewesen sein könnte, dass er ein ganzes Haus verzaubern hätte können" merkte sie mit einem schelmischen Augenzwinkern an. 
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#75
"Hrrrm," nickte Mezu dazu. "Aberr Du wolltest dieserr von jenem Zauberrerr errzählen, ja?"
Mezu scharrte am Feuer herum, stiess da einen Zweig tiefer und schichtete dort die Glut höher - so langsam begann das kleine Feuerchen tatsächlich, ein wenig Wärme zu verströmen.
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#76
Das Lächeln verschwand aus dem Gesicht der Priesterin. Langsam legte sie die Bücher beiseite, hüllte sie wieder in das Öltuch ein und verstaute sie in ihrer Schachtel. Noch einmal blieb ihr Blick daran haften, so als scheue sich sich mit dem von Mezu angesprochenen Thema zu befassen. Sie verschloss das Kistchen mit Bedacht. 

Eca atmete tief durch. Unwillkürlich zog sie die Knie an und schlang die Arme um die Knie, bemerkte gar nicht, dass sie eine ganze Weile lang ins Feuer starrte, obgleich dessen Wärme sie nicht erreichte. In ihre Augen war ein sonderbarer Ausdruck geschlichen.
Furcht?
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#77
Mezu legte den Kopf schief und sah ihre alte Freundin aufmerksam an. Sie sagte nichts, allein ihr Gesichtsausdruck - die hoch aufgerichteten Ohren, die großen Pupillen und die gekräuselte Nase - zusammen mit dem unruhig schlagenden Schwanz, verrieten ihre Besorgnis.
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#78
Wirklich ... lange ... scheint die Priesterin Gefangene ihrer eigenen Gedanken zu sein. Dann holte sie tief Luft.

"Ich werde seinen Frevel enden müssen" murmelte sie schließlich leise, den Blick unverwandt in die tanzenden Flammen gerichtet. "Und ich glaube auch, dass ich einen Weg gefunden habe, dies bewerkstelligen zu können." Sie suchte mit traurigem Lächeln Mezu'rus Blick. "Ein Weg, der Veyar nicht gefallen wird. Deswegen hoffe ich darauf, dass ihr als seine Freunde und Aravir als seine Liebe ihn zu halten vermögt wenn es soweit ist" entgegnete sie. 
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