Eine Frage des Vertrauens
#31
Entaire betrachtete die Khajit mit einem schon fast als zärtlich zu bezeichnenden Lächeln, trat dann vorsichtig ganz nahe an sie heran und bedachte sie mit einem khajitischen Nasenkuss der Zuneigungsbezeugung. Sie hob die Hand, die immer noch das Amulett umschlossen hielt etwas an, sah Mezu lange in die Augen. 
"Umso mehr danke ich dir für dein Verständnis" flüsterte sie leise, deutete eine sachte Verbeugung an und nahm sodann wieder etwas Abstand von der Khajit, wusste sie doch, dass körperliche Nähe Mezu nicht so wahnsinnig behagte. Sie ließ das unscheinbare Kleinod in ihrer Rocktasche verschwinden und lachte leise bezüglich der Frage nach den Keksen. Sie nickte.
"Sogar das Versteck habe ich mir selber ausgedacht - und das Rezept ist sogar von einem Khajit - also ... von seiner Mutter, um ehrlich zu sein denn er war ein lausiger Koch ... aber durch ihn habe ich khajitisch kochen gelernt ehe ich auch nur den Hauch einer Ahnung meiner eigenen Kochtraditionen besaß. Wir können gerne mal zusammen kochen, dann zeige ich dir wie ich sie herstelle, einverstanden?"
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#32
"Wirrrrrklich gern," nickte Mezu, aufrichtig interessiert. "Diese würrde auch gerrrne lerrnen, wie die Altmerr kochen, ja?"
Anderrrerrrseits...."

Mezu dachte an Ammeron, der taktvoll im anderen Raum wartete, und an Ecas verliebten Blick.
"Vielleicht ist es heute nicht itharrykr*?" fragte sie dann offen.


* passend
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#33
Entaire lachte vergnügt. "Oh, ich zeige dir meine überschaubaren Kochkünste gerne" erwiderte sie heiter. "Ich fürchte nur, dass du sie ebenso langweilig finden wirst wie ich - wenn ich im Hause Aeternon kochen durfte, dann konnte man die khajitische Küche durchaus herausschmecken. Eure Kochtraditionen sind einfach ..." ... sie sah zur Decke auf und überlegte kurz, ehe sie wieder Mezu'rus Blick suchte. "Spannender?!" Dann jedoch nickte sie, wurde etwas ernster, bedachte die Freundin mit einem dankbaren Lächeln. 

"Heute ist es mir um ehrlich zu sein ein wenig zu spät, und ..." Kurz ging ihr Blick zur Türe, die nach oben führte. "Wie du es dir wahrscheinlich zu denken vermagst, würde ich gerne noch etwas Zeit mit meinem Gatten verbringen". Sie hielt kurz inne. "Wenn Ammeron morgen nicht schon wieder unterwegs sein muss, kann er auch hier die ... "Wache" übernehmen - ansonsten musste du mit ein paar liebreizenden Justiziaren aus dem Aurieltempel vorlieb nehmen ... oder wir verschieben die gemeinsame Küchenschlacht auf die Zeit, wenn ...". Sie stockte, schluckte, und hielt für ein paar Herzschläge lang inne. " ... wenn das hier alles vorbei ist, ja?!" brachte sie ihren Satz zu Ende, Ihre Stimme klang ein wenig bang, wenn auch hoffnungsvoll. Unwillkürlich tastete ihre Hand nach ihrer Rocktasche in der nun Aravirs Amulett ruhte. Sie nickte daraufhin unmerklich, als könne die Anwesenheit des schnörkellosen kleinen Gegenstands ihr Zuversicht einflösen. "Alles wird gut werden" sagte sie dann leise; ob zu Mezu'ru, oder aber vielmehr auch zu sich selbst, mochte der Khajit nicht ganz klar erscheinen.
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#34
"Va ba! Ja, das wirrd es." Die Khajiit machte das Faustzeichen auf der Brust, um diese zuversichtliche Bestätigung traditionell khajiitisch abzuschliessen.
Auch Mezu schien nicht unbedingt das nächstliegende zu meinen. Unentschlossen schlug sie mit dem Schwanz.
"Obwohl diese nach wie vorrrr derrr Meinung ist, dass ein wenig Schützenhilfe eurre Aufgabe durrchaus einfacherrr machen würrrde.
Wenn also das alte Amulett nicht hält, was es verrrsprricht - zögerrt nicht, uns anderrre zu Hilfe zu rrrufen, Eca. Du weisst, dass wirrr fürrr Veyarrr oderrr Dich jederrzeit kommen werrrden, egal, wie grrroß die Gefahrr ist."


Mit diesen Worten war Mezu schon zur Tür getreten und schien gehen zu wollen.
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#35
Ecas Lächeln verstärkte sich. Sie neigte den Kopf zum Abschied, legte ihre Hand dabei auf die Herzgegend. "Ich weiß" erwiderte sie leise. "Auf meine Familie habe ich mich seit jeher und immer verlassen können - auf alle davon ... so ist es auch heute noch" merkte sie an. Für einen flüchtigen Augenblick wurden ihre Augen traurig als sie an ihren verstorbenen Sohn Turica'an dachte.

'Mara, vergib ihm zu gegebener Zeit, obgleich er irrwandelte ...' richtete sie darauf ein stummes Gebet an ihre Göttin. 

Ihre Gedanken schweiften ab. Unmerklich musterte sie Mezu daraufhin mit nahezu verträumtem Blick. Sie war Zizah in vielen Dingen so ähnlich... hätte seine kleine Schwester oder gar eine seiner Nachfahrinnen sein können. In jedem Fall aber war sie eine gestandene Khajit - und als solche reichte sie Zizah in jedem Fall zur Ehre. Sie trat an Mezus Seite, öffnete ihrer Freundin die Türe und begleitete sie noch bis nach draußen, die Stufen hinunter. Versonnen blickte sie hinauf in den Sternenhimmel, schließlich wieder zu Mezu, sah ihr in die Augen. 
"Sternenlicht möge deine Schritte behüten und deinen Weg erhellen, bei Tag und bei Nacht" verabschiedete sie sich in leisem Tonfall, merkte weit mütterlicher schließlich noch an "Gib auf dich acht, liebe Mezu ...".
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#36
Mezu schlug unbehaglich mit dem Schwanz bei dieser formellen Verabschiedung und Ecas traurigen Blicken. Als verrabschiedet sie sich fürr immerr....
Impulsiv gab sie Entaire einen Nasenkuss, dann umarmte sie sie, obwohl ihr die Berührung der haarlosen Altmer-Haut in der Regel unangenehm war.
"Diese glaubt fest an Dich und an Veyar, Eca. Sie hat fest gestellt, dass es am allerrrrbesten ist, wenn man an sich selbst glaubt und sich auf die eigenen Krrräfte verrlässt, ja? Also: Glaube an Dich, va? Ihrrr schafft es, Du wirrst sehen."
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#37
Für die Dauer eines Herzschlages mochte es der Khajit so erscheinen als halte sich Eca an ihr fest; erwiderte sie die Umarmung doch ungewohnt rückhaltlos. Sie atmete tief durch als sie sich wieder von Mezu löste. Sie nickte eifrig. 
"Ich vertraue auf meine Familie ..." erwiderte sie schließlich. "Ich glaube an die Götter und daran, dass sie Veyar und Aravir auf diesem Weg begleiten und nicht alleine lassen werden." Sie lachte leise, doch dem Lachen fehlte die Heiterkeit. "Veyar ist jung und unbeschwert - und mutig genug um nach vorne zu sehen. Das ist das glückliche Los der Jugend - dass man sich über wenige Dinge Gedanken macht. Ich werde mir Mühe geben meinem Sohn nicht durch unnötige Sorgen diese Aufgabe noch zu erschweren. Du hast gewiss recht, Mezu ... wir schaffen das". 
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#38
"Va ba.*" bestätigte Mezu.
Bei den Worten zum Glück der Jugend konnte Mezu nur die Schultern zucken - schließlich war sie selbst eine von denen, die sich nicht mit unnötigen Gedanken und dem Woher und Warum einer Tatsache zu beschäftigen pflegten. Wenn Eca meinte, dass dies das Vorrecht der Jugend sei, dann musste Mezu selbst wohl noch sehr jung sein.
Gedanklich beschäftigte sie viel mehr, ob ihre Falle zuschnappen würde. Wenn Veyar das Amulett von Eca erhielt und es,, wie Mezu empfohlen hatte, bis zum letzten Moment geheim hielt - dann konnte Aravir sich nicht mehr deswegen bei ihr beschweren. Entweder würde es hilfreich sein oder nicht gebraucht werden - und es hieß, dass diese seltsame Seelenfessel oder -band oder wie immer man es nennen mochte, tatsächlich so funktionierte, wie Aravir es erklärt hatte: Wenn Veyar ein Geheimnis haben wollte, konnte er es, egal wie persönlich es für Aravir sein würde.
Wenn es allerdings doch ein ungewolltes Mitteilen - und damit in Mezus Augen auch Kontrolle, Gängelei und Spionage - beinhaltete, dann würde Veyar sein Geheimnis nicht bei sich behalten können. Und dann würde Aravir sicher Mezu wieder aufsuchen und viele, viele Worte verlieren über Vertrauen und Ehre und dergleichen. Dann hätte sie recht gehabt und konnte ihr Urteil über diese Seelenfessel für sich abschliessen.
So oder so - bei dieser Art von Prüfung konnte die Khajiit nur gewinnen. Entweder Aravir - und damit vor allem auch Veyar - helfen oder endlich herausfinden, ob es sich bei diesem seltsamsten aller Geschenke der Götter doch nur um ein kompliziertes Gefängnis handelte.
Sie war sehr neugierig darauf, was in den nächsten Wochen passieren würde. So neugierig, dass sie es nicht sein lassen konnte, doch noch einmal ihre Hilfe anzubieten.
"Diese.. ist berreit, Eca, ja? Wirrrklich. Sie hilft, ja?"
Mezu versuchte es mit einem alten Khajiit-Trick: sie knickte die langen Beine leicht ein, um etwas kleiner zu erscheinen, legte die Ohren demütig an und sah mit großen, türkisen Bettelaugen zu Eca auf.


* Es sei.
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#39
Die List ging auf, konnte Mezu doch sehen wie der Altmer das Herz aufging beim Blick in diese unsäglich großen flehentlichen Augen. Sie seufzte schwer, lächelte zärtlich, senkte dann ihre Stirn auf Mezu'rus herab ohne die Khajit dabei jedoch mit den Armen zu umfangen, wie sie es tatsächlich gar nicht so gerne hatte. Für einige Herzschläge schloss Entaire ihre Augen. 

Götter, wie sehr sie sich um Veyar und seinen Liebsten ängstigte! Aber dies war nicht die Stunde des Zauderns, sagte sie sich. 

"Ich danke dir für deine Treue und vor allem für deine liebevolle Freundschaft, die du mir ebenso wie meinem Sohn geschenkt hast...." flüsterte sie ergriffen. Noch leiser wisperte sie "Aber dies ist weder meine noch deine Prüfung ... es ist die Feuertaufe, die Veyar und Aravir vor dem Antlitz der Götter bestehen müssen. Habe Vertrauen in sie beide, Mezu-rhi-haj*, habe Vertrauen - so wie ich es auch haben werde ...". Mit ebenso demütig gesenktem Kopf nahm sie wieder ein wenig Abstand von der Khajit, ließ ihr genug Freiraum falls sie sich spontan dazu entscheiden mochte im Dunkel der Nacht zu verschwinden. 



* -rhi-haj = tag'ra: soviel wie: liebste / treue / vertrauenswürdigste ~
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#40
Mezu ... brauchte einen Moment, um Ecas wohlmeindende Ablehnung ihrer Bitte zu verarbeiten. Schliesslich hätte es ja beinahe geklappt!
Doch dann nickte sie einfach nur, rückte die Dolche an der Hüfte zurecht und wandte sich um, um endgültig in die Nacht hinaus zu verschwinden.
Wirrrd schon werrrden, ja.
An Hoffnung war Mezu noch nie arm gewesen.
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