Eine andere Geschichte....
#11
Die Diebesgilde schickte eine alte Bekannte zu den Faer Eryn - Rabina.
Mezu begrüsste sie freundlich, und nachdem Rabina ihren Dienst als Bedienung in der Taverne zum Widerhaken beendet hatte, führte sie sie aus Himmelswacht heraus.
Es war kein langer Weg bis nach Trümmerhain, einer kleinen Altmer-Siedlung in der Nähe der Stadt, doch den Gefährten wurde sehr mulmig, als sie merkten, dass jemand ihren Weg beobachtete.
Mezu packte gleich das Jagdfieber.
Sie fand die Spuren eines Khajiits - eines Khajiits, der wohl Jagd gemacht hatte auf einen Dremora und zwei Clanbann - ihre Überreste waren nicht zu übersehen. Es brauchte keine großartigen detektivischen Fähigkeiten, um aus den sauberen Schwertwunden, den Krallenspuren und den so offensichtlich absichtlich hör- und riechbaren Spuren schlusszufolgern, dass es Darashí war, der hier jagte.
Aber warum zeigte er sich nicht? Mezu wäre am liebsten davongerannt, hätte die Gruppe unbewacht zurückgelassen, nur um Darashí zu sehen, mit ihm zu sprechen, sich an seinem schönen weichen Fell zu reiben...
Seltsamerweise widerstand sie diesem Drang - wegen Gaijus' Stimme. Er bemühte sich sehr, die Gruppe zusammen zu halten und vor allem Unbill zu beschützen, und seine tiefe, befehlsgewohnte Stimme, die den Faer Eryn Mut zusprach und sie darum bat, wachsam nach allen Seiten Ausschau zu halten, erinnerte Mezu an ihre Pflicht.
Darashí würde sich ohnehin zu nichts zwingen lassen. Wenn er sich zeigen wollte, wusste er, wohin er gehen musste - die Spuren der Faer Eryn auf der staubigen Straße und die Witterung, die Mezu zurückließ, waren deutlich genug, um selbst einen Menschen wissen zu lassen, wohin sie gegangen waren.
Darashí!
Mezu grinste.
...ist doch natürrlich, oderr? Diese heisst Dolch, weil es das ist, was sie ist. Ja?
Antworten
#12
Die Faer Eryn hatten ein paar Tage Zeit um sich einzurichten, bevor Breanha Dhú, die zuständige Oberin für das Dorf Trümmerhain, eintraf.

Sie hatten gerade erst angefangen, den Inhalt des Lagerschuppens zu sichten und die Küche einzurichten, als Mezu sich mit der Entschuldigung verdrückte, sie werde nach Himmelswacht gehen und nach Nachrichten über die Oberin forschen, die im Laufe dieses Tages eintreffen sollte.

Doch Mezu hatte das Dorf erst vor einer halben Stunde in östlicher Richtung verlassen, als Breanha Dhú es auf der offiziellen Südstrasse erreichte. Freundlich begrüßte sie die Anwesenden.
Dann erklärte sie ihnen ihren Plan:
Jeder Interessent der Bewahrer, jeder Nachwuchs aus dem Dorf und jeder, der des Lesens und Schreibens mächtig war, sollte hier eine Ausbildung entsprechend seiner Fähigkeiten erhalten; und zwar zum einen natürlich im Lesen und Schreiben und verschiedenen Lernmethoden, um ihnen das Studium der literarischen Werke der Klassiker ermöglichen zu können; doch andererseits auch Kampfkunst und das Überleben in bestimmten, feindlichen Lebensräumen.
All das konnte Breanha natürlich nicht alleine tun. Sie bat Gaijus und Daraen, Ausbildungspläne zu erarbeiten, um ihre neuen Schützlinge auf denselben Stand zu bringen.
...ist doch natürrlich, oderr? Diese heisst Dolch, weil es das ist, was sie ist. Ja?
Antworten
#13
Es war noch viel Organisation von nöten, bevor der Aufbau halbwegs organisiert war. Und zu Breanhas andauernder Freude kamen mehr und mehr Leute, die von dem Aufbau der Siedlung gehört hatten und eine helfende Hand reichen wollten oder einen neugierigen Blick riskieren.
Aber Darashí und Mezu waren und blieben verschwunden.
...ist doch natürrlich, oderr? Diese heisst Dolch, weil es das ist, was sie ist. Ja?
Antworten
#14
Schliesslich, als man schon Suchtrupps aufstellen wollte, kehrten Darashi und Mezu wohlbehalten zurück. Fröhlich schwiegen sie über ihren Verbleib in den letzten zwei Wochen; doch halfen sie - wie auch Laraen, Gaijus, Finder und Zariel - kräftig beim Aufbau der neuen Siedlung mit.
Schnell wuchs die kleine Gemeinde; erste Möbel und das erste Regal in der neuen Bibliothek folgten.

Dann startete Gaijus ein Lauf- und Schwertkampftraining, dass von den Teilnehmern mit recht gemischter Begeisterung angenommen wurde. Lehrreich war es wohl für alle Teilnehmer.

Eines Tages marschierte ein Altmer in schwarz-goldener Kleidung in das Dorf.
Er sei ein Bote des Thalmor, machte er mit nicht zu übersehender Arroganz klar. Die Bewahrer sollten ein verschollenes Buch finden und dem Thalmor zurück bringen - schliesslich sei das das Spezialgebiet der Bewahrer.
Ausgerechnet "Die Verhaltensweisen der niederen Rassen und ihr Einfluß auf die Kultur der Altmer" - dieses rassistische Machwerk sollten sie finden und dem Thalmor übergeben.
Nichts als Schikane, urteile Breanha. Dennoch; dem Thalmor und den "besorgten" Altmer-Nachbarn sollte man sich nicht so offen widersetzen. Also galt es erst einmal, das geforderte Werk zu suchen. Man könne danach immer noch Maßnahmen einleiten, um dem Thalmor den Besitz dieser Schwarte gründlich zu vermiesen, flüsterte sie hinter vorgehaltener Hand.

So bereiteten sich die Bewahrer vor und zogen in das nahe gelegene Funkeltal aus, das ihnen als letzter Verbleib dieses Buches genannt worden war.
Dort angekommen entdeckten sie deutliche Spuren eines Goblin-Überfalls - und einen schon ein paar Tage toten Altmer, umgeben von antiken Büchern. Doch keines war das gesuchte Buch. Was nun?
...ist doch natürrlich, oderr? Diese heisst Dolch, weil es das ist, was sie ist. Ja?
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste