[RPG] Der Orkpfeil (reloaded)
#1
Thorgrim

Der Tag hatte sich zum Abend geneigt. Genüsslich sitzt Thorgrim im Gasthaus zu Bree und geniesst bei einer guten Pfeife und einigen Krügen Bier den zuende gehenden Tag. An seiner seite hatten sich ein paar Zwergenbrüder versammelt, die sich entweder durch frühere Schlachtzüge kannten, oder einfach nur durch die Tatsache, dass sie Unmengen an Bier verschlingen konnten zu einem grossen Haufen an feuchtfröhlichen Tafelfreunde anwuchsen. Sie feierten bis tief in die Nacht. Bier und Kraut, Pökelfleisch und nochmehr Bier, Bier und Kuchen wurde verschlungen und in Ehre an die Tage in Moria das Leben hochgelobt.
Es hätte noch bis in den nächsten Tag weitergefeiert werden können, obwohl die Hälfte unter dem Tisch die Decke des Gasthauses nach Rissen absuchte, wäre da nicht der Wachmeister der Stadtwache von Bree vorstellig geworden und hätte die Bande aus dem Pony geworfen.

Etwas angesäuselt begibt sich also Thorgrim auf den Weg zum Lager der Faer Eryn. Nach einigen orientierungsschwierigkeiten und Lärmbelästigungen, sowie dem erneuten Auftreten des Wachmeisters, fand Thorgrim die Aussentore von Bree und begab sich, von seinen Brüdern verabschiedend auf den Heimweg in die Dunkle nacht.

Klar stand der Sternenhimmel mit seinen unzähligen wunderschönen Sternen zu schau. Die Grillen zirpten in die Nacht uns ein kühler Windstoss erfrischte die Gegend von Zeit zu Zeit. Es riecht nach Sommer.

als Thorgrim fast den Wald der Faer Eryn erreicht stolpert er in Gras über ein Hinderniss und fällt auf seinen grossen Bart. Das Geräusch einer zu boden fallender schweren Rüstung, auch wenn sie ins Gras fällt, lässt sich über grosse Distanz noch vernehmen. Und wenn nicht das Fallen, dann ganz sicher das Fluchen des Zwergs, als er sich wieder aufrappelt um den Stolpergrund kräftig mit seinen schweren Schuhen zu bestrafen. Als er sich nähert kann er erkennen, dass das was ihn zu Fall brachte ein bisschen gross für einen Stein war. Er kniet sich nieder um zu sehen was es ist.

Sein Gesicht steht ihm weiss vor Schreck. Was er in seiner Hand hält ist der zerbrechliche Körper eines Menschen. Ein Mädchen um genauer zu sein. Anhand der Kleidung scheint es auf einem umliegenden Bauernhof zu leben. Schnell zieht der Zwerg seinen Panzerhandschuh aus und streift dem Mädchen die blonden Haare aus dem Gesicht. Die leblosen Augen des Mädchens starren ins nichts, Thorgrim erkennt, sie ist tot.
Eine grosse Träne kullert über sein Gesicht. Keine Anstalten mehr von Alkohol, seine freudige Laune weg. Voller Trauer um ein junges Leben, hebt er den toten Körper hoch. Da bemerkt er es.

Etwas hölzernes steckt in ihrem Rücken. Der Zwerg setzt das Mädchen ab. Er untersucht den Rücken und entzieht ihr, das Holzstück. Voller Verwunderung zieht er eine metallerne Spitze aus der Wunde.
Er betrachtet das Holz genau. Liebelos und in Hast wurde die Spitze und der Schaft gefertigt. Er kennt genau um was es sich hier handelt. Dem weissen Gesicht schiesst Blut in die Wangen, Wut steigt im Zwergen auf. Einen Pfeil hat er gefunden, einen Orkpfeil !

Wütend verstaut er den Pfeil in seiner Tasche und bringt das Mädchen zum nächsten Bauernhof. Die Bauern kennen das Mädchen nicht, versprechen ihre Eltern zu finden. Thorgrim bricht so schnell er kann auf. So schnell ihn seine Beine tragen können läuft er zum Lagerfeuer der Faer Eryn.

Die Mitglieder sitzen fröhlich um das Feuer, als sie von weitem einen keuchenden Zwergen anstürmen sehen. Um Atem ringend wirft Thorgrim den Pfeil auf den Boden, damit alle ihn sehen können. Der Zorn stand in seinen Augen, als er in Wortfetzen keuchend zu verstehen gibt:

"Sie ....sind hier! ...Ein kleines Mädchen .....trug diesen Pfeil!"

Malthus

Malthus sprang auf. Er sah Thorgrim, kreidebleich. In der Hand hatte er einen Pfeil. Er warf ihn zu Boden. Malthus erkannte, um was es sich handelte. Ein Orkpfeil. Diese Pfeile sind gänzlich schwarz von der Feder bis zur Spitze. Meist mit Gift versehen ist die Spitze meist noch mit kleinen Widerhaken versehen, die die Wunde noch größer machen beim Herausziehen. Malthus hatte schon Kämpfer gesehen, die den Preis nicht aus der Wunde rauszogen, sondern mancher rammte die Preise noch tiefer in die Wunde, um sie hinten wieder rauszubekommen.

Und dieser Pfeil sollte ein kleines Mädchen getötet haben? Diese Kreaturen!!

„Jetzt beruhigt Euch erst einmal, Herr Zwerg.“

Malthus schritt dem erschöpften Zwerg entgegen und wollte ihn stützen, doch dieser schlug seine Hilfe aus.

Diese Zwerge!

„Lasst mich, ich kann sehr wohl auf meinen eigenen Beinen stehen und brauche Eure Hilfe nicht, Mensch.“ Doch dann ließ er sich erschöpft in einen der umliegenden Stühle sinken.

Die Gefährten versammelten sich um Thorgrim, gaben ihm etwas zu trinken und dieser berichtete von seinem Fund.

„Sie sind zurückgekehrt, na endlich!“ sagte Malthus und fügte verächtlich hinzu: „Dass Orks hinterlistige Kreaturen sind wusste ich, doch dass sie feige sich an Kindern vergreifen, die sich nicht wehren können lässt sie noch erbärmlicher erscheinen! Wir sollten sie suchen – und vernichten!“

Himelen

Mit ernster und nachdenklicher Miene sah Himelen auf den am Boden liegenden Pfeil.

Ein Pfeil, in einem kleinen Mädchen … zu welchem Zweck …

Seine Stirn legte sich in Falten. Thorgrim war sichtlich aufgewühlt, so kannte er ihn gar nicht. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass die angebotene Hilfe von Malthus keine große Verwendung fand.
Voller Zorn in der Stimme berichtete der Zwerg dann was geschehen war. Als seine Erzählungen endeten, war die Lage jedoch genau so unklar wie vorher auch.

„Ihr fandet also diesen Pfeil im Körper des Mädchens? Nun was habt ihr sonst noch erkennen können? Gab es Kampfspuren in der Umgebung, lagen dort noch mehr Leichen? Hat sie sich vielleicht, verwundet wie sie war, dort hingeschleppt und kam an diesem Ort ihren Verletzungen zum erliegen?“

Himelen versuchte so etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen und den Zwerg etwas zu beruhigen, indem er sich erinnern sollte.
Er hoffte zwar, dass sich Thorgrim noch an etwas erinnern konnte, doch der Alkohol und der Zorn werden ihn wohl nicht nach Spuren haben suchen lassen. Davon ging Himelen aus, da er viele Zwerge in ihrer Wut schon erlebt hatte und nur wenige sich dann noch an Kleinigkeiten erinnerten
Und dennoch, vielleicht war da ja doch etwas, an das sich der Zwerg erinnern konnte. Etwas, dass er eher unbewusst wahrgenommen hat.

„Versucht euch zu erinnern Thorgrim. Egal was euch aufgefallen ist an diesem Ort und scheint es auch noch so unbedeutend.“

Mit ernster Miene sah der Elb den Zwerg an.

Kommt schon Thorgrim, so dumm sind Orks nicht, dass sie so offen ihre Spuren hinterlassen in dieser Zeit und dies völlig ohne Grund.

Thorgrim

Kaum ist Thorgrim auf dem Stuhl abgesessen, wird er natürlich von den Fragen der Anwesenden gelöchert. Immer noch aufgebracht über das Erlebt aber mittlerweile wieder zu Atem gekommen versucht er sich zu erinnern, ob da noch etwas anderes gewesen ist, was er übersehen haben könnte.

"Nein, werte Freunde. Ich kann mich nicht mehr erinnern, irgendetwas anderes gesehen zu haben. Denn ich hielt mich nicht auf einem Weg auf sondern begab mich quer Feld ein."

Der Zerg ist sichtlich niedergeschlagen, überraschte ihn der Umstand des Todes von diesem Mädchen dermassen, dass er seine Sinne nicht für das Rundherum geschärft hatte, wie er es sonst immer tut.

"Vielleicht habe ich mich einfach so dermassen überrascht, dass es dort noch mehr gibt, was ich nicht..."

Beim sprechen dieses Satzes wird Throgrim erneut kreidenbleich. Er konnte nicht sagen, ob es dort noch mehr gab. Der Umstand lässt ihm keine Ruhe. Er erhebt sich, nimmt seinen Schild in die Hand und spricht zu den Gefährten.

"Lasst uns nochmals da hin gehen, ich werde Euch führen. Es gibt vielleicht noch mehr, was mir versagt blieb zu entdecken und in Erfahrung zu bringen."
#2
Malthus

Malthus verzog das Gesicht, ballte die Faust und rief: „Dann lasst uns gehen, meine Freunde. Rüsten wir uns aus und ziehen los. Vielleicht finden wir ja wirklich noch die eine oder andere Spur.“ Außer, dieser Zwerg hat mit seinem Plumps in die Büsche nicht wertvolle Spuren zertrampelt.

Doch dies wagte er nicht zu sagen. Nicht, dass er diesen Zwerg fürchtete. Es gab nicht viel, was Malthus wirklich in Angst und Schrecken versetzen könnte. Doch ein Zwerg in Rage konnte bei einem Tobsuchtsanfall doch beträchtlichen Schaden anrichten – noch dazu unter Alkoholeinfluss. So lies er es bei sich bewenden und rüstete sich zum Abmarsch.

Kurze Zeit später versammelten einige Gefährten wieder in der Halle. Alle bewaffnet. Irgendwie freute sich Malthus auf diesen Ausflug. Endlich war das faule Rumsitzen vorbei. Und auch das Kräftemessen mit Galain konnte nicht wirklich ablenken. Aber auf der anderen Seite dachte er an das Grauen, das jetzt in Breeland herrschen musste. Die Leiche bei den Bauern zu lassen – ob das so eine gute Idee war? Womöglich hatte die Kunde des gewaltsamen Todes schon die Runde gemacht und für Angst und Schrecken in den umliegenden Gehörten geführt.

Sie mussten nun schnell losziehen. Sicherlich war die Stadtwache von Bree bereits über diesen Mord informiert und machte sich abmarschbereit. Wenn nicht schon Thorgrim, dann sicherlich diese Tölpel der Stadtwache würden die Spuren vernichten.

Linyaril

Linyaril war an diesem Abend bei den Geistern des Waldes zu Besuch. Als der Zwerg heranstürmte, hob sie den Kopf und lauschte gespannt dem, was gesprochen wurde.

Orks! Schon wieder! Und diesmal so nahe...
Die Dunkelheit darf uns nicht übermannen! Jeder Pfeil und jeder Schwertstreich gegen diese schwarze Brut ist nicht vergebens!

Als einige der Gemeinschaft aufstanden, um der Sache auf den Grund zu gehen, griff sie still nach ihrem Bündel und dem Bogen und folgte den tapferen Recken hinterher. Vielleicht würde sie sich in dieser Angelegenheit nützlich machen können...

Elvar

Mit einem großen Sprung überquerte Elvar den kleinen Bach und eilte den Hügel hinauf. Oben angekommen sah er schon von Weitem das Lagerfeuer der Fear Eryn und eilte sich um so mehr, da ihn eine sehr dringliche Angelegenheit voran trieb.
Als er in die Nähe des Lagers kam, wunderte er sich, dass niemand zu sehen war.
Dunkle Vorahnungen machten sich in ihm breit und er stürzte auf die Tür zu, als sie im entgegenschlug. Fast hätte sie ihn umgeworfen, wäre er nicht im letzen Moment zur Seite gewichen und während des Ausweichens zog er Nardris aus der Scheide.
Herausgestürmt kam Thorgrim mit einer finsteren Mine.

"Herr Zwerg, wolltet Ihr mich mit der Tür erschlagen, oder seit Ihr immer so stürmisch? Aber diese Sache können wir später regeln. Etwas Wichtigeres treibt mich zur Eile "

Mit einer Handbewegung holte Elvar einen Pfeil unter seinem Mantel hervor und hielt ihn im Feuerschein den Gefährten entgegen. Es handelte sich auch um einen Orkpfeil.

"Diesen habe ich im Walde gefunden und ich sage Euch, viel zu nah.
Es hat wahrlich nichts Gutes zu bedeuten. Ich habe daraufhin die nähere Umgebung untersucht und eine Menge von altbekannten Fußspuren entdeckt, die alle in eine Richtung führten."

Elvars Mine verfinsterte sich und schon lang vergesse Bilder kamen wieder in ihm hoch.

"Gefährten, keine Sekunde dürfen wir zögern, um dieser Bedrohnung ein Ende zu setzen"

Thorgrim

Thorgrim sieht sich in seiner Befürchtung bestätigt, als Elvar einen weiteren Pfeil präsentiert. Ein wirklich ungutes Gefühl beschleicht ihn und es liegt ihm schwer im Magen. Etwas muss geschehen, denn marodierende Ork Horden hier in diesem Landstrich kann nicht toleriert werden.

Thorgrim wendet sich der Gemeinschaft zu, nachdem er sich wieder gefasst hat und erläutert:

"Faer Eryn. Ich befürchte, dass sich dort an Ort noch weit schlimmeres zugetragen haben muss als ich im Mondschein gesehen habe. Vielleicht gibt es noch mehr tote Menschen, welche mir damals verborgen blieben."

Thorgrim pausiert andächtig.

"Lasst uns, wenn ihr einverstanden seid, zum Krieg rüsten und möglichst viele Geister des Waldes zusammenrotten um gegen solche Orkhorden in der Schlacht bestehen zu können. Unser aller Feind streckt die Hand nach der Freiheit aus.... schlagen wir ihm eins drauf."

Der Zwerg betrachtet das knisternde Feuer und beobachtet die Reaktionen der Mitglieder und Freunde der Geister des Waldes. Er kann den Ruf spüren. Er spürte ihn schon damals als Gefahr im Verzug war, als er noch Hauptmann der Kârâm-undil war, als der König in Gefahr war und seine Axt ihn in den Kampf rief. Er ist geneigt, dem Ruf zu folgen. Gerechtigkeit muss wieder hergestellt werden und alle die armen unschuldigen Opfer müssen gerächt werden.

Thorgrim zieht seine Zweihandaxt hervor und stellt sie vor sich. Die Axt blitzt im Feuerschein auf und ragt bedrohlich aus des Zwergen Hand. Oh ja... fürchtet Euch ihr Orks, ihr habt den Zorn der Faer Eryn geweckt. Das werdet ihr bereuen.

Malthus

„Elvar, sagt, wo genau habt Ihr den Pfeil gefunden? Lag er einfach auf dem Boden? Ich wundere mich, ob dieser in der Nähe von Thorgrims Fund war.“ Malthus sah beide Pfeile eingehend an. Sie waren identisch. Hergestellt in der gleichen Werkstatt. Wie viele Orks es wohl waren? Ein einzelner Späher, ein Trupp, eine Armee? Nun, egal, es würden schon genug für alle sein!

Elvar erzählte, wo genau er den Pfeil gefunden hatte. Diese Stelle war unweit von Thorgrims grausamem Fund.
„So, genug gewartet! Lasst uns losziehen!“ Malthus konnte es kaum erwarten, diesen Fall zu untersuchen. Das letzte Mal hatte ihn Galain nur um zwei Orksköpfe geschlagen. Diese Schmach galt es nun auszumerzen.

Nun endlich hatten sich alle Getreuen gerüstet und sie standen bereit, das Rätsel um die beiden Pfeile zu erkunden.

Galain

Galain trat zu der aufgeregten Schar und nahm die beiden Pfeile in die Hand und schaute sie genau an.

"War seid Ihr denn aufgeregt wie ein paar aufgescheuchte Hühner? Wegen ein paar Orks die vermeintlich durch die Gegend ziehen?
Die Orks sind zu dieser Zeit doch keine seltenen Besucher und ein Opfer keine Besonderheit! Was ihr offensichtlich übersehen habt,
ist das dieser eine Pfeil, der das Mädchen traf, sicherlich NICHT von einem Ork abgeschossen wurde. Auf dem Pfeil ist eine kleine Markierung
zu erkennen, wie sie professionelle Attentäter gerne nutzen um die Beseitigung ihres Zieles zu bestätigen. Dies schaut mir so aus, als ob hier jemand
am Werk ist, der nur den Anschein erwecken möchte, dass es sich hier um streunende Orks handeln soll. Ich vermute, hier ging es um etwas ganz anderes.

Ihr solltet vielleicht versuchen, herauszufinden, wer dieses Mädchen war und wer Kontakt zu ihr hatte. Möglicherweise könnte man anhand
dieses Zeichens des Attentäters herausfinden, wer diesen Mord ausgeführt hat. Ihr solltet nicht immer gleich allzu heißblütig auf Orks reagieren. Nicht
immer treiben nur die Diener Morgoths Böses im Schilde."

Malthus

„Mensch, Galain, Du hast recht! Was wären wir nur ohne Dich!“ sagte Malthus mit übertriebener Bewunderung und gespieltem Erstaunen und fügte in Gedanken hinzu: Du alter Besserwisser. Immer muss er sich einmischen. Man man man…Geh doch weiter Dein Schild polieren und lass uns das Problem alleine lösen! Und ich sollte mal meine Augen untersuchen lassen. Wie konnten wir nur diese Markierung übersehen – und warum musste ausgerechnet DER sie finden und wieder Oberwasser haben! Sehr ärgerlich!!!

„Wenn Du diese Markierung kennst, dann hast Du doch sicherlich einen Verdacht! Was meinst Du, wer könnte so was tun?“

Malthus nahm seinen Helm ab und kratze sich an der Schläfe und überlegte. „Wenn Galain Recht hat – und das hat er wohl mal wieder – dann hat dieser Attentäter hier im Wald ein paar Orkpfeile gefunden oder einer armen Späherseele abgenommen und ist auf einem kleinen privaten Feldzug.

Tja, die Orks wären mir lieber gewesen, aber ein einzelner Attentäter reicht ja nicht für uns alle! Doch wenn es ein Profi war wird das relativ unwahrscheinlich sein.

Galain

"Lieber Malthus! Du bist doch wie ich auch als Söldner tätig! Warum Dir das mit der Markierung nicht auffiel ist mir ein kleines Rätsel, liegt aber wohl in Deinem typischen Drang nach Orkblut begründet. Doch es ist nunmal nicht immer alles nur Schwarz oder Weiss! Desweiteren ist eines sicher: Ein professioneller Attentäter handelt niemals nach Rache sondern rein im Auftrag. Dieser Kerl mag die Tat begangen haben, jedoch ist für das eigentliche Verbrechen jemand anderst schuldig. Und wer weiss schon was da alles dahintersteckt. Ein mittelloser Mann könnte niemals solch einen Mörder bezahlen."

Galain nimmt belustig wahr wie Malthus aufgrund seiner Fehleinschätzung innerlich kochte. Als Malthus in böse anlächelt, hat Galain glatt das Gefühl, ihn könnte in diesem Moment ebenfalls solch ein Pfeil treffen.

Thorgrim

Thogrim hörte die Therorie von Galain mit an. Leichtes Kopfschütteln zeigt, dass er nicht einer Meinung mit Galain ist. Denn er kann sich nicht vorstellen, dass ein Attentäter ein kleines Mädchen töten sollte, das weder eine Bedrohung für jemanden ist noch es einen Sinn ergibt.

Aber besprechen kann man diese Dinge bis in alle Ewigkeit, am besten ist es den Fundort des toten Mädchens nochmals in Augenschein zu nehmen. Der Zwerg nimmt seine Axt und teilt mit:

" So liebe Gefährten, ich werde der Sache auf den Grund gehen. Dies scheint mir alles zu wirr, um einen klaren Gedanken fassen zu können. Ich werde nun an den Fundort zurückkehren. Alle diejenigen welche mitkommen wollen folgen mir bitte. Ich hinterlasse Notiz, dass die anderen Sippenmitglieder uns nachreisen können, wenn sie wollen."

Sprichts, schultert seinen Zweihänder und marschiert los, Richtung Waldrand.

Galain

„Nun, tut was ihr wollt, Zwerg. Ich denke ihr habt nichts dagegen, wenn ich solange diesen Pfeil an mich nehme und mich in Bree umhöre? Ich kenne dort einige Zwielichte Gesellen, die mir möglicherweise weiterhelfen können! Es sollte auch jemand mit dem Kopfe arbeiten anstelle
diese nur abhauen zu wollen.“

Galain bricht den Pfeil kurz oberhalb der markierten Stelle entzwei und steckt die gefiederte Hälfte ein, hängt sich seinen schweren Dolch an den Gürtel und marschiert los.

Malthus

Malthus sah Galain ein wenig böse an. Doch er wusste ja, wie er es meinte. Und als Galain ihn dann noch zuzwinkerte musste Malthus dann unwillkürlich lachen! Galain hatte diese Art an sich und trotzdem schaffte er es immer wieder, dass man ihm nicht lange böse sein konnte – zumindest Malthus ging es so.

Malthus war hin und hergerissen, ob er jetzt Galain begleiten sollte, da der sich in Bree bestimmt mit seiner liebenswerten Art die Informationen besorgen würde oder ob er mit Thorgrim ziehen wollte. Eigentlich zog es ihn nach Bree, denn Galain hatte dieses Näschen dafür…aber im Moment wollte er lieber noch ein wenig schmollen und so zog die Gegenwart eines Zwerges der Galains vor.

Er ging hinter Thorgrim her. Problemlos holte er zu dem Zwerg auf und sagte ihm: „Macht Euch nichts daraus, werter Thorgrim. Ihr seit noch neu in unserer Runde und kennt unseren Galain noch nicht so gut wie ich. Und wenn er sagt, er habe so eine Ahnung, dann ist das auch meist so. Wir haben einige Zeit zusammen in der Stadtwache von Bree gedient und da lernt man so manches Zwielichtiges Volk kennen. Aber ich werde Euch begleiten. Vielleicht finden wir ja doch Hinweise.“ Und flüsterte ihm noch zu: „Und wenn Eure Axt in Galains Rücken fahren sollte: Nur zu, ich werde Euch nicht stoppen!“ Als Malthus aber sah, dass der Zwerg anhielt, kurz zögerte, sich nach Galain umschaute und es womöglich wirklich in Erwägung zog sagte er Thorgrim noch schnell: „Das war ein Scherz, nur ein Scherz. Zwerge verstehen doch so was, oder?“

Throgrim führte die kleine Schar an und brachte sie schließlich zu der Fundstelle im Wald.

Thorgrim

Den Gesichtsausdruck auf Malthus Gesicht war einfach zu köstlich um sich diese Möglichkeit entgehen zu lassen. Thorgrim gibt auf Malthus Frage extra keine Antwort und lässt ihm im Glauben, er würde Galain den Kopf von den Schultern mit seiner Axt trennen. Offensichtlich belustigt setzt er seinen Weg fort.

Einige Zeit später treffen sie am Fundort ein. Die Nacht geht zur Neige und der Tag scheint in wenigen Stunden die Oberhand zu gewinnen. Thorgrim wendet sich Malthus zu und sagt:

"Lasst uns auf diesen Hügel dort gehen. Von da hat man eine bessere Sicht über dieses Gebiet. Wir sollten uns erst mal ein Bild machen, vielleicht lässt sich mehr erkennen."

Etwas komisches scheint hier vor sich zu gehen und so steigen die Gefährten auf den Hügel. Oben angekommen entdecken sie unweit der Stelle ein verkohltes Gerüst eines Wagens, dass sich unweit vom Fundort des Mädchens in einer Senke unweit der Strasse befindet. Vom Hügel her ist aber nichts weiteres zu erkennen.

Himelen

„Nun meine Freunde, vielleicht sollten wir zu diesem verkohlten Haufen gehen und von dort werde ich anfangen Spuren zu suchen. Vielleicht finden wir ja eine Verbindung zu dem kleinen Mädchen.“

Himelen hoffte, dass Galain mit seiner stürmischen Art, sofort auf einen Attentäter zu schließen Recht behielt. Kannte er doch aus Zeiten früherer Tage einige Orkstämme, die ihre Symbole auf jedes kleinste Teil ihrer Ausrüstung malten, oder gar schmiedeten.
Doch in einem sollte Galain wohl Recht haben, das Zeichen war sehr fein und man musste genau hinschauen um es zu erkennen. Eher ungewöhnlich für einen wilden Orkhaufen.

„Wir sollten die Nahe Umgebung im Auge behalten.“

Dann wandte sich Himelen an Thorgrim.

„Wenn wir hier fertig sind, so führt mich doch bitte zu dem Ort, an dem ihr das kleine Mädchen abgegeben habt. Ich will mir ihre Wunde und ihren Körper ansehen.“

Dann schritt der Elb leichtfüßig wie eh und je, den Hang hinab zu den Trümmern des Wagens.
#3
Malthus

Malthus folgte dem Elb. Sie durchsuchten die Trümmer genau und stocherten in den verkohlten Überresten des Wagens. Es war ein Pritschenwagen, wie ihn Händler und Bauern haben, um ihre Waren auf den Markt zu bringen. Viel war nicht mehr zu erkennen. Die Flammen hatten sämtliche Beweise vernichtet.

„Na toll, Galain sitzt jetzt mit ein paar Angetrunkenen im Pony und amüsiert sich – und ist wahrscheinlich selber schon angeheitert. Und wir stochern hier im Dreck.“ Was musste ich auch schmollen und mit dem Zwerg gehen. Selber Schuld!, schnaubte Malthus noch hinterher.

Malthus sah im Geröll etwas aufblitzen. Was war denn da? Er ging näher zu der Stelle und fand einen runden Gegenstand. Etwas Metallisches musste es sein. Malthus rieb den Gegenstand blank. Eine Brosche kam zum Vorschein. Malthus schaute sich den Gegenstand genauer an. Er war von edler Schmiedekunst Malthus ging zu den Gefährten, um ihnen den Fund zu zeigen.

„Mir scheint, dass das ein wenig zu edel für ein Bauernmädchen ist." Woher dieser wohl stammt? War das vielleicht ein Raubmord? Hatte das Mädchen die Beute aus einem Raubüberfall bei sich? Solche Überfälle häuften sich in letzter Zeit. Viele Händler trauten sich nur noch mit bewaffneten Eskorten zu reisen. Doch was hatte das Mädchen damit zu tun? Hatte es die Beute entdeckt – und musste deshalb sterben – erschossen während der Flucht?

„Ihr Zwerge versteht doch ein bisschen was vom Schmieden. Sagt an, Thorgrim, ist diese Brosche sehr wertvoll?“ Malthus reichte seinen Fund dem Zwerg.

Thorgrim

Thorgrim kniet neben Malthus und untersucht das Wrack des Wagens. Seine Augen erfassen die von Malthus gefundene Brosche. Er nimmt sie Malthus aus der Hand, dreht sie mehrmals um und begutachtet die Struktur eingehend. Hie und da wischt er etwas Russ oder Dreck von der Oberfläche.

"Scheint ein elbisches Erzeugnis zu sein, Herr Malthus", gibt Thorgrim zu verstehen. "Wir Zwerge fertigen solche Schmuckstücke, soweit mir bekannt ist, nicht an. Zeigt sie doch mal Himelen"

Mit einem Kopfnicken deutet Thorgrim in Richtung des Elben, der stolz stehend mit seinen scharfen Augen die Szene beobachtet.

Thorgrim steht auf und blickt in Richtung Waldgrenze, in der Hoffnung dass noch weitere Mitglieder der Faer Eryn kommen würden um ihnen bei diesem höchst geheimnissvollen Fall beizustehen. Dabei überkommt ihm der Gedanke, was Galain denn in Bree schon herausgefunden haben könnte. Unter Umständen ist es ratsam, ihn dort zu treffen, denkt sich der Zwerg. Und hoffentlich träfen sie noch auf ein paar Orks. Das würde ihm auch noch gefallen.

Thorgrim beobachtet, wie Malthus die Brosche Himelen zuhält.

Malthus

Malthus sah Thorgrim zurück in Richtung der Hallen der Faer Eryn blicken: „Was schaut Ihr denn ständig zurück?“ raunte er den Zwerg an. „Wollt Ihr wirklich, dass noch mehr von uns dazu stoßen? Wenn das keine Orks sind, sondern ein Attentäter bleiben eh nicht genug Feinde für uns drei – vier mit Galain. Dann teile mal einen durch vier oder frage Mal Galain, ob der mit Euch teilt! Das ist nicht wirklich viel für uns. Oder habt Ihr etwa Angst, Herr Zwerg und fühlt Euch nur sicher, wenn viele um Euch herumstehen und Euch schützen? Seit ohne Sorge, ich bin ja bei Euch!“

Malthus dachte kurz über seine letzte etwas freche Bemerkung nach. War es klug, den Zwerg so aufzuziehen. Bestimmt nicht, aber machte ziemlich viel Spaß!

Himelen nach die Brosche entgegen. Malthus und Thorgrim suchten die Gegend nach weiteren Hinweisen ab, doch weitere Spuren waren nicht zu entdecken.

So beschlossen sie, noch das tote Bauernmädchen, welches Thorgrim gefunden hatte zu untersuchen.

Sie machten sich auf den Weg zu dem nahegelegenen Gehöft.

Himelen

Himelen nahm die Brosche entgegen. Doch betrachtete er sie noch nicht genau, erst folgte er dem Zwerg und dem Menschen in Richtung des Bauernhofes, wo Thorgrim das Mädchen abgegeben hatte.
Als sie auf der Straße ihres Weges gingen, nahm Himelen die Brosche dann genauer unter die Lupe.
Zuerst befreite er sie vom restlichen Staub, doch war sie immer noch dreckig und die feinsten Linien waren immer noch nicht deutlich genug zu lesen. An einem Bach, der nahe der Straße durch den Wald plätscherte, wusch der Elb die Brosche endgültig rein.
Voller Glanz war sie nun und ihren ersten, eher unbedeutenden Eindruck verschluckte das strahlen von feinen silbernen Schriftzeichen.
Das Grundgerüst der Brosche schien aus sehr reinem Silber zu sein, auf ihrer ovalen Grundform, hatte man viele feine Blätter angebracht, doch erst bei näheren hinsehen konnte man erkennen, dass es geschliffene Saphire waren, die in das silberne Grundgerüst eingelassen waren.
Die Brosche sah aus, als würden sich einige saftige, frische Blätter mit einem silbernen Stein umarmen. Auf den Saphiren waren auch noch feine Linien eingezeichnet, doch nicht silbern waren diese, sie glänzten mehr und waren heller. Da Himelen schon viele Erze von seinen Reisen geschmolzen hatte, welche in den elbischen Schmieden dann weiterverarbeitet wurden, erkannte er, nach etwas genauerer Betrachtung, dass die Linien aus Weißgold bestanden.
Nicht nur das es teure Materialien waren, die in dieser Brosche verarbeitet wurden, zu allem hinzu kam noch, dass Himelen die Linien als Schriftzeichen identifizieren konnte.

„Ihr habt ein gutes Auge Thorgrim. Es ist eine Brosche von Elbenhand gefertigt. Nicht nur sehr wertvoll ist sie, sondern auch verziert mit elbischen Schriftzeichen.“

Himelen sah nicht nach oben als er sprach, sein Blick haftete an der Brosche. Er blieb stehen um die Schrift besser lesen zu können.

„Unmöglich!“, entfuhr es dem Elben. Die beiden verdutzend Gesichter seiner Begleiter anstarrend fuhr er fort.
„Es ist in Quenya geschrieben, die alte Sprache meines Volkes.“
Die immer noch ausdruckslosen Gesichter zeigten Himelen, dass seine beiden Freunde auch diese Aussage wohl nicht so recht einordnen konnten, wie sollten sie auch.

„Nur wenige sprechen noch diese Sprache, vor vielen tausend Jahren wurde sie vom heutigen Sindarin-Elbisch verdrängt. Das bedeutet, dass entweder diese Brosche sehr alt ist, vielleicht aus dem ersten Zeitalter, oder dass sie ein Elb gefertigt hat, der des Quenya immer noch mächtig ist. Nur gibt es noch sehr wenige Elben hier in Mittelerde die diese alte Sprache sprechen und schreiben.“

Voller Freude las er die Zeilen erneut, die neugierigen Blicke der beiden anderen zeigten ein nun doch gewecktes Interesse an dem Inhalt der Zeilen.

„Hier steht in der alten Sprache der Noldor:

Sí vanwa ná, Rómello vanwa, Valimar!
Namárië! Nai hiruvalyë Valimar!

Was ungefähr bedeutet:

Verloren ist nun, verloren für jene aus dem Osten, Valimar!
Lebewohl! Mag sein, Du wirst Valimar finden!

Im ersten Moment vielleicht nichts sagende Zeilen für jemanden, der ihre Botschaft nicht einordnen kann. Doch ich sage euch, es sind einige der letzten Zeilen eines sehr alten Quenya Gedichtes. Namárië … heißt es, was Lebewohl in der allgemeinen Sprache von heute bedeutet.
Dieses Gedicht ist Galadriels Klage meine Freunde. Valimar ist die Stadt der Valar in Valinor, doch hier ist dieser Name eher auf das gesamte Land Valinor bezogen.“

Fast wie in einem Rausch erzählte Himelen von vielen anderen Geschichten, welche aus den Zeilen abgeleitet werden können und erst ein kräftiges Husten des Zwerges verdeutlichte ihm, dass dies im Moment eher unwichtig war.
Natürlich interessierte gerade vielmehr, was ein Bauernmädchen mit solch einem Schatz sollte.
Himelen seufzte, wurde doch seine Euphorie über einen solchen Fund, vom Tode des Mädchens eingeholt.

„Meine lieben Freunde, solch eine Brosche ist nicht einfach im normalen Besitz eines Bauernmädchens. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine Art Talisman ist, vielleicht sogar aus Lothlórien. Ich sehe nur wenig Möglichkeiten. Entweder hat sie diese Brosche gefunden oder geklaut, oder sie ist seit vielen Jahren durch einen Zufall im Familienbesitz gewesen, unwissentlich über dessen wahre Herkunft.“

Sanft verfolgte Himelen die Schriftzeichen mit seinen Fingern und blickt zu Malthus und Thorgrim.

„Es war kein Raubmord und auch diese Brosche kann nicht das Ziel des Angriffs gewesen sein, in beiden Fällen hätten wir sie nicht mehr am Wagen finden können. Vielleicht hat Galain doch Recht, oder die Diebe wurden überrascht und mussten fliehen. Sehr seltsam ist das.“

Thorgrim

Nachdem Thorgrim den Blick vom Waldrand abgewendet hatte und mit den anderen Mitstreiter untwegs zum Gehöft war, konnte er niemanden erspähen, welcher zu Hilfe eilte. Der Zwerg führte die Gruppe an, bis sie das nahegelegene Gehöft des Bauern Thomas erreichten. Vom Weg her führt ein kleiner Pfad über den Innenhof zum Haupthaus, welcher mit einem Gatter und darin eingebaut einem kleinen Törchen gut abgeschirmt, beginnt.
Himelen öffnet das Tor und Malthus geht als erster hinein. Thorgrim folgt ihm. Dann bleiben sie stehen und begutachten die Gebäude, denn es scheint nirgends Licht zu geben. Auch sehen sie keine Menschen was für ein Gehöft dieser Grösse recht ungewöhnlich ist. Die Gefährten spüren, wie ihnen Kälte ums Herz streicht und ihnen die Glieder erstarren lässt. Niemand spricht. So stehen sie eine Weile da und versuchen jedes Geräusch aufzunehmen, jeder Bewegung zu erkennen, aber auf dem Gehöft ist es verdächtig still. Still wie es in einem Grab still ist. Man kann das Atmen der Gefährten hören.
Nach einer Weile ergreift Thorgrim das Wort. ¨

Leise spricht er zu den Anderen:" Da, in dieses Haus brachte ich sie. Lasst uns vorsichtig da hingehen. Aber seid auf der Hut. Ein ungutes Gefühl hat mich ereilt. Wir mussen aufpassen".

Vorsichtig begeben sich die Gefährten über den Vorplatz zum Haupthaus, Thorgrim vorneweg, der sich nun den Schild von seinen Schultern nahm und ihn vor sich trug.
Als die Gruppe das Haupthaus erreicht, bemerken sie, dass die Vordertür offen steht. Sie gehen vorsichtig hinein. Thogrim steuert das Zimmer an, in dem das Mädchen zuletzt lag, als er ging. So leise es nur ging, betreten die Gefährten das Zimmer. Es ist dunkel. Der kleine Leichnam liegt auf einem kleinen Tisch schwer zu erkennen. Malthus schreitet hinzu und betrachtet das kleine Mädchen eingehend. Dabei fällt ihm auf, dass seine Kleidung besonders an den Taschen zerrissen ist, wie wenn jemand ungeduldig nach etwas kleinem an diesem Mädchen suchte. Die Kampfspuren sind deutlich erkennbar und beim genaueren Betrachtet der rechten Hand, welche das Mädchen scheinbar im Todeskampf zu einer Faust ballte und immernoch festhielt kann ein Stück einer Halskette erkennt werden. Auf dem Anhänger das Zeichen der Weissen Hand.
Den Anderen fällt das auch auf und jeder fragt sich, was das zu bedeuten hat.

Thorgrim blickt zu Himelen und flüstert: "Vielleicht könnte es der Talisman sein, der für den Tod des Mädchens die Ursache sein könnte. Zumindest scheint mir der Fall hier immer verworrener."

Just in dem Moment knarrt über ihnen das Gebälk. Etwas oder jemand ist noch im Haus. Die Gefährten zucken, und Ihre Waffen blitzen auf als das Mondlicht durch das Fenster darauf scheint. Thorgrim erkennt aus dem Fenster heraus, dass hinter dem Haus 3 schwarze Pferde stehen, welche irgenwie nicht auf diesen Hof zu gehören scheinen.

Malthus

„Wir sind nicht allein! Dies nur für den Fall, dass Ihr das noch nicht bemerkt habt!“ Malthus sah sich um. Er nahm eine weitere Türe am anderen Ende des Raumes wahr. Er schritt vorsichtig auf diese zu. Unvermittelt blieb er stehen und drehte sich zu Thorgrim um. „Habt Acht, Herr Zwerg. Mit meinem Zweihänder ist hier in diesem Raum nicht gut kämpfen. Also passt auf, wenn ich damit aushole. Nicht, dass Ihr noch einen Kopf kürzer seit!“ Der Zwerg lachte kurz auf, doch Himelen starrte Malthus nur an. Diese Elben verstehen einfach keine Späße vor und während der Schlacht. Was der Elb in diesem Moment dachte wollte Malthus gar nicht wissen. Das Augenrollen von Himelen war genug!

Malthus nahm seinen Weg wieder auf, erreichte die Türe. Er durch die Augenwinkel nahm er war, dass Himelen seinen Bogen spannte und Throgrim sich hinter seinem Schild versteckte. Er öffnete die Türe und sprang kampfbereit hinein. In der Kammer fand er die Bauernfamilie vor. Der vermeintliche Besitzer lag übel zugerichtet auf dem Boden, aber er lebte noch. Wohl hatte er versucht, sich zu wehren. Offensichtlich ohne Erfolg. Die übrigen Mägde und Gesellen waren alle gefesselt. Man hatte alle zusammengetrieben und hier eingesperrt. Malthus befreite einen Gesellen mit dem seinem Dolch und wies ihn an, auch die anderen zu befreien. „Aber leise. Und bleibt auf alle Fälle in dieser Kammer!“ wies er sie eindringlich an. Doch das wären sie ohnehin gewesen. Zu groß war der Schrecken, der ihnen von ihrem Gesicht abzulesen war. Wundert mich, dass die noch leben. Hatten sie die Eindringlinge gestört, ihr Werk zu vollenden?

Malthus verlies den Raum und verschloss die Türe. Das Geräusch kam von oben. Also dort ist unser Ziel.

„Lasst wenigstens einen am Leben, damit wir ihn verhören können.“ meinte Malthus, als sie den ersten Raum verlassen wollten.

„Dann lass halt Deinen am Leben, Mensch! Ein Zwerg macht nur sehr selten einen Gefangenen!“ herrschte Thorgrim zurück.

Der Kleine gefällt mir! Malthus schmunzelte. Er wehrt sich! Der passt zu uns, mit ihm macht es Spaß, in die Schlacht zu ziehen – solange er mir keinen Gegner wegschappt!

Thorgrim

Seinen Schild vor sich haltend und mit gezogener Axt stürmt der Zwerg nach oben, die Gefährten dicht hinter ihm. Mit seinem groben Schuhwerk tritt er die Türe ein und stürmt in den Raum. Darin sehen die Gefährten Gestalten, die Menschen glichen, aber wohl eher Halborks waren, im Begriff über eine Dachluke zu flüchten.

Mit einem lauten Schlachtruf greift Thorgrim an.

"Baruk Khazad !" schreit er aus voller Kehle und spaltet bei seinem ersten Hieb gleich einen Schädel eines verdutzt dreinschauenden Gegners.

Die Worte von Malthus schon wieder vergessend, was die Gefangennahme betraf kämpft er wild mit weiteren Gestalten. "Wo bleibt denn der Elb", denkt sich der Zwerg, "wahrscheinlich wieder am Gedichte erfinden". Grimmig steckt er mit seinem Schild den Gegenangriff ein. Der Raum wird durch Kampfeslärm erfüllt. Weitere Gestalten, alarmiert vom Lärm steigen mittels Leiter auf das Dach und eilen ihresgleichen über eine Dachluke zur Hilfe.

Der Kampf tobt

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(Übersetzung)
Baruk Khazad - Äxte der Zwerge
#4
Malthus

Entzückt nahm Malthus war, wie Thorgrim den ersten Schädel abschlug! Weiter so, tapferer Zwerg!

Malthus ahnte, dass der Zwerg mit Sicherheit keinen Gegner am Leben lassen würde. Zwerge im Blutrausch sind fast so schlimm wie Galain und ich, wenn wir so richtig in Fahrt geraten!

Doch halt, wollten sie doch einen am Leben lassen.

Malthus seufzte und sagte sich, dass diese Aufgabe wohl an ihm hängen bleiben würde. Er suchte sich einen schönen Gegner aus und ging ihn an. Malthus schwang seinen Zweihänder. Doch er tat sich schwer, auf dem beengten Dachboden die Klinge richtig in Einsatz zu bringen. Und sein Gegner versuchte die Trägheit des Zweihänders gut auszunutzen. Immer wieder fuhr die Klinge des Halborks nah an Malthus vorbei, der sich mühte, nicht getroffen zu werden. Der ist gut – und schnell! dachte Malthus. „Jetzt wird es mir aber zu bunt, kleines Schweineschnäuzchen!“ Malthus holte zu einem mächtigen Schlag aus, lies die Klinge niederfahren. Der Ork blockte den Schlag, konnte den Hieb aber nicht ganz abfangen und ging in die Knie. Malthus nutze die Chance und versetzte dem Halbork einen Tritt, dass dieser vollends ins Trudeln geriet und schließlich umfiel. Ein weiterer Tritt gegen die Schläfe nahm dem Gegner das Bewusstsein.

Von den vermeintlich drei Angreifern war nur noch einer damit beschäftigt, Thorgrims Attacken auszuweichen. Da traf den Halbork ein Pfeil in die Brust, der Ork taumelte. Schon traf ihn der nächste Pfeil und auch dieser Gegner fiel.

Wutschnaubend drehte sich Thorgrim um und sah wütend, wie Himelen schon einen dritten Pfeil angelegt hatte.

„Zwerge teilen ihre Gegner nicht, Himelen. Wie auch Menschen ihre Gegner nicht teilen. Das solltet Ihr wissen!“ Malthus schaute zu Himelen, den Zweihänder auf seinen bewusstlosen Halbork gerichtet.

„Ich wollte doch Thorgrim nur davor bewahren, von dem Halbork besiegt zu werden. Darum bin ich zu Hilfe geeilt!“ sagte Himelen mit einer Unschuldsmiene.

Fast wäre der Zwerg explodiert, zumindest nach der Röte in seinem Gesicht zu urteilen.

„Bevor Ihr jetzt auch versucht, Himelen einen Kopf kürzer zu machen, Herr Zwerg, schaut, ob Euer beider Gegner noch lebt! Meiner tut es jedenfalls. Sobald er aufwacht, können wir versuchen, ihn zu befragen. Himelen, schaut Ihr, ob noch mehr von diesen Kreaturen hier auf dem Hof sind.“

Himelen

Innerlich lachte der Elb, das Gesicht des Zwerges, der mit dem letzten Gegner zu spielen schien als diesen die Pfeile trafen, war zu köstlich. Doch warum nehmen sie sich auch so viel Zeit? Wer weis was hier noch so alles rum kreucht und fleucht an Orks und anderen Gestalten.
Malthus Besserwisserei über die Kampftaktik eines Zwerges ignorierend, kannte er sie doch schon mindestens seit dem zweiten Zeitalter, sammelte der Elb seine Pfeile ein, die er gebraucht hatte.
Als der Mensch ihm dann auch noch befahl nach weiteren Kreaturen zu suchen, schwang Himelen nur seine Hand elegant durch die Luft, als Zeichen das er diesem „Wunsch“ nun folgen würde.

Man merkt wie seine Abstammung ihm das Kommandieren in die Wiege gelegt hat …

Doch im Kampfgeschehen und der Hektik, nahm Himelen ihm nichts übel. Hatte er doch auch Recht, musste doch geprüft werden, ob noch wer auf dem Hof ist.
Galant eilte er die Treppen hinunter. Oben die schweren Schritte des Zwergen und des Menschen, unten die vielen murmelnden Stimmen in der Kammer. Schnell suchte er das Haus ab und verschloss sämtliche Türen und Fenster, welche noch offen standen.
Die Brosche hatte er an seine Kette, mit dem Amulett seiner Enelya befestigt.
Wenn es ihm nun jemand entreißen wollte, so müsste er es von seinem toten Leibe nehmen.

Er eilte nach draußen, einige Pferde standen noch hinter dem Gehöft.
Doch was war das?
Er spürte etwas … Kälte … die Luft um ihn herum wurde trocken und kalt … das Sternenzelt verdunkelte sich, schwarze Wolken zogen am Himmel herauf.
Da! Ein Geräusch. Himelen sprang hinter ein Fass und lugte aus den Schatten hervor.
Das klacken von Hufen war zu vernehmen, Eisen schlug auf die dicken Steine auf der Straße, langsam, ganz langsam ritt eine vermummte, schwarze Person auf der Straße entlang.

„Nerte Firyain; firien martine.“, flüsterte der Elb vor sich hin.

Es war einer von ihnen, einer der Neun, doch was suchten sie hier? So wertvoll konnte die Brosche nicht sein, dass Sauron einen seiner Nazgûl entsandte um sie zu finden.
Dort ein Ork. Er rannte zu dem schwarzen Reiter, aufgeregt, quiekend und wild mit den Armen fuchtelnd. Er schien ihm zu berichten was sich hier zugetragen hatte.
Doch seltsamerweise scherte es den dunklen Diener nicht. Mit kalter, zischender Stimme wimmelte er den Streuner ab. Scheinbar hatte er eine andere Aufgabe. Nun stutzte Himelen erst recht. Ein Nazgûl so nahe an Bree und dem Auenland? Weshalb …

Mit einem Tritt aus dem Sattel, schlug er den immer noch verzweifelten Ork zu Boden, welcher ihn scheinbar zu lange bedrängt hatte.
Plötzlich riss er ruckartig den Kopf in die Richtung der Straße, aus der er gekommen war. Flink wendete er sein Pferd, welches sich nach dem Manöver aufbäumte und fürchterlich wieherte. Mit einem schrecklichen Kreischen raste der Nazgûl in die Richtung in die er gerufen wurde.

Beim Barte Tulkas, was ist hier los ….

Verzweiflung stand dem Ork nun im Gesichte, war er doch alleine. Er rannte zu den drei Pferden, doch Himelen hatte ihm schon zwei Pfeile in seinen Lauf geschickt. Dumpf schlug der Körper zu Boden und rollte noch zwei Schritt weiter.
Ein rumpeln im Haus ließ ihn erneut aufhorchen, scheinbar verhörten die beiden gerade den Gefangenen.

Mandos sei ihm gnädig und verschone ihn vor der Axt Thorgrims und dem Schwerte Malthus bis ich oben bin.

Eilige stürmte er wieder hinauf, nachdem er die Eingangstür verriegelt hatte. Oben angekommen sah er, wie seine beiden Freunde den Ork „verhörten“.

„Haltet ein! Ich muss mit euch reden.“

Erneut trat Malthus dem Ork an die Schläfen. Dann zogen sie sich aus dem Raum zurück.

„Nazgûl … einer war gerade draußen und schien etwas zu suchen, doch nicht uns, denn die bitten von einem Überlebenden wies er ab. Ich habe gewartet bis der Reiter fort war und dann den letzten Ork erlegt. Das ist nicht gut meine Freunde. Verhört ihr ihn weiter, ich werde dem Bauern helfen und ihn heilen so gut ich kann, dann sehe ich mir das Mädchen an. Ruft mich falls er Informationen preisgibt.“

Schon flog der Elb förmlich die Treppen runter und eilte in die Kammer um den Bauern zu verarzten.

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Übersetzung:

Nerte Firyain; firien martine. - Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun.

Malthus

„So, den Elben haben wir für eine Weile los. Ich denke, unsere Verhörmethoden werden ihm nicht sonderlich gefallen.“ Malthus lächelte Thorgrim an. Thorgrim verzog sein Gesicht was Malthus als Zustimmung für den Beginn des Verhöres verstand.

„Nun denn, dann wollen wir unseren Freund mal aufwecken!“ Malthus kniete sich zu dem inzwischen gefesselten Halbork nieder und ließ die Handflächen einige Male über das Gesicht des Orkes streicheln. Nach dem letzten Schlag gegen die Schläfe war der Ork wieder ohnmächtig geworden. Doch genug geschlafen.

Schließlich erwachte der Ork aus seiner Ohnmacht und wollte aufspringen. Doch dann nahm er die Fesseln wahr, die seinen Körper eng mit einem dicken Stützbalken verbanden. So sehr er sich wand, das Seil gab nicht nach. Zwergische Fesselkunst nannte das Thorgrim.

Sie versuchten sich einige Zeit an dem Ork, doch er sagte nichts. Malthus war nahe dran, ihm für sein Schweigen die Zunge herauszuschneiden, doch dann kam er auf eine Idee. „Wartet hier“, rief er dem Zwerg zu. „Und passt auf, dass er Euch nicht entkommt!“

Malthus rannte die Treppe herunter, um Himelen zu holen. Er fand ihn im ersten Raum vor, da, wo sie das tote Bauernmädchen vorgefunden hatten. Der Elb war dabei, das tote Mädchen noch genauer zu untersuchen. Ob er wohl neue Erkenntnisse hatte? Doch das musste warten!

„Himelen, ich brauche Euch und das Amulett für einen kleinen Augenblick!“ Verdutzt schaute der Elb den Menschen an.

„Wozu? Was kann ich tun?“

Malthus räusperte sich. „Nun ja, wir kommen nicht wirklich weiter. Und bevor wir noch zu öhm noch härteren Mitteln greifen wollte ich mal schauen, wie mein, verzeiht, unser Gefangene auf das Amulett reagiert.“

Himelen verstand, was Malthus beabsichtigte und folgte dem Menschen nach oben.

Auf dem Dachboden angekommen schritt der Elb auf den Halbork zu und baute sich vor ihm auf.

Thorgrim

In der Zwischenzeit hatte Thorgrim damit begonnen, demonstrativ die Klinge seiner Zweihand Axt zu schleifen. Funken sprühen auf den Gefangenen als der Schleifstein in Thorgrims Hand über die Schneiden der Axt fliegen. Mit Belustigung nimmt der Zwerg die Angst in den Augen des Gefangenen wahr. Mit einem Lappen reinigt er die Klinge vom Blut und faltet den Lappen demonstrativ zusammen um ihn zu versorgen. Natürlich so, dass ihn der Gefangene sehen kann. Beim Vorbeigehen tritt der Zwerg nach dem Orkabschaum.
Dieser Atmete schwer, denn es war ihm bewusst, dass er die heutige Nacht nicht überleben wird. Aber anscheinend noch grösser ist seine Angst, die Geheimnisse des dunklen Herrschers preis zu geben.

Darauf hat sich der Zwerg natürlich freudig eingestellt. Denn es gibt nichts, was ein Zwergen mehr hasst als Orks. Zuviele Schlachten wurden geschlagen, zuviele Freunde verlor er an sie. Viele Mitglieder der Kârâm-undil liessen ihr Leben im Pfeilhagel orkischer Aggressoren. Thorgrim trachtet danach, dem Ork das Leben zu nehmen, wie mit diesem ganzen Abschaum gehörte. Aber gaaaaanz langsam. Tiefe Abscheu und Hass haben Thorgrims Herz im Griff. In Gedanken stellt er sich die Reihenfolge der abzutrennenden Gliedmassen vor. - Ja, dieser Ork wird reden !

Als Himelen mit dem Medallion auf den Halbork zuschreitet, beginnen die Augen des Orks zu glänzen. Er windet sich gefesselt auf dem Boden, wie wenn er seine Hand danach ausstrecken würde. Sofort stellt sich Thorgrim mit seinem Gewicht auf den Fussknöchel des Orks, welches dieser mit einem schmerzhaften Aufschrei quittiert.

Was mag das wohl für ein Schmuckstück sein, dass so begierig gesucht wird? Konnte uns Galain vielleicht mehr darüber erzählen? Wahrscheinlich sitzt er im tänzelnden Pony und lässt sich vollaufen, zutrauen würde man ihms ja.

Thorgrim stellt die Axt mit den Schneiden nach unten mit einem grossen Stoss neben den Kopf des Orks. Das durch die Decke schimmernde Mondlicht spiegelt sich auf der Axt und hinterlässt einen Schimmer auf dem Gesicht des Todgeweihten.

"Ich weiss nicht, ob er etwas ausspuckt.", meint Thorgrim zu den Andern "Ansonsten schlage ich vor, beginnen wir mit dem rechten Arm." Ein finsteres Lächeln wischt über sein schmutziges Gesicht.

Thogrims Mine verfinstert sich. Er fixiert den Ork

Himelen

Ruhig legte Himelen seine Hand auf die Schulter des Zwerges.

„Noch nicht mein Freund, wartet doch bitte noch einen kleinen Moment.“

Mit ernstem Blick und einer seltsamen, kalten Aura, die man von ihm so noch niemals erlebt hatte, schritt Himelen langsam auf den Ork zu.
Es schien als ob er immer größer und bedrohlicher wurde. Stolz und erbarmungslos blickte er auf den Ork herab.
Dann sprach der Noldor mit eisiger Stimme, ruhig und kalt war seine Tonlage.

„Kreatur. Sieh mich an.“

Entsetzen stand dem Ork ins Gesicht geschrieben, als er in die Augen des Elben blickte.

„Deine Begleiter sind tot, alle. Den letzten von euch schickten zwei meiner Pfeile in den Staub, noch bevor er die Pferde erreichen konnte.
Doch sei dir gewiss, euer Versagen ist bekannt bei eurem Herren. Noch bevor der Letzte eurer Bande starb, bettelte und flehte er auf Knien vor einem der Nazgûl und voller Zorn ritt dieser zurück nach Norden.“

Weit waren die Augen des Orks nun geöffnet, scheinbar wusste er nicht wo vor er mehr Angst haben sollte. Vor seinem Herren, welcher durch den Nazgûl über ihr Versagen informiert werden würde, vor diesem verrückten Zwerg, welcher hinter dem Elben schon wieder seine Axt schleifte und wie ein Wahnsinniger zu ihm herüber sah, oder vor diesem Elben, der vor ihm stand, dessen Erscheinung so kalt und bedrohlich wirkte und dessen Augen ihn …

„Sprich nun!“, unterbrach er den Gedankengang des Orks.
„Und wenn du uns die Informationen lieferst die wir begehren, werden wir dich ziehen lassen. Mögest du dich einer freien Horde anschliessen und dem Zorn deines Herren entgehen. Du hast nichts mehr zu verlieren Kreatur, ausser deinem Leben.
Schweigst du jedoch verspreche ich dir, bei der Gerechtigkeit Mandos’ ich werde sie an dir vollstrecken!“

Alter Zorn keimte in Himelen auf und furchtbare Bedrohlichkeit lag in seiner Stimme. Erbarmungslos starrte er den Ork an, welcher sich scheinbar am liebsten in Luft aufgelöst hätte, doch konnte er es nicht und ebenso wenig konnte er seinen Blick aus den Augen des Elben nehmen.

„Sprich! Was hat es mit dieser Brosche auf sich und was habt ihr hier verloren!“

Thorgrim

Zu Thorgrims Erstaunen scheint es sich der Ork doch tatsächlich zu überlegen. In Gedanken versunken sucht er Ork nach Antworten auf Himelens Fragen. Der Zwerg ist enttäuscht darüber den Ork nicht quälen zu können aber dessen Tod wird sicher umso freudiger. Auch wenn er Malthus ein Zeichen gibt, den Elben abzulenken: Dieser Ork wird das Haus nicht lebend verlassen. Den Gedanken lässt dem Zwergen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Dann konzentriert er sich auf das was der Ork bald zu erzählen weiss.

Die Gefährten konzentrieren sich. Der Ork anscheinend bewusst was ihn erwartet wenn er es erzählt und auch was ihn erwartet wenn er es nicht erzählt, scheint sich entschieden zu haben. Blutüberströmt blickt er ängstlich auf. Dann richtet er sich auf, immer noch gefesselt und beginnt zu sprechen:

"Das Medaillon ist wichtig.." Blut quillt ihm aus dem Mund beim sprechen. "Es gehört einem der Neun, er hat es an sich genommen. Er braucht es um..."
Dann ertönt ein helles Sirren und ein Pfeil durchbohrt den Rücken des Orks, die Pfeilspitze schaut zur Brust raus. Die Gefährten reagieren sofort und suchen den Raum nach dem Schützen ab. Der Ork schaut mit verdutztem Blick zu den Gefährten bevor er vornüber zu Boden sackt. Auf der Dachlucke huscht ein Schatten elegant und schnell über das Dach zur Leiter, an dieser er ohne Mühe hinunterrutscht, auf den Rücken eines der Pferde springt und wie der Wind auf der Strasse verschwindet. Die Gefährten fahren hoch, versuchen den geheimnissvollen noch zu erwischen, aber sehen ein dass auch der Elb mit seinem Bogen ihn nicht aufzuhalten vermochte, der Angreifer wusste genau was er tat. Im und um das Haus ist es jetzt sterbens ruhig, bis auf die toten Körper könnte man meinen hier wäre nie etwas passiert. Die Angreifer sind tot oder in die Flucht geschlagen.

"Ich habe noch nie gehört dass die Neun Bogen benutzen, meine Freunde.", gibt er erschrocken zu verstehen. "Auch würde mich interessieren was das Medaillon für einen Wert haben kann, dass es dermassen gesucht wird. Langsam glaube ich dass dem dunklen Herrn alle Mittel recht sind um sein Ziel zu erreichen. Ich denke, dieser Attentäter wird wohl mehr wissen."

Thorgrim bückt sich zum durchbohrten Körper und bricht die Spitze des Pfeils ab und hält sie in die Höhe damit alle sie sehen konnten.

"Scheint mir in der Tat das gleiche Fabrikat zu sein wie das vom Mädchen". In Gedanken versunken betrachten die Gefährten die Spitze, nachdenklich was wohl der nächste Schritt sein wird.
#5
Malthus

„Tja, Thorgrim, Pech gehabt, jetzt ist Euch tatsächlich jemand zuvor gekommen. Wie gerne hättet Ihr dem Gesellen hier doch einen Kopf kürzer gemacht, was?“ Malthus lachte den Zwerg neben ihm an und fühlte ganz deutlich das Augenrollen von Himelen.

„Was nun, meine Freunde? Der Angreifer ist jetzt schon über alle Berge.“ Malthus löste die Fesseln des Halborks, um ihn draußen ein wenig abseits von dem Haus zusammen mit seinen Artgenossen zu verbrennen. Er schleifte den Toten die Treppe herunter und sie schichteten die Toten auf einen Haufen. Thorgrim lies es sich nicht nehmen, Feuer zu legen.


Nachdem von den Halborks nur noch stinkende Asche übrig geblieben war verabschiedeten sie sich von der Bauernfamilie und schärften ihnen ein, wachsam zu sein. Sie versprachen, dass sie das Mädchen zu ihrer Familie überstellen werden.

„Ihr sollten nun nach Bree gehen, um die Stadtwache davon zu informieren, dass Halborks hier unterwegs sind.“ riet Malthus dem Bauer. „Eure Leute hier draußen und die umliegenden Gehöfte müssen beschützt werden. Aber nicht von uns. Das können ruhig die Soldaten der Stadtwache übernehmen. Und passt auf Euch auf, Bauer!“

Malthus nickte dem Bauern zu, der ihnen nochmals für die Hilfe dankte und ihnen einige Köstlichkeiten aus der Speisekammer mit auf den Weg gab.

Die Gefährten berieten bei ein wenig abseits des Hofes bei einem kleinen Schmaus, was nun zu tun sei.

„Was meint Ihr, Freunde.“ fing Malthus an. „Sollen wir jetzt nach Bree gehen und schauen, was Galain rausgefunden hat. Die andere Möglichkeit wäre natürlich, der Fährte der Pferde zu folgen. Ach ja, nicht zu vergessen: Wir sollten auch mal einen Blick in das Zimmer des toten Mädchens werfen. Ob die Halborks wissen, wo sie wohnt? Ob die Eltern von Ihr wohl in Gefahr sind?“

So viele Fragen. Malthus dachte nach. Einerseits sollten wir allen drei Spuren nachgehen. Aber bei nur drei Leuten erschien es ihm als falsch, sich aufzuteilen. Sie mussten zusammenbleiben. Gut, er machte sich wenig Hoffnung, gegen einen Nazgûll zu bestehen. Aber auch gegen diese miesen Bogenschützen brauchten sie einfach das feine Näschen eines Jägers, der sie vor einem Hinterhalt bewahren sollte.

Thorgrim

"Ja", gibt der Zweg zu verstehen," ich glaube es ist das Beste, wenn wir Bree und Galain aufsuchen. Der Pferdespur zu folgen scheint meiner Meinung nach zu gefährlich. Aber der Attentäter kommt schneller voran, als wir ihm folgen könnten. Und schon bald würde auch der Elb die Fährte verlieren, sollten wir bis dahin noch in keinen Hinterhalt gefallen sein."

Thorgrim schaut in die Runde. Er hatte keine Angst vor Hinterhalten. Die hatte er noch nie, aber als Kârâm-undil spürte er meistens, wenn Gefahr lauerte. Dem Nacheilen eines Pferdes war ihm zu anstrengend und auch sinnlos, würden sie die Spur schon sehr bald verlieren. Um der Sache auf den Grund zu gehen müssen sie herausfinden, was hier vor sich geht. Die Kälte spührend, denkt der Zwerg an die Begegnung mit dem Ringgeist. Es schaudert ihn nur schon beim Gedanken. Hatte er doch viel von Ihnen Erfahren auf den Reisen des Königs. Und vieles was er dort erfuhr war sogar für das Empfinden eines beherzten Zwergen zu viel. Als Leibwache bekämpften sie viel Ungetier, aber Thorgrim wusste dass sie niemals gegen einen der Neun bestehen könnte.
Was ihn aber noch viel mehr wunderte war, dass der Ork erwähnte dass einer der Neun das Medaillon brauchte, um irgendetwas damit anzustellen. Aller wahrscheinlichkeit nach für üble Zwecke. Soviel scheint zumindest klar.

Den Kopf hebend blickt er zu Himelen hinauf, einen Gedanken fassend: "Gebt gut auf diese Brosche acht, mein elbischer Freund. Verwahrt sie gut, ich glaube wir sollten den Fund vorerst für uns behalten. Niemand weiss bisher, was dieses Ding für einen Zweck haben soll. Wir sollten erstmal nach Bree reisen um Galain zu treffen. Hoffentlich hat er schon etwas über unseren geheimnisvollen Unbekannten erfahren, oder weiss zumindest wo wir Erkundigungen einholen können. Ich denke wir sollten rasch aufbrechen, bevor der Attentäter mit Verstärkung wiederkehrt, meine Freunde."

Thorgrim schultert seine Axt und zieht die Kapuze tiefer ins Gesicht.

Himelen

Himelen holt die Brosche hervor, wobei er das schwarz, glänzende Amulett seiner Enelya ebenfalls mit ans Tageslicht ziehen muss. Sofort beginnen die silbernen Elbenrunen an dem schwarzen, tropfenförmigen Amulett zu glitzern und zu funkeln.
Hastig knüpft Himelen die Brosche von der silbrig, glänzenden Kette und verstaut diese samt Amulett seiner Liebsten wieder unter seiner Rüstung.
Als die geschehen, hält er die Brosche in die Luft.

„Was kann dieser Nazgûl nur damit wollen? Es scheint mir eher ein Talisman, als ein besonders bedeutender Gegenstand der Macht.“

Sein Blick fällt auf seine Begleiter.

„Macht euch keine Sorgen Eisenfaust, ich werde die Brosche mit meinem Leben schützen.“

Zügig verknüpft er sie wieder mit seiner Halskette und dem dazugehörigen schwarzen Amulett und schiebt beides eilig wieder unter seine Rüstung.

„Wir sollten nun nach Bree eilen. Galain hat hoffentlich schon einige Informationen gesammelt. Dass wir es mit einem Attentäter zu tun haben ist nun eindeutig, aber dass dieser scheinbar mit dem Feinde im Bunde ist, verschärft die Situation um ein vielfaches.“

So eilten die drei gen Bree. Weit war es nicht entfernt und so trafen sie nach einigen Wegminuten, etwas ausser Atem, am Nordtor der Stadt ein.
Himelen zog seine Kapuze über seinen Kopf, um so seine Ohren zu verbergen. Zwei Menschen und ein Zwerg würden genug Aufmerksamkeit erregen, doch ein Elb, ein Mensch und ein Zwerg, wären sicherlich nach kurzer Zeit in aller Munde.
Nur noch wenige Meter waren sie von der Torwache entfernt.

„Ihr solltet von nun an das reden übernehmen Herr Malthus. Man wird euch aus eurer Zeit als Soldat hier noch gut kennen und schätzen. Ich halte mich zurück und ich denke auch ihr solltet dies tun Herr Eisenfaust. Ihr wisst doch wie diese Menschen sind.“

Himelen lächelte den Zwerg aus seiner Kapuze aus an und legte ihm die Hand auf die Schulter.
Dann gingen sie langsam auf die Torwachen zu.

Malthus

Malthus wandte sich den Gefährten zu. „Am besten wartet Ihr hier draußen vor den Stadttoren.“

Verdutzt schaute ihn Himelen an: „Wieso denn das?“

„Vielleicht will ich nicht mit Euch gesehen werden?“ Malthus zwinkerte den beiden zu. „Aber Thorgrim, wenn wir jetzt ins Pony gehen, Du weißt ja: Kein Alkohol für Dich. Du kannst Dich doch sicherlich noch gut daran erinnern, was beim letzten Mal passiert ist. Obwohl…vielleicht kannst Du das nicht mehr.“

Belustigt schritt er voran und konnte spüren, wie die beiden Gefährten sich anschauten und sich ihren Teil dachten, vielleicht auch mit den Augen rollten.

Malthus schritt auf das Tor zu, die Gefährten gleich dahinter. Bei der Torwache angekommen stoppte er. Die beiden anderen Gefährten ein wenig dahinter. Malthus sprach mit der Torwache. Jeder, der in die Stadt wollte musste vortragen, was sein begeht ist. Zu viel Gesindel trieb sich in der Gegend herum. Die Wache gab nach einem kurzen Gespräch über alte Zeiten den Weg frei. Malthus schritt durch das Tor und hörte, wie die Wache den Zwerg und den Elb stoppte. „Die gehören zu mir, lass sie passieren!“ rief Malthus. „Die?“ rief die Torwache ungläubig. „Ja, wirklich, die beiden sind sauber. Obwohl, wenn ich den Zwerg mir so anschaue…!“ Die Torwache ließ die beiden lachend passieren.

„War das denn nötig?“ wollte Himelen wissen.

„Wir sind doch in der Stadt, oder? Oder wolltet Ihr Euch von der Torwache ausquetschen lassen? Außerdem habt Ihr doch gesagt, ich solle das Sprechen für Euch übernehmen. Nun auf, kommt!“

Zuallererst gingen sie ins Rathaus, um beim Hauptmann der Garde von dem Überfall durch die Halborks und dem Tod des Mädchens zu berichten. Von dem Amulett und den Ringgeistern erwähnten sie natürlich nichts.

Dann machten sie sich auf die Suche nach Galain. Im Pony angekommen gingen sie zum Wirt. „Galain sucht Ihr? Der ist nicht mehr in der Stadt. Er musste dringend weiter. Doch wartet, gab er mir diesen Brief für Euch!“ Der Wirt zog einen Umschlag unter dem Tresen hervor und reichte in den Gefährten.

Thorgrim

Thogrim der während dem ganzen Aufenthalt die Kapuze im Gesicht tief trug liess sich von den Sticheleien Malthus' nicht ablenken. Genau beobachtet der Zwerg die Gestalten in und rund um Bree. Die Axt griffbereit und wachsam geht er wortlos neben dem Elben her, dem Menschen folgend. Hie und da verläuft sich dieser zwar aber er lässt sich nichts anmerken. Viele Leute begenen die Gefährten, aber Galain ist nicht anzutreffen.

Komisch, denkt sich Thorgrim. Seinem Mundwerk nach müsste er doch über Meilen zu hören sein oder zumindest mit seiner Art einen bleibenden Eindruck auf die armen Seelen hinterlassen haben denen er begenet ist. Aber irgendwie scheint er nicht auffindbar.

Im Pony angekommen lässt sich der Zwerg die Worte des Menschen nochmals durch den Kopf gehen und muss schmunzeln, wie der Mensch doch allerernstes denkt einen Zwergen im Trinken besiegt zu haben. Die Tatsache ausser Acht gelassen dass Thorgrim den ganzen Abend schon trank und er als erster unter den Tisch fiel scheint das Ego des Menschen nicht angekratzt zu haben, im Gegenteil.

Thorgrim ertappt sich dabei, aus lauter Belustigung die Wachsamkeit aufgegeben zu haben. Sofort legt er den Gedanken beiseite und konzentriert sich auf die Gaststube und den Wirt.

Malthus

„Werter Herr Butterblume, sagt: Galain ist weg? Wohin? Hat er Euch was gesagt? Seit wann ist er weg?“ Malthus machte sich sorgen um Galain. Was konnte dringender sein, als dieser Mord an dem Mädchen?

„Ich kann Euch leider nicht mehr sagen, Herr Malthus.“ sagte der Wirt mit nervöser Stimme. „Nur diesen Brief kann ich Euch geben, die Antworten auf Eure Fragen kann ich nicht beantworten. Wie lange er weg ist? Ihr habt ihn um ein paar Stunden verpasst. Tut mir leid! Kann ich Euch einen Tisch zuweisen? Folgt mir, ich bringe Euch zu einem Tisch, an dem Ihr ungestört reden könnt.“

Himelen legte Malthus, der seinen Blick nicht von Galains Nachricht nehmen konnte die Hand auf die Schulter. „Kommt, Malthus. Wir setzen uns und öffnen den Brief. Dann wissen wir genau, was er will!“


Butterblume wollte sich schon entfernen, da rief Thorgrim ihm nach: „Etwas zu essen und zu trinken wäre auch nicht schlecht! Mit Verlaub!“ wie der Zwerg noch schnell hinzufügte.

Malthus hatte sich inzwischen auf der Bank niedergelassen. Er legte den Brief auf den Tisch und sagte: „Wer soll ihn öffnen?“

Lhunkemen

Schon eine weile saß Lhunkemen im Gasthaus und wartete auf ein paar Gesichter die ihm bekannt vorkommen. Er saß erstmal in einer etwas abseits liegenden dunklen Ecke und Beobachtete das bunte treiben in dem Gasthaus. Wie sich doch Menschen unter Alkohol seltsam verhalten dachte er sich, hat er dies noch nie so wie hier erlebt. Aber diesen bunt zusammen gewürfelten Haufen der singend und lachend seinen Spaß hatte, fand er doch recht amüsant und faszinierend.

Endlich erblickten seine Augen Himelen, Malthus und Thorgrim. Dachte er schon er würde niemanden hier antreffen, da er nicht einmal Galain hier getroffen hat.
Sie redeten kurz mit dem Gastwirt und erhielten von Ihm einen Brief, danach begaben sie sich an einen Tisch direkt auf der Gegenüberliegenden Seite wo er saß, bis auf den Zwerg der sich erstmal eine kleine Stärkung zu holen schien. Lhunkemen machte sich auf den Weg zu dem Tisch an dem sie saßen.

„ Le suilon, ich habe eure Nachricht in der Halle gefunden. Ich würde mich gerne eurer Suche nach den Mördern dieses Kindes anschließen. Es gibt wohl nichts schlimmeres ein wehrloses Kind zu töten“ bei dem letzten Satz wurde sein Gesichtsausdruck etwas ernster und Traurigkeit lag in seiner Stimme.
„Ich habe gehört, dass Herr Galain hier sein sollte und bin ihm gefolgt um ihn ausfindig zu machen, scheine ihn aber knapp verpasst zu haben. Gibt es irgendwas wobei ich euch helfen könnte oder erzählt mir erstmal was ihr bereits rausgefunden habt?“

Himelen

Gen suilon mellon, setzt euch schnell, nicht zu viel Aufmerksamkeit wollen wir erregen.“

Himelen schaut Malthus an, der augenscheinlich immer noch recht unsicher war, wer nun den Brief öffnen sollte.

„Nun öffnet ihn schon Malthus, oder könnt ihr nicht lesen? Ich dachte immer, dass vor allem Menschen aus gehobenem Hause Wort und Schrift mächtig sind.“

Es gefiel ihm den Menschen so zu necken, ihn etwas zu sticheln, seine Reaktionen waren einfach zu herrlich.
Dann wandte er sich an Lhunkemen und berichtete seinem Freund, was geschehen war und zeigte ihm die Brosche die sie fanden.
Während Malthus noch mit vollem Eifer versuchte den Brief zu öffnen unterhielten sich die beiden Elben aufgebracht in Sindarin über die Brosche und ihre Bedeutung, zwar flüsterten sie, doch konnte man deutlich ihre Aufregung aus ihren Stimmen entnehmen.

Thorgrim

In der rechten Hand 2 Becher mit Starkbier und in der Linken ein Krug und etwas Fleisch haltend kehrt der Zwerg zum Tisch zurück. Zu seinem erstaunen entdeckt er eine weitere Gestalt, die sich aufgeregt mit Himelen auf elbisch unterhält. Thorgrim schreitet zum Tisch hinzu, stellt die Becher und den Krug hin und betrachtet den Fremden unter seiner Kapuze hindurch eindringlich prüfend an. Da er scheinbar mit Himelen befreundet ist gibt sich der Zwerg einen ruck. Er zieht die Kapuze vom Kopf und spricht zum Fremden: "Ich grüsse Euch, wie ich sehen kann seid ihr nicht unbekannt. Man nennt mich Thorgrim."

Dann setzt sich Thorgrim hin und hebt den Krug hoch. Da fällt ihm ein dass der Neuankömmling auf dem Trockenen sitzt. Er stellt den Krug wieder vor sich hin und winkt Butterblüm zu, welcher die Geste sofort verstand und sich dran machte, Bier in einen weiteren Krug zu zapfen.

Wie wenn er es kaum erwarten kann starrt der Zwerk auf den schönen Schaum seines Kruges und freut sich darauf, ihn bald hochheben zu können. Fürwahr, seine Kehle fühlt sich sehr trocken an, da muss man etwas dagegen unternehmen. Ob Malthus den Brief nun vorlesen wird oder nicht, Herr Eisenfaust braucht erst einen gewaltigen Schluck.

Lunkhemen

Als der Zwerg an den Tisch heran trat und ihn Begrüßte, wandte sich Lhunkemen erst einmal von seinem Gespräch mit Himelen ab. Er sah den Zwerg erst einmal misstrauisch an, doch als er kurz zu Himelen rüberblickte und der ihm zunickte, zeichnete sich ein lächeln auf seinen Gesicht ab.

„ Seit Gegrüßt Herr Thorgrim, mein Name ist Lhunkemen.“
In diesem Moment kam der Wirt Butterblüm an den Tisch und stellte vor Lhunkemen einen Krug mit Bier.
„ Habt Dank“ sagte er zum Wirt danach richtete er sich wieder an den Zwerg. „Habt auch ihr Dank für das Getränk“

Neugierig um den Geschmack des Bieres zu probieren nahm Lhunkemen den Krug hoch, prostete noch einmal Thorgrim zu und nahm einen kleinen Schluck. „Welch interessanter Geschmack.“ dachte er sich. Anstatt das Bier abzusetzen, leerte er es in einem Zug und stellte den leeren Krug wieder auf den Tisch. Diesmal winkte er dem Wirt zu, der sich gleich dran machte und ihm noch ein Bier zu bringen.
Als das zweite Bier auf dem Tisch stand richtete er nun seine Augen auf Malthus und wartete welche Nachricht wohl in dem Brief steht.
#6
Malthus

Malthus spürte, wie die Blicke der Gefährten auf ihm ruhten. Nur das Schmatzen des Zwerges war zu hören. Normalerweise würde er auf die Sticheleien von Himelen irgendetwas erwidern, doch er fühlte sich irgendwie matt und hatte immer noch diesen Brief in der Hand. Vielleicht sollte er den Elb einfach mit einem beherzten Schwertstreich auf Zwergengröße kürzen.

Nun gut, der Brief wird auch nicht besser, wenn er noch weiter in meinen Händen ist.

Malthus öffnete den Brief und las es den Gefährten vor: „Malthus, mein Freund. Leider kann ich Euch auf dieser Suche nicht helfen. Dringende Nachricht erreichte mich von meiner Familie. Ich kann Euch noch nicht sagen, was vorgefallen ist. Doch meine dringende Rückreise war erforderlich.

Nur eines konnte ich rausfinden: Hütet Euch vor dem Hauptmann, mit dem wir sowiesso noch eine alte Rechnung offen haben. Er hat irgendwas damit zu tun. Doch ich konnte nicht alle meine Informanten aufsuchen. Sucht sie, Du kennst deren Verstecke – am schwarzen Stein. Aber es hat irgendetwas mit einem gestohlenen Gegenstand zu tun, der eine gewisse Macht in sich hat.

Ich treibe mein Pferd zur Eile, auf dass ich so schnell wie der Wind wieder bei Euch sein kann.

Eurer Galain.

PS: Und hütet Euch vor vorschnellen Feldzügen gegen die Orks – ich will auch noch ein paar abhaben.“

Malthus reichte den Gefährten den Brief, auf das sie die kurze Botschaft selber noch lesen konnten.

„Meint Ihr nicht auch, wir sind mit dem Amulett auf der richtigen Spur? Doch wir müssen auch wissen, was es damit auf sich hat. Himelen, ihr habt doch das Amulett als Elbenhandwerk alter Kunstfertigkeit erkannt. Gibt es Elben, die uns mehr darüber sagen könnten?“ Malthus schaute seine Gefährten fragen an.

Eine Antwort abwartend winkte er dem Wirt, ihm doch auch endlich ein deftiges Mahl zu bringen in der Hoffnung, das der Zwerg nicht bereits die ganze Speisekammer geplündert hat.

Himelen

„Gewiss die gibt es, doch wird es eine weite Reise mein Freund.“

Mit einer sanften Handbewegung zeigt er auf Lhunkemen.

„Wir beide sind uns einig, dass diese Brosche aus Lothlórien ist. Wir spüren Galadriels Macht in ihr. Lhunkemen hier, hat jedoch noch etwas mehr Informationen zu dieser Brosche, denn zufällig zerreißen sich wohl die Elben ihre Münder darüber, was es mit diesem Talisman auf sich hat und wo er sich befinden möge.
Wir sind da wahrlich auf etwas Großes gestoßen meine Freunde. Vorsicht ist geboten, ich spüre große Magie in diesem Gegenstand, die dem Feinde nicht in die Hände fallen darf.“

Der Blick des Elben wird ernst. Seine rechte Hand legte sich auf die Stelle seiner Brust, an der die Brosche mit dem Amulett seiner Liebsten befestigt war.
Dann sah er zu Lhunkemen hinüber.

„Erzähle ihnen die Gerüchte und Sagen um diese Brosche mein Freund.“

Lhunkemen

Lhunkemen blickte erst einmal in die Reihen der Leute die um sie herumsaßen, um sich zu vergewissern das niemand sie belauschen würde. Er rückte auch etwas näher an den Tisch, damit er etwas leiser sprechen konnte.
„Es stimmt auch die Elben zerreißen sich die Münder über diese Brosche. Kurz vor meiner Abreise aus Bruchtal wurde dieses Thema laut. Da ich in meiner Freizeit manchmal in Büchern stöberte und ich wissen wollte von was geredet wurde, suchte ich nach dessen was für aufruhr sorgte. Ich wurde fündig und stieß auf ein Bild, auf dem diese Brosche abgebildet war.
Die Brosche trägt den Namen Yavannas Träne. Die Edelsteine die auf ihr sind, sind die Tränen Yavannas die sie beim Sippenmord von Alqualonde weinte. Ein Nolder, dessen Name unbekannt ist, nahm diese an sich und zog mit Fingolfin nach Beleriand. Dieser ferigte dann auch dieses Schmuckstück und schenkte es der Frau Galadriel, deswegen ist auch Ihr Gedicht darauf verewigt. Es steckt wirklich große Macht in dieser Brosche, denn in den Steinen ruht ein kleiner Teil Yavannas Macht, die Macht eines Valar. Was nun aber diese Macht bewirkt und was man mit Ihr anstellen kann, das weiß nur die Frau Galadriel.“
Sein Blick geht kurz ins leere und seine Stimme wurde sehr ernst.
„ Ich will nicht wissen was passiert wenn der Herr von Angmar diese Brosche in seine Hände bekommt.“
Er schaute wieder die Gefährten an.
„Wir müssen auf jedenfall diese Brosche schützen.
Was mir allerdings immer noch ein Rätsel ist, wie kommt dieses Ding in die Hände von Bauern oder Händlern.“
Lhunkemen blickte in die Gesichter seiner Gefährten und ließ sein Gesagtes wirken.

Malthus

„Das bedeutet also, Ihr wusstet, dass diese Brosche gestohlen wurde? Wann wurde sie gestohlen? Und was für eine Macht steckt denn genau in ihr? Ihr müsst es uns sagen, schließlich hängt unser Leben davon ab!

Nun, meine Tage als Söldner sind vorbei, als ich keine Fragen zu Auftrag und Sinn stellte. Thorgrim und ich haben glaube ich ein Recht darauf!“ Malthus ahnte, dass die beiden Elben ihnen sicher nicht die ganz Wahrheit sagten, aber nicht aus Bosheit, sondern womöglich, um sie zu schützen. Elben! dachte sich Malthus! Immer das gleiche mit denen! Die Zwerge behalten ihre Geheimnisse ganz für sich, die Elben jedoch sagen einem nur die Hälfte! Was wohl schlimmer ist?

"Also, wohin wollt Ihr uns führen, meine Freunde. Nach Bruchtal? Nach Lothlórien gar? Wo wird die Brosche am Sichersten sein?

Und bedenkt: Sie werden nun wissen, dass wir das Amulett haben – und uns verfolgen!"

Malthus dachte kurz nach, stand auf und sagte: „ Gut meine Freunde, was es auch sei, ich werde Euch auf alle Fälle begleiten!“

Doch zuvor sollten sie dem Hinweis von Galain nachgehen, der ihnen noch aufgetragen hatte, zum schwarzen Stein in Bree zu gehen. Einer Stelle, wo eben dieses lichtscheues Gesindel rumtrieb, das ihnen weiterhelfen konnte.

Himelen

„Ja und Nein Herr Malthus, wie wir schon erwähnten, gibt es ein Gerücht über die Tränen Yavannas. Ich kannte diese Brosche ebenfalls nur aus Gerüchten und ahnte nicht, dass es selbige ist, die wir im Staube fanden. Ein Glück hatte sich Lhunkemen erst vor kurzem damit beschäftigt, so dass er sie gleich erkennen konnte.
Welche Macht genau in dieser Brosche wohnt, wage ich nicht zu deuten. Wissen können wir es nicht, denn wie gesagt, weis wahrscheinlich nur Galadriel darüber genaueres.“

Der Blick Himelens wurde ernst.

„Egal was auch immer es sein mag, den Dienern Morgoths wird es nicht in die Hände fallen.“

Als Malthus nach dem weiteren Verlauf fragte, grübelte Himelen kurz ein kurzer Blick zu Lhunkemen folgte.

„Nein, nicht Imladris oder Lothlórien sei unser Ziel, vorerst jedenfalls nicht. Zu weit wäre der Weg zu Galadriel oder Elrond.
Ich denke wir sollten vorerst den Weisungen Galains folgen. Malthus, ihr wisst doch sicherlich wo sich dieser Stein befindet. Führt uns dort hin. Ihr werdet weiterhin das reden übernehmen, ich denke damit senken wir etwas die Aufmerksamkeit, die uns ohnehin schon zu teil wurde.
Wir müssen erst wissen, was es mit dem Mädchen auf sich hat, wo sich ihre Familie befindet und ob jemand den Attentäter kennt.“

Thorgrim

Aufmerksam hört Thorgrim dem Gespräch zu. Und obwohl er schon etwas müde von der Reise ist und gesättigt am Tisch sitzt, bemüht er sich der Sprache der Elben zu folgen und sie zu verstehen. Das ist wie allseits bekannt nicht einfach, da die Elben viel in Rätseln sprechen.
Als Thorgrim den Krug abstellt erkennen seine Augen eine vermummte Gestalt, die von der Hintertüre kommend in einer dunklen Ecke platz nimmt. Die Gestalt ist nicht besonders gross. Und im Schein einer fahl leuchtenden Kerze erkennt er das Gesicht. Es ist Tanbror, einer seiner Offiziere von den Kârâm-undil. Er blickt Thorgrim an und gibt ihm in der geheimen Zeichensprache der Zwerge zu verstehen, dass er zu ihm kommen soll. Thorgrim schaut sich um. Es scheint niemand in der Herberge mitbekommen zu haben, wie Tanbror in die Taverne kam. Einen Moment schaut Thorgrim in seinen leeren Krug, steht unvermittelt auf und spricht zu den Gefährten: "Verzeiht, der Ruf der Natur... ihr versteht", zieht sich langsam zurück und geht im Schatten des Raumes zu Tanbror. Die beiden unterhalten sich leise im Schatten. Wenn man gut hinhört, kann man sie sprechen hören, aber man versteht dabei kein Wort. Wahrscheinlich weil sie sich in Khuzdul unterhalten. Einer alten Zwergensprache, die ausserhalb der Zwerge niemand spricht.

Die Zwei unterhalten sich eingehen. Tanbror überreicht Thorgrim eine Schriftrolle, welche sie kurz ausrollen und Tanbror etwas mit den Fingern zeigt. Thorgrim nickt dabei und rollt die Rolle zusammen und verstaut sie in seinem Beutel. Danach unterhalten sie sich, wobei die Gesichter mal fröhlich mal traurig scheinen, für diejenigen, welche die Zwei überhaupt in der Dunkelheit erkennen können. Es scheint so, als würden sie über alte Zeiten plaudern.

Eine Zeit lang unterhalten sie sich. Dann steht Thorgrim auf, gibt Tanbror einige Befehle, welche dieser salutierend annimmt und im dunkel der Taverne verschwindet. Thorgrim bleibt stehen und blickt seinem Freund nach. Nachdem dieser verschwunden ist begibt sich Thorgrim wieder zum Tisch zurück, setzt sich und bestellt per Fingerschnippen bei Butterblüm einen weiteren Krug Bier. In Gedanken versunken starrt er auf die herrliche Schaumkrone des Bieres, welches er von Butterblüms Diener serviert bekommt.
Thorgrim grinst diesem zu, steckt ihm einige Münzen zu und deutet ihm mit einer abweisenden Handbewegung zu verschwinden. Der Hobbit versteht und verlässt die Runde.

Darauf wendet sich der Zwerg der Gruppe zu und spricht schon fast beiläufig: "Ich weiss, wer das Mädchen ist und warum sie den Talisman hatte..."

Lhunkemen

„Ihr wisst wer das Mädchen ist und wie sie an die Brosche gekommen ist?“
Lhunkemen war etwas überrascht. Schienen die Informationen doch nun in diesem Moment nur so zu sprudeln. Nun würde sich auch zeigen wer dem Mädchen die Brosche gab oder wie sie in dessen Besitz gekommen war.
„Das Geheimnis lüftet sich immer mehr“

Doch schwirrte noch eine Frage in seinem Kopf.
„Wie habt ihr diese Informationen erhalten, doch bestimmt nicht beim wasserlassen?“
Er blickte den Zwerg an und erwartete die Antwort.

Malthus

Malthus schaut den Zwerg eingehend an. "Na dann raus damit, Thorgrim. Was hat Euch dieser andere Zwerg, der dort hinten Euch ein Zeichen gegeben hat gesagt? " Malthus zwinkerte dem Zwerg zu. Glaubte Thorgrim, er hätte den Zwerg, der sich in der Ecke verbarg, nicht bemerkt?

Malthus verschränkte die Arme über der Brust und zog ein breites Grinsen auf. Gleichzeitig war er gespannt auf Thorgrims Bericht.

Thorgrim

Thogrim rückt näher zu den Gefährten, blickt sich um und vergewissert sich, dass niemand zuhört, den dies nichts anging.

"Ein treuer Freund von mir hat sich in meinem Auftrag aufgemacht um Nachrichten zu beschaffen, die uns von nutzen sein können. Er hat mir gesagt, dass das Mädchen Fiona hiess und die Tochter eines ortsansässigen Bauers namens Fred sei. Mein Freund hat in Erfahrung gebracht, dass der Bauer vor 2 Tagen hier in der Schenke im Rausch rumerzählt hat, dass seine Tochter eine wertvolle Brosche gefunden habe. Mithilfe der Brosche würde er seine Schulden los sein und dass das Mädchen mit Feldarbeitern gestern zum Hof zurückkehren soll. Ausserdem habe er die Prägungen erwähnt, welche sich auf dem Medallion befindet."

Thorgrim nippt kurz an seinem Krug um den Rachen feucht zu halten.

"Sowie mir mein Freund berichtete habe sich diese Neuigkeit in Bree verbreitet. Gemäss meinen Informationen habe das Mädchen diese Brosche aufgelesen als ein unbekannter Reiter es beim schnellen Vorbeiritt verloren hat. Wer dieser Reiter war, woher er das Medaillon hat und wohin er es bringen soll ist aber nicht bekannt."

Thorgrim hält einen moment bedächtig inne und richtet seinen Blick auf seinen Bierkrug. Nach einer Weile blickt er in die Augen der Gefährten, ein grosser Seufzer entfährt ihm:

"Die arme Fiona... sie wusste nicht das das Auflesen dieses Anhängers ihren Tod bedeuten würde. Wir müssen sehr vorsichtig sein, wem wir Informationen darüber weitergeben. Es scheint so, dass der Reiter welcher den Talisman verlor ihn um jeden Preis wiederhaben will. Das ist alles, was mir mein Freund berichtete."

Thorgrim blickt traurig über den Verlust eines so jungen Lebens vor sich auf den Tisch. Wem konnten die Gefährten um Rat fragen? Welche Quelle kann die Herkunft des Medaillons klären? Ein langer Weg liegt vor ihnen.

"Ach ja, noch etwas..." fährt Thorgrim auf," die Strasse wo der Reiter entlang ritt führt nach Norden. Und das Aussehen des Reiters deutet auf einen Krieger Angmars hin, meint mein Offizier"

Himelen

Aufmerksam lauscht Himelen den Erzählungen von Eisenfaust, als dieser endet fügt er, scheinbar noch in Gedanken versunken auf den Tisch starrend, fort:

„So fügen sich die Teile zusammen. Ton für Ton, Takt für Takt und am Ende entsteht die große Melodie …“

Er blickt zu seinen Gefährten.

„Das waren sehr wichtige Informationen mein Freund. Entbiete dem Zwerg meinen Dank. Langsam ergibt alles einen Sinn. Ich denke wir sollten zum schwarzen Stein gehen. Malthus soll dort fragen, ob sich jemand erst vor kurzem stark über dieses Gerücht informiert hat. Vielleicht finden wir so unseren Attentäter.“

Der Elb holt tief Luft und seufzt.

„Ein Jammer, doch ich denke Fiona war nicht das letzte Opfer. Sagt Thorgrim, hat euer Freund etwas über den Verbleib der Eltern gesagt? Wo finden wir ihren Hof?“

Mit ernster Miene umklammerte Himelen die Brosche unter seinem Lederwams.

„Wir sollten auch versuchen zu erfahren, welcher Reiter es war. Ob ein Elb oder ein Bote des Feindes. Falls es einer von meinem Volke war, so wird er die Brosche ebenfalls suchen und nicht vorher sein Ziel erreichen.“

Er sah in die Runde und wartete.
#7
Silberschwinge

....langsam unendlich langsam schob der Attentäter die
Deckendiele wieder an seinen Platz während ein Ratte
an seiner Hand schnüffelte. Ein leichtes Grinsen glitt über
die kalten Gesichtszüge und die schwarzen Augen glitzerten.
Für heute hatte er genug gehört, es wurde Zeit ein paar
Fallen auszulegen. Zu dumm die ganze Sache, sah alles so einfach aus,
aber dann läßt man sich mit einem Bauernmädchen ein und schon ist der
Auftrag dahin, wobei ihren samtweichen festen Hintern würde er vermissen.
Sie mußte ja so unvernünftig sein und dann diese hirnlosen Orks,
fehlte nur noch ein betrunkener Zwerg und jetzt noch ein paar edle Helden.
Schlecht sehr sehr schlecht fürs Geschäft, aber ohne diese hoch
wohlgeborenen Elben hätte er nie erfahren was für einen wertvollen
Gegenstand er befördert hatte. Nun würden seine Auftraggeber ein paar
Säcke Gold mehr ausgeben müssen. Nichts erfreut einen mehr wie der kühle
helle Glanz von Gold.
Leise wie eine Katze in der Nacht gliit dar Attentäter vom Dach
und verschwand elegant in der Dunkelheit

Lhunkemen

„Ich denke das wir die Nacht hier in der Stadt abwarten sollten und weiter Informationen einholen. Bei Sonnenaufgang können wir zum Hof des Mädchens aufbrechen und uns dort einmal umschauen. Früher oder später sollten uns aber unsere Wege zu den Elben führen, denn wir wissen nicht wie lange wir es verheimlichen können das wir Yavannas Träne mit uns führen.“
Lhunkemen sah in die Runde. Seine Gefährten schienen nachzudenken was die beste Lösung zu seien ist und welche nächsten Schritte sie unternehmen werden.
Er sah auf sein Bier und bemerkte, dass es schon wieder leer war, also stand er auf.
„Ich hole euch noch eine kleine Erfrischung. Die nächste Runde geht auf mich. Dieses Bier schmeckt mir immer mehr.“
Also machte er sich auf den Weg zu der Theke und ließ die anderen erst einmal beratschlagen.
Als er die vier Krüge in der Hand hatte dreht er sich um und machte sich auf den Weg zurück zum Tisch. Er stutze, beim umdrehen sah er wie über dem Tisch, an dem sie saßen, eine Diele an ihren Platz geschoben wurde. Langsam ging er zu seinen Gefährten zurück und Beobachtete den ganzen Raum und die Leute eindringlich. Auch beobachtet er die Fenster um vielleicht eine zwielichtige Person zu entdecken. Doch nichts konnte er entdecken. Er kam an dem Tisch zurück, setzte sich und reichte jedem seinen Krug.
Mit ernster Stimme sprach er dann.
„Wir scheinen belauscht worden zu sein. Als ich mich an der Theke umdrehte sah ich wie über diesem Tisch eine Deckendiele vorgeschoben wurde. Der Feind weiß jetzt wahrscheinlich, dass wir die Brosche haben und was wir vor haben. Was habt Ihr in der Zeit beschlossen?“
Lhunkemen wartete nun auf die Antwort, aber behielt er diesmal die Umgebung noch stärker im Auge.

Malthus

Also ich denke, wir sollten jetzt mal nach meinem Informanten Ausschau halten. Gerade das Dunkle der Nacht ist eine gute Zeit, um sie anzutreffen. Doch zuvor, Thorgrim, erklärt uns doch mal, wer diese Person, dieser Euer – wie sagtet Ihr so schön – Euren Offizier denn war. Ihr dient noch den Zwergen? In welcher Position?“ Er spürte, wie der Zwerg ihn am Liebsten anspringen wollte. Doch das musste gesagt sein. Hoffentlich haben sich diese Zwerge wenigstens diskret umgehört. Doch das war ein Fremdwort für sie.

„Thorgrim, lasst es gut sein! Es ist vielleicht besser, Ihr behaltet es für Euch!“ Er erhob den Krug und hielt diesen Thorgrim entgegen. Unentschlossen schaute er auf seinen eigenen, zögerte, ergriff ihn dann doch und stieß ihn gegen den von Malthus. „Lassen wir es dabei bewenden, Malthus.“ Sie nickten einander zu – und Malthus grinste in sich hinein. Sie tranken ein paar tiefe Schlücke und schon waren auch diese Krüge leer.

„Wir gehen jetzt zum Schwarzen Stein. Thorgrim, ich brauche Euch und Eure Axt, denn die Gegend hat zwei Ausgänge. Plaziert Ihr Euch am zweiten Ausgang, für den Fall, dass jemand flüchtet. Aber ich brauche die flüchtenden lebend! Ein Informant mit einer Axt im Schädel plaudert nicht mehr so sehr!“ Malthus überlegte sich, was die beiden Elben machen sollten. „Was meint Ihr, Himelen. Wollt Ihr Euch ein wenig in die Dunkelheit begeben und nach dem Spion suchen? Oder wollt Ihr mit uns kommen?“

Die beiden Elben tauschten kurze Blicke aus und beschlossen, sich ein wenig umzusehen. Jeder hinterließ Spuren.

Die verstehen sich blind. So wie ich und Galain. Ob es ihm gut geht? Was da wohl passiert sein mag? Malthus versuchte, die Gedanken an seinen Freund zu verdrängen, doch es gelang ihm nicht so ganz.

Sie standen auf und zogen los. Am Eingang verschwanden die beiden Elben plötzlich in der Dunkelheit. Vielleicht folgen sie mir ja.

Thorgrim verabschiedete sich lautstark von Malthus und ging torkelnd in Richtung Süden. Ob er dieses Torkeln nur spielt oder wirklich ein wenig angeheitert ist? Na, diese kühle Nacht wird ihn schon aufwecken!

Malthus ging Richtung Osttor, dann in Richtung Elendsviertel. Hier sollte er ein paar Antworten finden.

„Malthus, da bist Du ja!“ Eine vertraute Stimme drang an sein Ohr. „Ich habe Dich schon erwartet!“ Er drehte sich um und aus einer Nische trat ein alter Bekannter von ihnen zu ihm hin.

„Birger!“ sagte Malthus zu der gebeugten Gestalt, die dem Dunkeln zu ihm trat. „Schön Dich zusehen. Noch nicht aufgehängt worden von irgendwelchen Leuten, die Du schon verraten hast!“

„Ganz meinerseits! Wo ist denn Dein Schatten? Galain musste so überhastet Bree verlassen! Doch wohin ist er gegangen?“

„Er musste nach Hause.“ Wirf ihm ein paar Brocken hin, dann werden sie redseliger, dachte Malthus bei sich. „Aber kommen wir zu Geschäft!“ Malthus griff in die Tasche, nahm ein Säckchen mit Münzen heraus und warf sie Birger zu.

„Habt Dank, edler Herr!“ war die Antwort. Die Münzen ließ er elegant im Mantel verschwinden.

„Nun, rede! Du weißt, wieso ich hier bin. Was weißt Du?“

„Das Amulett, das Ihr sucht, muss sehr wertvoll sein. Man sagte uns, dass wer es findet ein reicher Mann sein wird. Damit könnte ich Dein Königreich kaufen, Malthus!“

„Wohl kaum, Birger! Aber weiter, wer bietet so viel?“

„Nun, gesehen habe ich ihn noch nicht! Aber es muss was Magisches sein! Ein Reiter hat das Amulett verloren und möchte sein *hüstel* Eigentum wiederhaben. Viele Gestalten durchforsten nun Bree und die Gegend. Sie kommen durch die geheimen Tore. Jemand hilft ihnen hier! Hast Du das Amulett, Malthus?“

„Nein, natürlich nicht! Oder warum sollte ich mich denn sonst mit Dir abgeben? Gut, wenn Du nicht mehr hast für mich…Danke Dir! Pass auf Dich auf und wenn Du mehr herausfindest, melde Dich!“

Malthus ging davon, ließ den Informant zurück, der wieder in der Nische verschwand. Er traf Thorgrim am vereinbarten Platz. Kurz informierte ihn kurz von seinem Gespräch.

„Wir müssen hier weg, Thorgrim. Das wisst Ihr, oder?“ Sie gingen zurück zum Pony, auf dem Weg dorthin stießen wie aus dem Nichts die beiden Elben zu ihnen.

Sie gingen in das Gasthaus und suchten sich wieder eine ruhige Ecke zum Besprechen. Malthus teilte Ihnen das Ergebnis seiner Unterredung mit Birger mit. „Sie suchen danach, vielleicht auch schon nach uns, wie Lhunkemen annimmt. Und bieten eine Menge an Gold an! Ihr wisst, was das heißt?“

Thorgrim

Thorgrim, der sich während der ganzen Aktion in seinen Mantel gehüllt hatte sprach bisher nur wenig. Seine Gedanken kreisen um das was die Gruppe nun herausgefunden hat. Mit Besorgnis nimmt der Zwerg die Annahme zur Kenntnis, dass in und um Bree viele Gestalten nach ihnen suchen. Zuviele, als dass sie mit ihnen fertig werden würden. So denkend entschliesst er sich den Gefährten etwas von sich preis zu geben, was er sonst niemandem der kein Zwerg ist erzählen würde.
Als die Gefährten wieder im Pony eintrafen, sieht sich Thorgrim um. Er will sichergehen dass die Gefährten als einzige zuhören.
"Hört mich an, Gefährten", beginnt er zu erzählen. "Ich habe die letzten Ereignisse mit Besorgnis aufgenommen. Mir wurde zugetragen, dass sich im Breeland eine Vielzahl von Kreaturen aufhalten, die uns nichts Gutes wollen. Die Tatsache, dass der Reiter aus Angmar zu stammen scheint lässt mich zweifeln ob wir die Kraft haben uns der Herausforderung zu stellen." Der Zwerg wird ernst und blickt den Gefährten in die Augen.

"Ich bin Hauptmann eines Zwergenbattalions", fährt Thorgrim fort,"ich kann euch aber nicht sagen was wir tun oder für wen wir stehen. Aber was ich euch sagen kann ist, dass sich mein Leutnant Tanbror mit einer Kompanie östlich von Bree bereithält. Sollten wir auf heftigen Widerstand stossen, werden Euch die besten, loyalsten und fähigsten Kämpfer der Khazad zur Seite stehen. Mehr müsst ihr nicht wissen. Aber seid euch gewiss, sollte es zur Schlacht kommen werden die Zwerge da sein."

Thorgrim Eisenfaust zieht sich die Kapuze vom Kopf und blickt stolz auf. Ja, wahrlich; sollten die Kârâm-undil eingreifen, dann wird es hässlich für die Feinde werden.

Himelen

Sorge bedeckt das Gesicht Himelens, Lhunkemen hatte bemerkt wie sie belauscht wurden, doch zu spät nahmen sie die Spuren auf. Ein gewitzter Hund der Attentäter, zuerst führten seine Spuren klar und deutlich durch die Stadt, zu klar und deutlich. Dann verflochten sie sich in ein Gewirr aus Kreisen und entschwanden in der Dunkelheit.
Wer oder was es war, er wusste was er tat.
Überrascht war der Elb nicht, dass Eisenfaust eine solche Stellung bei den Zwergen hatte. Seine Art zu kämpfen war einzigartig und oft hatte er schon gesehen, dass einige Zwerge großen Respekt vor ihm zeigten. Auch der alte Gemmenbart hatte schon viel über Eisenfaust erzählt und über dessen Taten. Es schien jedoch, als ob selbst die meisten Zwerge nichts von diesem Zwergenbattalion wussten. Thorgrim schien für sie nur ein sehr erfahrener Kämpfer mit viel Respekt und Hochachtung zu sein. Diese Kompanie war in jedem Fall eine Sicherung, doch wo sollten sie hin?

„Ich mache mir keine Sorgen um Orks, Bilwisse, Warge oder gar anderes Gezücht des Feindes. Viel mehr plagt mich die Ungewissheit über diesen Nazgûl und den Attentäter. Stark scheint dieser Schatten zu sein und uns zu verfolgen hat er sich in den Kopf gesetzt. Einen Nazgûl zu verjagen, könnte man mit etwas Feuer auf den Pfeilen vielleicht noch schaffen, sofern er alleine ist, doch einen Schatten zu töten in der Nacht, wo doch alles voller Schatten ist …“

Himelen sah auf, seine Hände streichten über seine beiden Schwertgriffe an seinem Waffengurt. Dann sah er sich seine Gefährten an.

„Ein Edelmann und Waffenmeister, lange Jahre im Kampfe gelebt.
Ein junger Elb, voll Zorn und Trauer, seine Rache nun in Schwertern bebt.
Ein kampferprobter, mutiger Zwerg, mit vielen seiner im Hinterland.
Ein wahrlich sonderbares Quartett wir vier, doch niemals die Brosche in Feindeshand.“

Ein uralter Wille erfüllte, unweigerlich spürbar für jeden, die nahe Umgebung am Tisch, Himelens Blick war nun äußerst ernst nach diesen Worten und sein Tatendrang ungebrochen.

„Der Hof ist unwichtig, auch weitere Informationen sind nicht von belang, entdeckt wurden wir und lange wird der Feind nicht mehr auf sich warten lassen. Wir brechen auf, jetzt gleich. Imladris ist unser Ziel, denn diese Brosche wird nicht in des Feindes Hand landen.“

Thorgrim

Thorgrim verzieht sein Gesicht zu einem leicht angewiederten Wundwinkel verziehen. "Elben", denkt er sich. "Was muss ich noch alles ertragen"....

Aber er denkt an die Gefahren und die Aufgabe, die vor ihnen stand und so steht er auf, blickt in die Runde und spricht zu den Gefährten:

"Wenn es Bruchtal sein soll, dann will ich Euch folgen. Meine Mannen aber werden vorerst hier bleiben. Sollten wir Sie brauchen werden ihre Späher es rechtzeitig merken. Aber bevor wir ziehn... lasst uns noch ein letzes Bier trinken"

In der Hoffnung Zustimmung zu erhalten blickt der Zwerg gespannt auf die Gruppe und beginnt mit den Augen die Taverne nach Butterblüm abzusuchen, in der Hoffnung noch eine Grossbestellung loszuwerden.

Silberschwinge

.....langsam und geräuschlos klappte der Attentäter den Kurzbogen zusammen,
ein Meisterstück der Handwerkkunst aus dem tiefen Süden und den unendliche
Wüsten. Einen Beutel voller Rubine hatte er hingelegt doch war der Bogen
diese Ausgabe wert, klein zusammenklappbar und auf 10 Schriit absolut lautlos
und tödlich. Unten in den Straßen schritt mit leichten Schritt ein Elb vorbei,
ungewiß der tödlichen Gefahr. Narr überlegte der Attentäter, nie schauen Sie
bei der Jagd nach oben egal ob Elb Orc oder Zwerg. Doch es gab kein Gold für
seinen Tod und einen Elb umzubringen in einer Stadt zog wahrscheinlich alle
Helden und Elben um Umkreis von 100 Meilen an. Eng schmiegte er sich an den
Kamin und verschwand fast unmerklich mit dem Dachfirst. Da bemerkte er die
Ratte Birger ein wiederliches ehrloses Individium dieser Stadt den man nur
noch nicht gevierteilt hatte weil er jeden Dreck der Stadt umwühlte nach
brauchbaren Informationen. Der grobgeschlächte Krieger bei ihm schien
jedenfalls zufrieden zu sein. Fast unbemerkt wechselte das Silber den Besitzer.
Nun galt es die richtigen Schritte einzuleiten, Zwietracht zu sähen in der
Heldengruppe wär eigentlich die erste Wahl, sind doch diese ehrenwerten
Helden trotz ihrer Rechtschaffenheit empfänglich für viele Schwächen. Sollte
man sich der Gruppe anschließen und warten bis Neid und Mißgunst die Arbeit
erledigte.
Unter Umständen würden die Elben mehr an an Gold oder gar Edelsteinen
bezahlen. Doch er würde erstmal geduldig warten. der Kamin im Rücken wahr
angenehm warm und ein kleines Nickerchen ist immer gut. Er hatte Zeit
und der Tod ist ein geduldiger Gefährte.......
#8
Malthus

“Ich stimme Euch zu, Himelen. Was sollten wir noch erfahren, was von Wichtigkeit ist auf dem Hof der Kleinen! Das Heer der Verfolger und deren Macht scheinen groß zu sein. Lasst uns keine Zeit verlieren! Wir werden bei Herr Butterblüm schnell ein paar Vorräte ordern und dann schnell aufbrechen. Wir wollen doch nicht, dass Thorgrim am Hungertuch nagen muss. Das Knurren eines Zwergenmagens würde man doch meilenweit hören!“ Ich werde auf alle Fälle noch eine verschlüsselte Botschaft für Galain hinterlassen, für den Fall, dass mein Waffenbruder zurückkehren würde. Obwohl, dann werden wir schon weit weg von hier sein. Galain wird dann nur noch die Überreste unserer Verfolger sehen – und kann uns auf dieser Spur konnte er uns folgen.

Ein Kribbeln durchfuhr Malthus, das verspürte er immer, wenn er in eine ungewisse Schlacht zog. Sie kannten weder die genaue Stärke der Feinde, noch wo sie auf einen lauerten.

„Ich hoffe, die Sinne der Elben sind geschärft und Ihr bemerkt die Feinde, bevor sie uns bemerken!“ sagte Malthus an Lhunkemen und Himelen gerichtet.

„Kommt, meine Freunde, wir müssen los!“

Er wandte sich an Himelen: „Wie wollt Ihr reisen? Auf Pferden oder eilen zu Fuß? Wenn wir ein Pferd nehmen sagt Ihr das aber dem Zwerg. Obwohl, ich möchte gerne sein Gesicht dabei sehen…Das wird ein Anblick!“

Himelen

Pferde sind, denke ich, nicht vermeidbar Malthus, wer weis, wie weit der Feind schon gekommen ist. Umso schneller wir sind, desto größer die Chance, dass wir Imladris ohne Kampf erreichen. Zu Fuß wären wir zwar weniger Auffällig, vor allem abseits der Wege, aber Imladris ist nicht gerade um die Ecke von Bree, wenn ihr versteht.“

Himelen holt einen kleinen Beutel mit Münzen hervor.

„Dies sollte für etwas Proviant reichen, unsere Wasserflaschen füllen wir am erst besten Fluss auf, ich zahle nur ungern Geld für Wasser …“

Malthus

„Thorgrim, seid Ihr schon einmal auf einem Pferd gesessen? Am Besten, Ihr setzt Euch zu Himelen oder Lhunkemen auf’s Pferd. Das müsste vom Gewicht her meinem gleichkommen. Ein Pony würde zwar besser zu Euch passen, aber dann können wir auch gleich laufen!“ Malthus ging zum Gasthaus, um die Lebensmittel zu besorgen, Thorgrim half ihm beim raussuchen und tragen.

Malthus steckte Herr Butterblüm unauffällig den Brief zu, der an Galan addressiert war.

Sie holten sich ausreichend Vorräte. Sie vergaßen aber auch nicht, ein paar Leckereien einzupacken.

Sie bezahlten, verließen das Gasthaus und trafen die Elben am Reitplatz. Die Elben hatten ja die Gabe, die besten Pferde heraussuchen zu können.

Lhunkemen

Während Malthus und Thorgrim sich auf den Weg machten um den Proviant zu besorgen, gingen Himelen und Lhunkemen zum Reitplatz um geeignete Pferde für die Reise auszusuchen.
„Am besten nimmst du den Zwerg auf dein Pferd, du kennst ja die Gründe.“ Himelen nickte ihm zur Bestätigung zu.
Lhunkemen hatte ständig das Gefühl beobachtet zu werden. Aufmerksam Schritt er durch die Straßen und als er kurz zu Himelen rüber sah bemerkte er, wie auch er die Umgebung aufmerksam Beobachtete. Ein Mensch hätte wahrscheinlich nichts bemerkt wenn er die beiden Elben ansah, doch nahmen sie alles und jeden in Ihrer Umgebung war.
Am Reitplatz angekommen schauten sie sich zuerst einmal die Pferde an die zur Auswahl standen. Es waren nicht viele und schnelle Tiere würden sie gewiss nicht bei diesen finden.
Ein Händler kam sogleich, als er die Elben bemerkte auf sie zu und setzte sein bestes Verkaufslächeln auf.
„Ahh die werten Herrn Elben interessieren sich für Pferd. Dann sind sie hier besonders gut aufgehoben. Hier finden sie die besten Pferde von ganz Bree. Wenn ich mich erst einmal vorstellen darf, ich heiße Lettmann. Wie kann ich Ihnen helfen.“

„Seien sie Gegrüßt Herr Lettmann, wir suchen drei Pferde die uns unsere Reise etwas erleichtern.“

„Wo soll die Reise denn hingehen? Ich frage nur damit ich Ihnen natürlich die besten Tiere dafür empfehlen kann“

„Wir haben einen langen Weg vor uns, das ist alles was Sie wissen müssen.“ Entgegnete Lhunkemen mit ernstem Ton dem Händler.

„Nun gut werte Herren, wenn sie einen langen Weg vor sich haben dann empfehle ich Ihnen diese Tiere hier.“ Er zeigte auf ein paar Pferde die in einer extra Koppel standen.
„Diese sind zwar auch nicht das wahre, aber sie sollten die Reise gut überstehen“ dachte sich Lhunkemen. Die beiden Elben sahen sich die Pferde genau an. Sie entschieden sich dann für ein schwarzes mit weißer Blässe und zwei mit dunkelbraunem Fell.

„Macht diese drei für uns bereit Herr Lettmann.“ Lhunkemen holte ein Säckchen aus seiner Gürteltasche und gab es dem Händler. „Dies müsste reichen“
Herr Lettmann schaute kurz in den Beutel und sein Läscheln wurde noch breiter.
„Das reicht, habt Dank. Ich werde sie sofort satteln lassen und sie noch mal an die Tränke führen, damit sie auch gut gestärkt vor ihrer Reise sind.“ Der Händler gab mit einer Handbewegung einem Stahlburschen ein Zeichen. Dieser machte sich dann gleich an die Arbeit.
Lhunkemen und Himelen warteten nun das Ihre Pferde für sie bereitstehen. Als sie warteten kamen auch Thorgrim und Malthus mit dem Proviant wieder.
„Wie ich sehe habt Ihr reichlich Proviant besorgt. Die Pferde stehen uns gleich zur Verfügung. Thorgrim, Ihr werdet bei Himelen mit auf dem Pferd sitzen, er ist wahrlich ein besserer Reiter als ich.“ Bei diesem Satz sah Himelen ihn an und muste lächeln, wusste er doch das Lhunkemen ihm in der Reitkunst ebenbürtig ist.
In diesem Moment kam der Stahlbursche mit den Pferden und übergab sie an die Gefährten. Himelen nahm das schwarze. Malthus und Lhunkemen die anderen beiden. Sie machten sich auf Ihren Weg und gingen zum Südtor, noch liefen sie Neben den Pferden und führten sie am Halfter. Als sie das Südtor passierten stiegen sie auf, dem Zwerg musten sie aber helfen denn von alleine kam er nicht aus Pferd.

„Ich hoffe wir werden auf unseren Weg keine großen Probleme kriegen. Jedenfalls werden wir nicht lange in der Dunkelheit reiten müssen“ Lhunkemen blickte nach Osten wo sich schon mit einem schmalen roten Streifen am Horizont die Sonne ankündigte.

Silberschwinge

......der Pferdehändler Lettmann ging fröhlich pfeifend zurück in seinen Pferdestall. Das fingt sehr gut an heute morgen noch vor dem Frühstück drei Pferde verkauft und reichlich Silber dafür bekommen. Das der schwarze Rappe bei Regen anfängt zu lahmen, hätte er vielleicht sagen sollen, aber bis es wieder mal regnete waren diese seltsamen Gefährten sicher weit weg von Bree. Mit leisen Schwung schloß sich das große Tor hinter ihm, etwas verwundert im Dämmerlicht,
dreht sich Herr Lettmann um , er hatte es doch gar nicht geschlossen?
Er zuckt völlig überrascht und erschrocken zusammen. Steht eine dunkle Gestalt vor ihm die langsam die Kapuze des Umhangs zurückschlägt. Herr Lettmann schaut in ein dunkles Gesicht das von feinen Narbenlinien durchzogen ist.Tiefschwarze Augen scheinen Ihm bis auf den Grund seiner Seele zu schauen. Ein dicker Kloss bildet sich in seiner Kehle und seine Knie fangen an zu zittern. Werter Herr, ich hab euch gar nicht kommen sehn, sag doch etwas, verzweifelt ringt Herr Lettmann die Hände irgenwie wird ihm furchtbar kalt, der Gedanke an den Tod beschleicht ihn und er hatte noch nicht mal gefrühstückt. Unbeweglich stand die dunkle Gestalt vor ihm, hager sehnig gekleidet in dunkles ja fast schwarzes Leder das irgendwie nach Jasmin und Zimt roch. Zitternd fing Herr Lettmann an zusprechen, ihr seit spät dran nicht? gehört ihr zu der Reisegruppe? braucht doch bestimmt auch ein gutes Pferd? ich hol euch den Apelschimmel da hinten aus der Box ja? Ist ein sehr ausdauerndes Pferd, kann drei Tage laufen ohne Pause. Zögernd und vorsichtig nahm Herr Lettmann ein Halfter von der Wand und ging zur hinteren Box während ihm die schwarzen Augen folgten. Er mußte fliehen, um Hilfe rufen, seine ganzen Stallburschen, alle sehr kräftig waren doch draußen. Doch hielt die Gestalt im Schatten plötzlich einen dieser gefürchten Wüstenbogen in der Hand und ein schwarzer Pfeil ruhte auf der Sehne.
Er würde hier sterben in seinem eigenen Stall, mit aller Deutlichkeit wurde ihm das bewußt, aber warum? mit zitternen Händen holte er den Apferschimmel aus der Box der unruhig schnaubte. Seht ihr ein gutes Pferd wie ich es versprach, kräftige Lungen und starke Hinterhand, schlanke Fesseln, ich hab hier noch einen sehr guten Sattel und Packtaschen sind von Zwergenhand gefertig trotzen jedem Wetter, irgendwie hatte Herr Lettmann das Gefühl solange wie er redete
würde er jede kostbare Minute des Lebens genießen können, er sah alles mit so deutliche Schärfe, den Sattelgurt den er festzog, die sauber gestriegelte Mähne vom Schimmel, das feine Ornament an der Packtasche. Ich seh noch kurz nach den Hufeisen ja? es dauert auch nicht lang, Dann wandte er sich zu dem unbeweglichen Schatten, Bitte werter Herr sag doch etwas, verzweifelt schaute er ihn an, dann spannte die dunkle Gestalt den Bogen völlig lautlos. Herr Lettmann sank auf die Knie schloß die Augen und sagte bitte bitte bitte tut das nicht, ich werde nichts sagen, ich schwöre es euch, ich habe euch nie gesehen, dann ertönte ein leichter leiser Schlag. Er spürte Bewegung und öffnete die Augen. Die dunkle Gestalt beugte sich zu ihm runter und legte Ihm eine Tote Ratte vor die Knie, sauber aufgespießt vom einem schwarzen Pfeil. ein leises Flüstern ereicht sein Ohr,
"euer Leben.. ich schieße manchmal daneben..begrüßt die Sonne", dann nahm der Attentäter das Halfter von dem Apfelschimmel stieß langsam und ruhig das Tor auf, schwang sich behende in den Sattel und trabte Richtung Tor an. Die Morgensonne schien Herr Lettmann ins Gesicht und dann ganz langsam aber immer stärker stieg ein tiefes Schluchsen aus der Kehle auf und wie ein Regen ergossen sich die Tränen über seine Wangen. Die Stallburschen sahen ihren Herrn in der Morgensonne und so sehr Sie sich auch wunderten über sein Verhalten, doch sollten Sie nie erfahren warum der Pferdehändler Lettmann die Sonne am Morgen so begrüßt hatte.


Thorgrim

Es war kein grosses Geheimniss, dass Zwerge reiten hassten. Ganz speziell Thorgrim. Auch besassen die Zwerge keine Reiterei, denn für ihre Körpergrösse war es ganz schön schwer, sich im Sattel zu halten. Wenn das Pferd nun auch noch im Galopp über den Boden fegt, muss man sich als Zwerg schon anschnallen, um nicht runter zu fallen.

Zwerge verlassen sich auf die eigenen Beine. Auch wenn das bedeutet, dass sie später am Ziel ankommen. Denn so waren sie zumindest jederzeit kampfbereit und hatten auch wenig verletzte Reiter zu Schlachtbeginn zu beklagen. Aber Thorgrim erhielt in jungen Jahren die Unterweisung im Reiten. Heimlich, denn niemand sollte es je in Erfahrung bringen. Aber dass der Zwerg heute vor seinen Gefährten reiten sollte missfiel ihm so dermassen dass er sich weigert aufzusteigen.

"Ich werde nicht auf dieses Ding sitzen.", gibt er den Gefährten demonstrativ zu verstehen. "Viel lieber renne ich nach Bruchtal, sofern ich überhaupt nach Bruchtal will"

Die Arme verschränkt vor der Brust und ein Gesicht, das er zusammenkneift und grimmig dreinschaut, lässt durchblicken, dass ihm das reiten missfällt. Aber Thorgrim ist auch klar, dass die Reise es erfordert. Aber sein Kopf will es ihm nicht zugeben.

Malthus

„Auch für den Fall, dass Ihr mir jetzt versucht, den Kopf abzuschlagen: Thorgrim, ich habe das Gefühl, Ihr habt Angst! Fürchtet Euch nicht, Himelen wird schon aufpassen und Euch gut festhalten!“ Malthus baute sich vor Thorgrim auf. „Thorgrim, Ihr wisst, dass es keine andere Möglichkeit gibt, schnell nach Bruchtal zu gelangen. Wenn Ihr mitwollt, dann schwingt Euren Zwergenhintern nun endlich auf dieses Pferd – oder tretet zurück und haltet uns nicht länger auf! Ihr könnt Euch ja dann umschauen, wer uns folgt!“

Malthus trat zurück und ging zu seinem Pferd. Er streichelte es und sprach ihm gut zu, ihnen gute Dienste zu leisten. Dann schwang er sich auf den Rücken des Tieres und sah, wie es die beiden Elben ihm gleichtat.

Wenn der Zwerg nicht sofort auf dieses Pferd springt, dachte sich Malthus, mache ich einen kleinen Bogen um ihn, packe ihn am Gürtel und zerre ihn auf mein Pferd!

Er blickte sich zu Thorgrim um, und schaute ihm eindringlich an, auf seine Antwort wartend. Zwerge brauchen immer eine Extraeinladung, um in die Gänge zu kommen. Und wenn es nur ein starker Tritt in den Allerwertesten ist!

Himelen

Himelen schaute von seinem Pferde herab zu Throgrim. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen fügte er hinzu.

"Nun Eisenfaust, steigt ihr auf oder lauft ihr nun? Sagt nicht ich muss euch in den Sattel heben ... das hätten wir dann vorher machen können. Vielleicht sollte man euch einen Hocker bringen ..."

Sie mussten den Zwerg nun reizen. Seine Sturheit musste überlistet werden. Er musste einfach den Drang verspüren, den Elben und Malthus zu beweisen, dass ein Zwerg nicht vor Pferden Angst hatte und ebenso reiten konnte. Sonst würde sie hier noch eine ganze Weile stehen und reden, doch diese Zeit hatten sie nicht.

thorgrim

Thorgrim schaut erst Malthus an, dann blickt er zu Himelen. In seinen Augen kann man den Ärger sehen. Sie blitzen den Gefährten entgegen. Dann murmelt der Zwerg etwas, dass die Anwesenden nicht oder nur teilweise verstehen konnten. Seine Worte sprach er in Khuzdul.
Wenn man genau hinhört könnte man es als wildes fluchen verstehen. Thorgrim geht zu Himelens Pferd, schaut nach oben und spricht gereizt:
"Reicht mir Eure Hand, Elb. Und macht Platz!". Der Zwerg streckt seine Hand nach oben um sich bei Himelens griff hinter den Elb auf den Sattel zu schwingen.
Wütend blickt er nochmals zu Malthus und wünscht sich diesem frechen Menschen sein Maul zu stopfen. Aber es ist ihm bewusst, dass der Auftrag zuerst erledigt werden muss. Aber einen Zweikampf wird es geben, da ist Thorgrim Eisenfaust sicher.
"Na los, greift meine Hand. Ich beisse nicht Herr Elb!"

Malthus

Mit einem Seufzer der Erleichterung nahm Malthus gewahr, dass der Zwerg sich endlich dazu entschlossen hatte, das Pferd zu besteigen! Endlich, dachte sich Malthus. Wir haben eh schon zu viel Zeit verloren und wir könnten Bree schon längst hinter uns gelassen haben.

Sie ließen Lhunkemen an die Spitze ihres kleinen Trupps reiten, Himelen und Thorgrim ritten in der Mitte. Malthus bildete den Schluss, um den Zwerg zur Not aufzufangen, wie er Thorgrim augenzwinkernd mitteilte. Ob der Zwerg überhaupt seine Späße verstand, fragte er sich. Nun, ich sollte ihn nicht so sehr reizen. Sonst vergisst der Kleine noch, wer in der Schlacht Freund oder Freind ist.

Malthus schloss zu den Gefährten auf und fragte Himelen: „Sagt mir, wie lange schätzt Ihr denn, bis wir Bruchtal erreicht haben? Ich war noch nie dort und kenne nur die ungefähre Strecke dorthin.“

Silberschwinge

......mit leichter Überraschung verhielt der Attentäter auf dem Höhenzug
den dunklen Apfelschimmel. Völlig unbeweglich sieht er der Reitergruppe
zu, zwei zerbrechliche Elben, ein ungelenkter Mensch und ein Zwerg wohl
von der störrischten Sorte. Die scheinen nicht zu begreifen daß ihre Welt sich
verändert. Noch nicht aus Bree hinaus und schon uneins. Er würde sich
etwas Zeit lassen bevor er Druck auf die Gruppe aufbauen würde. Eine
Wasserstelle vergiften, eine dünne Drahtschlinge über den Weg, eine
Giftspinne in der Nacht, mal sehen wie lange Sie den unruhigen Schlaf
aushalten. Wer wohl die Brosche trug?
Er würde nicht lange auf sich warten lassen der tiefe Schlaf voller süßer
Träume und der Neid der Gefährten. Urplötzlich verzog wilde Wut und
Jähzorn das Gesicht des Attentäters und doch mit eisener Gewalt bezwang
er seine Gefühle und ritt in zurück in die Schattenseite des Hanges...
#9
Himelen

Himelen zog den Zwerg zu sich hinauf. Zwar schien es leicht und unbeschwerlich Eisenfaust in den Sattel zu heben, doch Himelen hatte alle Mühe, den schwer gepanzerten Zwerg auf Pferd zu ziehen.

„Wenn wir Glück haben wird es ein 3 Tages ritt. Doch ich denke nicht, dass uns das Glück auf dem gesamten Weg begleiten wird.“

Dann sah er zum Himmel.

„Wir müssen uns beeilen, noch vor der Nacht sollten wir ein sehr weites Stück hinter uns haben.“

Daraufhin gab er dem Pferd die Sporen und die Gefährten machten sich auf ihren langen Weg gen Bruchtal.
Misstrauisch sah Himelen auf einen Hügel in der Nähe. War da nicht gerade jemand? Ihm war doch so als würde er eine Bedrohung spüren …
Doch er wandte sich ab und konzentrierte sich wieder auf den Weg.

Was es auch war, wir werden noch früh genug darauf treffen.

Malthus

Endlich ritten sie gen Bruchtal. Malthus freute sich darauf, endlich das Tal hinab zu blicken und die Herrlichkeiten der Elben zu bewundern. Er hatte schon viel gehört über diese Welt. Nun würde er sie endlich sehen.

Malthus überlegte, ob es sinnvoll wäre, ein paar Haken zu schlagen, um etwaige Verfolger abzuschütteln. Doch ob das so viel bringen wird? Er beschloss, das ganze mit seinen Gefährten bei der erstbesten Rast für die Pferde zu besprechen. Aber die anderen werden sich sicherlich auch den Kopf darüber zerbrechen.

Wie viele Verfolger es wohl sein werden? Wie viele Verfolger in Bree auf sie lauerten und nun ihrerseits die Verfolgung aufnahmen – oder ihren Herren benachrichteten?

Lhunkemen

Die Reise begann. Die Gefährten ritten die Tiere so das diese nicht zu schnell erschöpften, aber das sie schnell voran kamen. Sie ritten über die Oststraße, denn die Straße ermöglichte es Ihnen schnell und ungehindert zu reisen. Die wenigen kleinen Wäldchen und Heine, die die Straße kreuzten, mieden sie und umritten sie lieber. Dies taten sie alleine nur aus Schutz, denn in den Wäldern könnte man Ihnen leicht eine Falle stellen.
Das Wetter spielte Ihnen ebenfalls mit, denn es wurde ein sonniger Tag und nur wenige Wolken waren am Himmel zu sehen. Weit konnten sie übers Breeland blicken und Verfolger auch besser ausmachen. Auf der Straße begegneten sie öfters Händler mit Ihren Karren die auf den Weg nach Bree waren oder von dort kamen.
Die Sonne stieg immer Höher am Himmel auf und es war fast schon Mittagszeit. Sie hatten es schon bis zum Mückenwassermoor geschafft, das sich links neben Ihnen erstreckte. Dunst lag über diesem, was es noch gespenstiger hat aussehen lassen.
Nachdem sie auch das Moor passiert hatten und es noch im Rücken der Reiter zu sehen war, drehte sich Lhunkemen zu den anderen um.
„Wir sollten eine Rast einlegen. Die Pferde haben gut durchgehalten, doch sollten wir sie nicht überanstrengen. Auch wir benötigen nun eine kleine Pause. Denn der knurrende Magen des Zwerges übertönt bald auch den Gesang der Vögel.“ Rief er der Gruppe zu.
So hielten sie nun etwas abseits der Straße und stiegen ab.

thorgrim

Immernoch unzufrieden über ihre Reiseart lasst sich Thorgrim vom Pferd fallen. Mit einem scheppern seiner schweren Rüstung landet der Zwerg auf den Füssen. Sofort sieht er sich um.

Nichts unauffälliges zu sehen. Das komische Gefühl jedoch lässt sich irgendwie nicht abschütteln. So begibt sich der Zwerg auf eine Runde rund um den Rastplatz. Er begutachtet die Lage, sucht Spuren und interessiert sich auch für die Gerüche und Geräusche rund um den Platz. Nichts aussergewöhnliches zu finden...

Also begibt er sich zu der Gruppe zurück. Etwas verärgert über die Reiseart und der Besuch der Elbenstadt voller hochmütiger Elben spricht er zu Lhunkemen: "Nicht mein Magen ist es, der knurrt Herr Elb. Mir gefällt das hier nicht."

Er setzt sich hin, kramt in seinem Beutel nach etwas essbarem und blickt zum mittlerweile abendrötlichen Himmel:"Wollen wir uns einen Schlafplatz suchen, oder lieber durchreiten?"

Er blickt zu den restlichen Gefährten, welche damit beschäftigt sind, die Pferde zu versorgen und ihren Dingen nachgehen.

Malthus

Malthus kümmerte sich um die Pferde. Bis hierher hatten sie gute Dienste geleistet. Die Elben hatten anscheinend die richtigen Tiere herausgesucht. Er kümmerte sich darum, dass alle Tiere ausreichend zum Trinken bekamen. Aus den Augenwinkeln sah er Thorgrim, wie er die Gegend absuchte.

Ob sie unter freiem Himmel oder in einer Herberge übernachten sollten war die Frage.

„Sagt, werte Elben, ich habe gehört, hier in der Nähe befindet sich noch eine Herberge. Ist diese zu empfehlen oder sollten wir lieber unter freiem Himmel übernachten. Oder ist diese zu weit entfernt von hier?

Das wäre dann wohl die letzte Möglichkeit, ein Dach über dem Kopf zu haben.“

Himelen

Wir sollten noch vor Einbruch der Nacht die Verlassene Herberge erreichen. Mit Sicherheit ist dies der letzte „sichere“ Ort für uns. Wir nehmen nur 1 Zimmer und jeder von uns hält einmal Wache in der Nacht. Die Zimmer sind im Keller des Hauses, man muss also nur den Gang bewachen, da es keinen anderen Weg in die Zimmer gibt. Sollten Orks angreifen, sind dort noch genug andere Leute, die uns im Kampfe helfen würden, oder es uns ermöglichen ungesehen zu fliehen.“

Himelen sah sich noch etwas um, streifte um den Rastplatz.
Nach einer kurzen Zeit hatten die Pferde sich scheinbar wieder erholt, ihre Atmung war nicht mehr so schwer und ihr Fell wieder trocken, getrunken hatten sie genug und auch etwas Futter hatten sie erhalten.

„Wir sollten weiter, noch eine knappe Wegstunde bis zur Herberge und bis zum Einbruch der Nacht.“

Wenig sorgte sich der Elb um die Landstriche nahe Bree oder gar der Wetterspitze, doch die Trollhöhen waren in der Nacht ein gefährlicher Ort. Er versuchte ihre Rast und Schlafplätze so zu legen, dass sie möglichst wenig Gefahren ausgesetzt waren. Auch spielte er mit dem Gedanken die nächste Nacht in der Feste Guruth zu verbringen. Doch ob sie diese weite Strecke an einem Tag schaffen würden war ungewiss.



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((hier endet die aus dem Cache ausgelesesne RPG Der Orkpfeil. Stand waren damals 73 Posts und etwa 1100 Zugriffe. Ich würde mich freuen, mit Euch allen die Geschichte zu beenden.))

((Nachtrag: Jeder sei herzlich eingeladen hier teilzunehmen, es ist keine geschlossene Gesellschaft /Nachtrag))
#10
Es dämmerte schon als die Gefährten die Verlassene Herberge erreichten. Die Elben wollten sich um die Pferde kümmern und dem Stallmeister gut ins Gewissen reden – wohl auch mit ein paar Münzen – ihre Pferde besonders gut zu behandeln. Von den Tieren würden sie noch einiges abverlangen müssen.

Malthus und Thorgrim gingen währenddessen in die Herberge, um noch eine warme Mahlzeit herauszuschlagen und um ihr Zimmer zu bestellen.

Sie betraten den Gastraum, der trotz der späten Stunde gut besucht war. Die Händler schon lange ihre Stände abgebaut und waren in ihren Zimmern verschwunden oder aber hatten sich zu den noch zahlreichen Gäste gesellt um deren Heldentaten zu lauschen. Oder auch oftmals die eigenen Heldentaten und Erlebnisse kundzutun.

Thorgrim, Ihr seit doch weit gereist. Wart Ihr hier schon einmal?“ Malthus spürte die Spannung, die zwischen dem Menschen und dem Zwerg ausging. Irgendwie musste er das Verhältnis wenigstens ein wenig bessern. Darum vielleicht mit einem kleinen Gespräch. „Wisst Ihr was, Thorgrim, ich habe eine Idee. Die Elben sind eh lieber bei den Tieren als hier in diesen Räumen. Das kann noch eine Weile dauern. Ich gebe Euch noch einen guten Schluck aus. Ach ja, und wollt Ihr auch noch was essen?

Er sah die vorsichtige Haltung des Zwerges. Wohl dachte er, was jetzt schon wieder für eine Gemeinheit von dem Menschen ausgehen würde. Nun ja, nicht ganz zu unrecht, wie Malthus sich eingestehen musste. Er wartete die Antwort des Zwerges erst gar nicht ab sondern ging in Richtung Theke in der Hoffnung, Thorgrim würde ihnen wenigstens einen guten Platz suchen.


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